Vitamin-B12-Mangel

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Klassifikation nach ICD-10
E53.8 Mangel an sonstigen näher bezeichneten Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes
ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Cyanocobalamin.svg

Vitamin-B12-Mangel, auch Hypocobalaminämie genannt, bezieht sich auf einen niedrigen Blutspiegel von Vitamin B12.[1] Eine Vielzahl von Anzeichen und Symptomen können auftreten, unter anderem vermindertes Denkvermögen und Persönlichkeitsveränderungen wie beispielsweise Depressionen, Reizbarkeit und Psychosen. Weiterhin können Parästhesien, Veränderungen der Reflexe und Muskelschwäche auftreten, aber auch eine Erkrankung der Zunge, sogenannte Möller-Hunter-Glossitis, verringerter Geschmackssinn, Blutarmut, verminderte Herzfunktion und verringerte Fruchtbarkeit.[2] Bei Kleinkindern kommt es zu Wachstumsstörungen, verzögerter Entwicklung und Störungen der Motorik.[3] Ohne eine frühzeitige Behandlung können diese Entwicklungsstörungen dauerhaft sein.[4]

Häufige Ursachen sind mangelhafte Resorption aus Magen oder Darm, verminderte Aufnahme und erhöhter Bedarf. Eine verminderte Absorption kann durch eine chirurgische Entfernung des Magens, chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Darmparasiten, bestimmte Medikamente und einige genetische Störungen bedingt sein. Eine verminderte Aufnahme tritt vor allem bei veganer Ernährung oder Mangelernährung auf. Ein erhöhter Bedarf tritt beispielsweise bei AIDS oder einem Zerfall roter Blutkörperchen auf.[2]

Die Diagnose wird typischerweise bei Erwachsenen bei einem Vitamin-B12-Blutspiegel unter 120–180 pmol/l (170–250 pg/ml) gestellt. Ein erhöhter Methylmalonsäure-Spiegel (Werte >0,4 µmol/l) kann auf einen Mangel hinweisen. Eine Perniziöse Anämie ist oft, aber nicht immer vorhanden.[3]

Vitamin-B12-Mangel ist weit verbreitet.[2] Es wird geschätzt, dass er bei etwa 6 % der Personen unter 60 Jahren und 20 % der Personen mit einem Alter von über 60 Jahren auftritt. In einigen Teilen Afrikas und Asiens ist bis zu 80 % der Bevölkerung betroffen.[2]

Einmal diagnostiziert kann ein Mangel leicht mit oral zu verabreichenden Präparaten oder Injektionen behandelt werden.[5] In einigen Fällen kann der Mangel durch Behandlung der zugrunde liegenden Ursache beseitigt werden.[6] Andere Fälle erfordern möglicherweise eine fortlaufende Nahrungsergänzung, da die zugrunde liegende Ursache nicht heilbar ist.[7] Bei schwangeren Vegetarierinnen wird eine Supplementierung empfohlen, da in dieser Zeit der Bedarf erhöht ist, und ein Mangel neurologische Defizite beim Kind verursachen kann.[3]

Anzeichen und Symptome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitamin-B12-Mangel kann zu einer Vitamin-B12-Mangelanämie und zu neurologischer Fehlfunktion führen. Er kann zu schweren und irreversiblen Schäden insbesondere des Gehirns und des Nervensystems führen. Es ist möglich, dass sich die Nervenschäden trotz der Korrektur der Blutveränderungen nicht heilen lassen. Die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Umkehrung sinkt mit der Länge der Zeit, über welche die neurologischen Symptome vorhanden gewesen sind.

Ein milder Mangel muss keine erkennbaren Symptome verursachen. Ein schwererer Mangel führt zu Symptomen wie megaloblastäre Anämie, Schwäche, Müdigkeit, Benommenheit, schnellem Herzschlag, schneller Atmung und blasser Farbe der Haut. Er kann auch leichte Blutungen einschließlich Zahnfleischbluten verursachen. Nebenwirkungen im Verdauungsapparat sind eine wunde Zunge, Magenbeschwerden, Gewichtsverlust und Durchfall oder Verstopfung. Wird der Mangel nicht behoben, kann dies zu einer Schädigung von Nervenzellen mit Kribbeln oder Taubheit in den Fingern und Zehen, Schwierigkeiten beim Gehen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und, in schweren Fällen, Demenz führen. Vitamin-B12-Mangel kann auch Symptome von Manie und Psychose, Müdigkeit, Gedächtnisstörungen, Reizbarkeit, Depression, Ataxie und Veränderungen der Persönlichkeit bewirken.[8][9][10] Bei Säuglingen sind Reizbarkeit, Wachstumsstörungen, Apathie, Appetitlosigkeit und Entwicklungsverzögerung Symptome.[11][12]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unzureichende Zufuhr von Vitamin B12 mit der Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitamin B12 kommt vor allem in Tierprodukten (Eier, Fleisch, Milch) und in manchen Algen wie Chlorella[13][14][15] und Susabi-nori (Porphyra yezoensis)[16][17] vor. Aus Bakterienkulturen gewonnenes Vitamin B12 ist vielen Nahrungsmitteln zugesetzt und als Nahrungsergänzungsmittel verfügbar.[18] Veganer, und in geringerem Maße auch Vegetarier, haben ein hohes Risiko eines nahrungsbedingten B12-Mangels, wenn sie keine Nahrungsergänzung vornehmen. Ein B12-Mangel kann aber auch bei Menschen auftreten, die Fleisch essen.[19] Kinder haben ein höheres Risiko für einen nahrungsbedingten B12-Mangel, da sie geringere Vitamindepots und einen relativ höheren Vitaminbedarf haben.

Intrinsischer-Faktor-Mangel und verminderte Resorption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mangel an Intrinsischem Faktor führt zu einer selektiven Beeinträchtigung der Vitamin-B12-Resorption. Der für die Aufnahme von Vitamin B12 erforderliche Intrinsische Faktor wird von den Belegzellen des Magens gebildet. Bei der Typ-A-Gastritis kommt es aufgrund einer Autoimmunreaktion zu einer Zerstörung der Belegzellen. Auch bei einer umfangreichen chirurgischen Resektion des Magens oder bei erblich bedingter gestörter Synthese von Intrinsischem Faktor kommt es zu einer verminderten Vitamin B12-Resorption.

Bei Malabsorptionssyndromen kommt es ebenfalls zu einer beeinträchtigten Absorption von Vitamin B12. Dies schließt jede Form von strukturellen Schäden oder die chirurgische Resektion des terminalen Ileum (der wichtigste Ort der Vitamin B12 Absorption) ein.

Ein Magensaftmangel (Achlorhydrie) oder die Einnahme von Säureblockern wie Protonenpumpenhemmer und Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten, kann eine B12-Malabsorption verursachen, da die Magensäure notwendig ist, um B12 von Nahrungsproteinen und Bindungsproteinen aus dem Speichel abzuspalten.[20][21] Dies wird als häufigste Ursache für einen niedrigen B12-Gehalt bei älteren Menschen angesehen. Dieser Mechanismus hat keinen Einfluss auf die Aufnahme von B12 aus Nahrungsergänzungsmitteln, da sie in diesen nicht an Proteine gebunden sind.

Zöliakie kann ebenfalls die Absorption von B12 beeinträchtigen. Dies ist weniger auf einen Mangel an Intrinsischem Faktor, sondern auf eine Schädigung des Dünndarms zurückzuführen.

Eine Dünndarmfehlbesiedlung kann zu einer B12-Resorptionsstörung führen. Beim Syndrom der blinden Schlinge kommt es zu Aussackungen der Darmwand mit Resorptionsstörungen.

Erbkrankheiten wie ein schwerer Methylentetrahydrofolat-Reduktase-Mangel, Homocystinurie und Transcobalamin-Mangel sowie Alkoholabhängigkeit können ebenfalls einen Vitamin-B12-Mangel auslösen.

Medikamente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Diabetes-mellitus-Medikament Metformin kann die B12-Aufnahme aus der Nahrung stören.[22]

Lachgas-Konsum stört den B12-Stoffwechsel,[23] weshalb die regelmäßige Verwendung zum Mangel führen kann.

Mechanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtmenge an Vitamin B12, die im Körper gespeichert ist, liegt bei Erwachsenen zwischen zwei und fünf Milligramm. Ungefähr die Hälfte davon wird in der Leber gespeichert. Etwa 0,1 % geht jeden Tag verloren, aufgrund der Abgabe in den Darm und unvollständiger Wiederaufnahme. Da B12 hauptsächlich über die Galle ausgeschieden wird, wird es über den enterohepatischen Kreislauf größtenteils zurückgewonnen. Aufgrund der starken Wirksamkeit dieses Mechanismus kann die Leber unter normalen Bedingungen einen Vorrat an Vitamin B12 für drei bis vier Jahre speichern.[24] Die Geschwindigkeit, mit der sich B12-Spiegel ändern können, wenn die Nahrungsaufnahme niedrig ist, hängt jedoch von der Balance mehrerer Faktoren ab.[25]

Stoffwechsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Menschen verursacht Vitamin-B12-Mangel Änderungen in der Verstoffwechselung von zwei klinisch relevanten Substanzen: Homocystein und Methylmalonsäure.

Homocystein wird durch die Methionin-Synthase in Methionin umgewandelt. Methionin wird wiederum zu S-Adenosylmethionin aktiviert, welches als Methylgruppen-Donor bei zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, beispielsweise bei der Synthese von Purin, Desoxythymidin, Myelin, Proteinen, Neurotransmitter, Fettsäuren, Phospholipiden und bei der DNA-Methylierung. Die aktive Form von FolsäureTetrahydrofolsäure– liefert bei der Reaktion von Homocystein zu Methionin eine Methylgruppe. Diese Reaktion erfordert Cobalamin als Cofaktor. Die Herstellung von Tetrahydrofolsäure ist eine irreversible Reaktion. Wenn B12 fehlt, unterbleibt die Methioninbildung, und die von Nachbildung von Tetrahydrofolsäure stoppt.[26] Eine Homocysteinämie kann zu Krampfadern führen.

Methylmalonsäure wird als aktive Form – Methylmalonyl-CoA – durch die Methylmalonyl-CoA-Mutase, welche Vitamin-B12 als Co-Faktor benötigt, zu Succinyl-CoA umgesetzt.

Da B12 und Folsäure am Stoffwechsel von Homocystein beteiligt sind, ist die vermehrte Ausscheidung von Homocystein mit dem Urin kein spezifischer Marker für einen B12-Mangel. Methylmalonsäure ist dagegen spezifisch zum Nachweis eines B12-Mangels.

Pathomorphologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nervengewebe kommt es zu einer schwammartigen Umbildung mit ödematöser Schwellung von Nervenfasern. Durch Zerfall des Myelins der innenliegenden Nervenfasern kommt es zu Gewebeschwund und im weiteren Verlauf zu einer Sklerose des Nervengewebes. Diese Veränderungen treten am dorsalen Teil des Rückenmarks und dem Tractus corticospinalis lateralis der Pyramidenbahn auf. Dieser pathophysiologische Zustand des Rückenmarks wird als subakute kombinierte Degeneration des Rückenmarks bezeichnet.[27]

Im Gehirn selbst sind die Veränderungen weniger schwerwiegend. Hier treten kleine, meist subkortikal gelegene Herde mit Nervenfasernverfall und Anhäufung von Astrozyten auf, sowie runde Blutungsherde mit Anlagerung von Gliazellen. Diese pathologischen Veränderungen können auch in der Hinterwurzel des Rückenmarks und, in geringerem Ausmaß, bei peripheren Nerven auftreten. Sie können mittels Magnetresonanztomographie erkannt werden.[28]

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung und Ursachensuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MRI-Bild des Gehirns in einer axialen Ansicht, “Präkontrast FLAIR Bild”. Auffällig sind die anormalen Läsionen (eingekreist) im Bereich um die Hirnventrikel, was auf eine Vitamin-B12-Mangel mit Schädigung der weißen Substanz hindeutet.

Die Serum-B12-Spiegel sind bei B12-Mangel oft niedrig. Serum-Vitamin-B12-Werte werden in pg/ml (Picogramm/Milliliter) oder pmol/l (PicoMol/Liter) angegeben. Die Einheiten sind gemäß der molaren Masse von B12 wie folgt umzurechnen: 1,375 pg/ml = 1 pmol/l.

Wenn Anzeichen eines B12-Mangels bei normalem B12-Serumspiegel auftreten, sind weitere Untersuchungen angezeigt. Eine mögliche Erklärung für normale B12-Spiegel bei einem B12-Mangel ist eine Antikörper-Interferenz bei Patienten mit einem hohen Titer von Antikörper gegen den Intrinsischen Faktor.[29] Einige Forscher kritisieren, dass die aktuellen Normwerte für Vitamin B12-Spiegel zu tief sind.[30] Eine japanische Studie zeigte, dass die normalen Grenzen bei 500–1,300 pg/ml liegt.[31]

Als frühester Marker für einen Vitamin B12-Mangel gilt eine Erniedrigung von Holo-Transcobalamin (Holo-TC). Holo-Transcobalamin ist ein Komplex aus Vitamin B12 und seinem Transportprotein. Es wird auch als "aktives Vitamin B12" bezeichnet, da das Vitamin in dieser Form in der Blutbahn zirkuliert und zu den aufnehmenden Zellen transportiert wird. Wird ein Vitamin B12-Mangel klinisch vermutet und der Gesamt-Vitamin-B12-Wert ist niedrig-normal, bietet sich die Bestimmung von Holotranscobalamin als nächster diagnostischer Schritt an.[32]

Weiterhin gelten Serum-Homocystein- und Methylmalonsäure-Spiegel als zuverlässigere Indikatoren für einen B12-Mangel als die Konzentration von Gesamt-Vitamin B12 in Blut.[33] Die Spiegel dieser Substanzen sind bei einem B12-Mangel erhöht.

Die Routineüberwachung von Methylmalonsäure im Urin ist eine Option für Menschen, die nicht genug B12 über die Nahrung aufnehmen, denn ein Anstieg des Methylmalonsäure-Spiegels kann ein frühes Anzeichen für einen B12-Mangel sein.[34]

Bei Methylmalonsäure (MMA) gilt ein Laborwert > 32 μg/l im Serum als Hinweis für einen wahrscheinlichen Vitamin-B12 Mangel. Erhöhte Methylmalonsäure-Spiegel in Kombination mit einem nur leicht erniedrigten Holo-TC, weisen bereits auf einen metabolisch manifesten Vitamin-B12-Mangel hin. Da Methylmalonsäure über die Niere ausgeschieden wird, ist ein Bezug des Messwertes auf das Kreatinin sinnvoll, um die Ausscheidungsleistung der Niere zu berücksichtigten. Liegt eine Niereninsuffizienz vor, ist die Abgrenzung durch therapeutische Methylmalonsäure-Absenkung möglich.[35]

Wenn Schäden am Nervensystem vermutet werden, ist eine Analyse von B12 in Liquor cerebrospinalis möglich, obwohl ein solch invasiver Test nur in Betracht gezogen werden sollte, wenn Bluttests nicht schlüssig sind.[36]

Der Schilling-Test wurde weitgehend von Tests für Anti-Belegzellen- und Intrinsischer-Faktor-Antikörper verdrängt.

Wirkung von Folsäure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die National Institutes of Health haben herausgefunden, dass große Mengen Folsäure die schädlichen Auswirkungen eines Vitamin-B12-Mangels maskieren können. Sie verhindern die megaloblastäre Anämie, nicht jedoch die neurologischen Schäden. Zudem gibt es Hinweise dafür, dass hohe Serum-Folsäure-Spiegel nicht nur den Vitamin-B12-Mangel maskieren, sondern auch die Anämie und kognitive Symptome verstärken können.[37] Aufgrund der Tatsache, dass in den Vereinigten Staaten die gesetzlich vorgeschriebene Fluoridierung mit einem Folsäurezusatz zur Reduktion von fetalen Neuralrohrdefekten durchgeführt wird, können Verbraucher mehr Folsäure aufnehmen als sie vermuten.[38] Um diesem maskierenden Effekt entgegenzuwirken, empfiehlt die NIH, dass die Folsäureaufnahme aus angereicherten Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln bei gesunden Erwachsenen 1000 μg pro Tag nicht überschreiten sollte.[37] Am wichtigsten ist, dass ein B12-Mangel mit B12-Gabe behandelt werden muss. Eine Folsäurebegrenzung wirkt nicht den unwiderruflichen neurologischen Schäden entgegen, die aus einem unbehandelten B12-Mangel resultieren.

Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hydroxocobalamin-Injektionslösung

B12 kann durch Tabletten oder Injektion ergänzt werden.[5]

Wenn große Dosen oral verabreicht werden, beruht deren Absorption nicht auf der Anwesenheit von intrinsischem Faktor oder einem intakten Ileum. Im Allgemeinen sind hochdosiert täglich 1 bis 2 mg notwendig.[39]

Epidemiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie aus dem Jahr 2000 zeigt, dass B12-Mangel weiter verbreitet ist als bisher angenommen. Sie zeigte, dass 39 Prozent von 3000 untersuchten Menschen zu niedrige Werte hatten.[19] Die Studie der Tufts University benutzte eine B12-Konzentration von 258 pmol/l (= 350 pg/ml) als Kriterium für einen zu tiefen Spiegel. Doch neue Forschungsergebnisse[40] haben ergeben, dass ein B12-Mangel selbst bei viel höheren B12-Konzentrationen (500–600 pg/ml) auftreten kann, weshalb der Bevölkerungsanteil mit B12-Mangel deutlich höher liegen könnte.

In den Entwicklungsländern ist der B12-Mangel sehr weit verbreitet, vor allem in Afrika, Indien und Süd- und Mittelamerika. Es wird vermutet, dass dies an der geringen Aufnahme von tierischen Produkten liegt, vor allem unter den Armen.[41]

B12-Mangel ist häufiger bei älteren Menschen.[41] Das liegt daran, dass die B12-Absorption bei chronischer Gastritis stark abnimmt, was bei älteren Menschen häufig vorkommt.

Die Studie der Tufts University fand keine Korrelation zwischen Fleischverzehr und dem B12-Serumspiegel.[19]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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