Vogtländisches Oberland

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Vogtländisches Oberland war eine Gemeinde im Süden des thüringischen Landkreises Greiz. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befand sich im Ortsteil Pöllwitz. Sie wurde 1999 gegründet und 2012 aufgelöst.

Lage der ehemaligen Gemeinde Vogtländische Oberland im Landkreis Greiz (Stand 2012)

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde lag im Vogtland, im Thüringer Schiefergebirge.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden im Landkreis Greiz waren Langenwetzendorf sowie die Städte Greiz und Zeulenroda-Triebes. Im Süden, der Landesgrenze zum Freistaat Sachsen, grenzen die zum Vogtlandkreis gehörenden Städte Plauen, Elsterberg, Pausa/Vogtl. und die Gemeinden Rosenbach/Vogtl. und Pöhl an.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bestand aus den Ortsteilen Arnsgrün (mit Büna und Eubenberg), Bernsgrün (mit Schönbrunn und Frotschau), Cossengrün, Hohndorf (mit Gablau, Leiningen, Tremnitz, Pansdorf, Landesgrenze und Steinermühle), Pöllwitz (mit Dobia und Wolfshain) sowie Schönbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Vogtländisches Oberland entstand am 1. Juli 1999 durch den Zusammenschluss der Dörfer Pöllwitz, Bernsgrün, Arnsgrün, Cossengrün, Hohndorf und Schönbach[1], die zuvor Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft Vogtländisches Oberland waren.

Aufgrund der geringen Größe war eine Fusion schon länger geplant. In einer Bürgerbefragung vom 12. Februar 2006 sprach sich eine Mehrheit für eine Fusion mit der Gemeinde Langenwetzendorf aus. Die Fusion scheiterte jedoch im ersten Anlauf, nachdem sich die Gemeinderäte auf keinen gemeinsamen Gemeindenamen einigen konnten.[2] Im zweiten Anlauf entschied man sich für den Namen "Langenwetzendorf", die Fusion wurde vom Rat der Gemeinde Vogtländisches Oberland am 22. März 2007 beschlossen.[3] Jedoch sprach sich eine Bürgerinitiative gegen die geplante Fusion aus.[4][5][6] Letztlich wurden die Fusionspläne am 10. Februar 2009 wieder zurückgenommen.[7]

Auflösung der Gemeinde Vogtländisches Oberland: Die grün markierten Orte kamen zur Stadt Zeulenroda-Triebes, die gelb markierten zur Stadt Greiz.

In der Sitzung vom 4. Oktober 2011 beschloss der Gemeinderat schließlich die Auflösung. Es wurden dabei zwei Varianten beantragt: Einmal (Variante "alte Kreisgrenzen") wird die Gemeinde zwischen den Städten Greiz und Zeulenroda-Triebes aufgeteilt, in der anderen Variante (Variante "Bürgerwillen") erhält auch die Gemeinde Langenwetzendorf einige Ortsteile.[8] Die thüringische Landesregierung entschied sich für die Variante "alte Kreisgrenzen".[9] Zum 31. Dezember 2012 wurde die Gemeinde Vogtländisches Oberland dadurch aufgelöst:

Eubenberg war früher ein Ortsteil der Gemeinde Arnsgrün im Kreis Zeulenroda. Um zu vermeiden, dass Schönbach und Cossengrün eine Exklave der Stadt Greiz werden, wurde dieser Ort unter Missachtung der alten Kreisgrenze der Stadt Greiz zugeschlagen (siehe Karte rechts).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1999: 3.364
  • 2000: 3.283
  • 2001: 3.266
  • 2002: 3.238
  • 2003: 3.216
  • 2004: 3.165
  • 2005: 3.107
  • 2006: 3.089
  • 2007: 3.040
  • 2008: 3.018
  • 2009: 2.956
  • 2010: 2.890
  • 2011: 2.841
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  2. Oberland-Anzeiger vom 16. April 2007
  3. Oberland-Anzeiger vom 14. Mai 2007
  4. Oberland-Anzeiger vom 14. April 2008
  5. Oberland-Anzeiger vom 12. Mai 2008
  6. Oberland-Anzeiger vom 9. Juni 2008
  7. Oberland-Anzeiger vom 9. März 2009
  8. Oberland-Anzeiger vom 14. November 2011
  9. Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2012 Vorlage der Landesregierung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vogtländisches Oberland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien