Vito von Eichborn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vito Eckart Eduard Moriz von Eichborn (* 7. Dezember 1943 in Magdeburg) ist ein deutscher Verleger.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Journalist und Lektor des Fischer Verlags gründete 1980 zusammen mit Matthias Kierzek, Miteigentümer der Fuldaer Verlagsanstalt, in Frankfurt am Main den Eichborn Verlag. 1989 übernahm Eichborn die von Hans Magnus Enzensberger herausgegebene Reihe Die Andere Bibliothek des Greno-Verlags. 1992 wurden zusätzlich Merchandising-Produkte (vor allem rund um das Kleine Arschloch von Walter Moers) ins Programm aufgenommen. Weil die 50:50-Partner strategisch unterschiedlicher Meinung waren und um seine hohen privaten Schulden zu tilgen, verkaufte Vito von Eichborn 1995 seine Verlagshälfte an Kierzek. Vorerst arbeitete er als Berater, Betreuer des Werks von Walter Moers und Lektor weiter im Verlag, bis er 1997 ganz ausstieg. Anschließend wurde er Geschäftsführer beim Rotbuch Verlag und bei der Europäischen Verlagsanstalt.

Im Mai 1999 kaufte Vito von Eichborn den Europa Verlag für die Senator Entertainment AG aus Berlin und verlegte den Sitz des Verlages nach Hamburg. Wie bisher verlegte er Literatur und Unterhaltung, populäre Sachbücher und Humor. Besonders erfolgreich wurde seine Werkausgabe von Noam Chomsky. Als 2004 Senator in Konkurs ging, übernahm Eichborn via Management Buy-out den Verlag zusammen mit Arne Teutsch. Im August 2005 stieg er ganz aus und übergab seine Anteile an Teutsch.

Vito von Eichborn ist seither selbständig als Publizist tätig, als Herausgeber, Lektor, literarischer Agent und Autor. Er lebt in Timmdorf/Malente und ist seit 1967 Vater eines Sohnes (Thimon von Eichborn).[1]

Er gründete den Verlag Vitolibro[2], in dem er zunächst „zu Unrecht vergriffene Bücher“ veröffentlichte. Seit 2016 besteht der Schwerpunkt des Verlags aus norddeutschen Regionalia.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vito von Eichborn auf Vitolibro
  2. www.vitolibro.de