Volker Bräutigam (Komponist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Volker Bräutigam (* 23. Mai 1939 in Frohnau/Erzgebirge; † 31. Mai 2022[1]) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volker Bräutigam war Mitglied des Dresdner Kreuzchores, damals unter der Leitung von Rudolf Mauersberger. An der Leipziger Musikhochschule erhielt er von 1957 bis 1962 seine Ausbildung in Kirchenmusik und Komposition, letzteres bei Johannes Weyrauch. Er war der erste Student, der es wagte, die Musik von Olivier Messiaen bekannt zu machen, obwohl sie nicht den Vorstellungen des DDR-Regimes entsprach.

Nach seinem Studium war Bräutigam über 30 Jahre lang Kirchenmusiker der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz. Von 1981 bis 1994 war er Dozent an der Musikhochschule in Leipzig, ab 1981 auch an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale (EHK). Dort hatte er ab 1995 eine Professur inne. Als Konzertorganist trat Bräutigam in Europa, den USA und Japan auf. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand wirkte er bis 2010 an der EHK.[2]

Sein kompositorisches Schaffen ist stilistisch vielfältig. Neben seiner Bewunderung für die neobarocke Kirchenmusik von Siegfried Reda, Ernst Pepping und Johann Nepomuk David sowie für die Werke Messiaens sind Einflüsse durch Alte Musik und Jazz erkennbar. Neben Chor- und Orgelwerken schuf er auch Musik für Zeichentrickfilme der DEFA.

Volker Bräutigam und die Musikerin Maria Bräutigam sind die Eltern der Kantorin Christiane Bräutigam.

Sein Grab befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Epitaph für Maksymilian Kolbe (1975)
  • Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir (1970/1995)
  • Drei jazzverwandte Choralbearbeitungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leipziger Volkszeitung vom 3. Juni 2022
  2. Traueranzeige in Glaube und Heimat vom 19. Juni 2022, S. 11.