Vlieland

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Vlieland
Satellitenbild
Satellitenbild
Gewässer Deutsche Bucht, Nordsee
Inselgruppe Westfriesische Inseln
Geographische Lage 53° 15′ N, 4° 57′ OKoordinaten: 53° 15′ N, 4° 57′ O
Vlieland (Friesland)
Vlieland
Länge 20 km
Breite 2,3 km
Fläche 36,16 km²
Höchste Erhebung Vuurboetsduin (Vuurtorenduin, „Leuchtturmdüne“)
45 m
Einwohner 1072 (1. April 2016)
30 Einw./km²
Hauptort Oost-Vlieland

Die zu den Niederlanden gehörende Insel Vlieland ist eine der fünf bewohnten Westfriesischen Inseln. Westlich von Vlieland liegt die Insel Texel und östlich die Insel Terschelling, die alle im Wattenmeer der Nordsee liegen. Eine Fährverbindung zum Festland existiert zwischen Oost-Vlieland und Harlingen. Außerdem gibt es im Sommer eine Fährverbindung von Texel nach Vlieland. Dabei legt die Fähre an der Sandbank „Vliehors“ an, welche sich westlich an Vlieland anschließt, wo die Fahrgäste mit einem watfähigen Geländefahrzeug abgeholt und über die Sandbank auf die Insel gebracht werden. Die Insel ist im Prinzip autofrei. Nur Inselbewohner können eine Sondergenehmigung zum Betrieb von Motorfahrzeugen erhalten. Der Fährdienst von Harlingen oder Terschelling befördert weder Autos noch Motorräder.[1]

Vlieland hatte am 31. August 2017 eine Einwohnerzahl von 1145. Die Strandlänge beträgt etwa 20 Kilometer und das Radwegenetz hat eine Gesamtlänge von 26 Kilometern. Den höchsten Punkt markiert die Vuurboetsduin (Vuurtorenduin, „Leuchtturmdüne“) mit 45 Metern, auf welcher der Leuchtturm Vuurduin steht. Weitere hohe Dünen sind Poterslid (31,9 Meter), Kooispleklid (29,5 Meter) und Kaap-Bol (26 Meter).[2]

Auf der Insel befindet sich eine Ortschaft, Oost-Vlieland. Dort steht auch das älteste Haus der Insel, Tromp’s Huys, ein ehemaliges Admiralskontor zur Überwachung der Handelsschifffahrt, heute ein Museum. Neben der Kirche steht am Kerkplein das bis 1950 als Armen-, Witwen- und Waisenhaus genutzte Armhuis aus dem Jahr 1662. Der Leuchtturm ist, wie auch der Leuchtturm auf Texel, in der Saison für Besucher geöffnet.[3] Das weiter westlich gelegene, jetzt nicht mehr bestehende Dorf West-Vlieland wurde 1736 aufgegeben, nachdem es dort in den Jahren zuvor mehrfach zu Überflutungen gekommen war.[4]

Im Westen der Insel liegt Het Posthuys („das Posthaus“). Het Posthuys ist die alte Station für den Pferdewechsel des Postreiters auf der Route nach Amsterdam. Post von den Seglern auf der Reede vor Vlieland wurde in früheren Jahrhunderten über Vlieland, Texel und Nordholland nach Amsterdam gebracht. Heute ist das Het Posthuys ein beliebtes Ausflugslokal.

Im Südosten, in der Nähe des Fährhafens, gibt es einen im Jahr 2007 neu angelegten Hafen für Segel- und Motorboote.

Die Insel gilt als autoluw, das heißt, nur Einwohner können eine Genehmigung zum Betrieb eines Kraftfahrzeugs beantragen. Im Westen der Insel im Naturgebiet De Vliehors befindet sich das größte Übungsgebiet der Königlichen Luftwaffe der Niederlande. Während der Woche kann es vorkommen, dass der Abwurf von Bomben (auch scharfen) geübt wird. Das Gelände ist dann mit roten Flaggen gekennzeichnet. Nur an den Wochenenden wird nicht geübt.[5]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geert-Jan Bron, Wat&Hoe – Waddeneilanden. 2. Auflage, Kosmos Uitgevers, Utrecht/Antwerpen 2007, ISBN 978-90-215-1127-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vlieland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Vlieland – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vlieland.org
  2. flickr: Vlieland - top Poterslid- paal AP
  3. Geert-Jan Bron, Wat&Hoe – Waddeneilanden, S. 82–90
  4. http://www.vlieland.net/index.php?pid=historie Website der VVV Vlieland (niederländisch)
  5. http://www.defensie.nl/onderwerpen/oefeningen/inhoud/oefengebied-luchtmacht (niederländisch)