Voinémont

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Voinémont
Wappen von Voinémont
Voinémont (Frankreich)
Voinémont
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Nancy
Kanton Haroué
Gemeindeverband Pays du Saintois
Koordinaten 48° 31′ N, 6° 10′ OKoordinaten: 48° 31′ N, 6° 10′ O
Höhe 229–314 m
Fläche 4,11 km²
Einwohner 337 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 82 Einw./km²
Postleitzahl 54134
INSEE-Code
Website http://www.voinemont.fr/

Kirche Saint-Étienne

Voinémont ist eine französische Gemeinde mit 337 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Nancy und zum Kanton Haroué.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Voinémont im Saintois liegt am unteren Madon, einem linken Nebenfluss der Mosel, 17 Kilometer südlich von Nancy.

Eine weite Flussschlinge des Madon bildet die westliche und südliche Grenze des 4,11 km² umfassenden Gemeindegebietes. Das Gelände rechts des Madon steigt um etwa 50 Höhenmeter sanft an. Im Süden ist die Terrassenstufe über dem Fluss stärker ausgeprägt und bewaldet. Fast 90 % des Gemeindeareals werden landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden von Voinémont sind: Ceintrey im Westen und Norden, Benney im Osten sowie Lemainville im Südosten und Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapelle in Voinémont wurde bereits 1090 in einem Papier der Abtei Épinal erstmals erwähnt. Sie gehörte zur Pfarrei des benachbarten Ortes Benney. Von 1506 bis zur Französischen Revolution war Voinémont Teil der Herrschaften von Salm, später derer von Beauveau.

Die Kirche in Voinémont entstand im 15. Jahrhundert.

Eine Besonderheit ist die Agglomeration der Gemeinden Voinémont und Ceintrey, die geografisch zusammengewachsen und lediglich administrativ getrennt sind. Die Grenze zwischen beiden Gemeinden führt mitten durch bebautes Gebiet. Über den Gemeindeverband Pays du Saintois, der beide Gemeinden angehören, werden Fragen der Regionalplanung, der Wirtschaftsentwicklung und nicht zuletzt der Unterhalt der Grundschulen gemeinsam geregelt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 218 179 217 240 269 316 343

Seit 1968 konnte Voinémont einen konstanten Bevölkerungszuwachs verzeichnen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Etienne mit rundem Turm (Außendurchmesser 3,50 Meter), einer von elf noch existierenden Rundtürmen in Lothringen.
  • Kapelle Notre-Dame-de-Pitié aus dem 17. Jahrhundert, ein ehemaliger Pilgerort
  • Lavoir, altes öffentliches Waschhaus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Einwohner von Voinémont ist in der Landwirtschaft sowie in kleinen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben beschäftigt. Darüber hinaus ist Voinémont Wohnort für Pendler in die nahen Industriegebiete in und um Nancy.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die direkt anschließende Nachbargemeinde Ceintrey führt die Départementsstraße 913 von Metz über Nancy nach Mirecourt. Von Voinémont verläuft die Départementsstraße 61 über Benney nach Crévéchamps an der Mosel und quert dabei die autobahnähnliche Nationalstraße 57 (Metz–Nancy–Épinal). Der Bahnhof im benachbarten Ceintrey liegt an der Bahnlinie Nancy–Dijon, die vom TER Lorraine betrieben wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Voinémont – Sammlung von Bildern