Volker Heise

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Volker Heise 2014

Volker Heise (* August 1961 in Hoya) ist ein deutscher Fernsehregisseur und -produzent. Er wurde durch die Living-History-Serie Schwarzwaldhaus 1902 bekannt, für die er 2003 den Grimme-Preis erhielt.

Biografie[Bearbeiten]

Heise, geboren im August 1961, wuchs in Hoya in Niedersachsen auf. Er studierte Politische Wissenschaften in Hannover und Berlin und erlangte seinen Abschluss am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.

Während des Studiums engagierte er sich beim alternativen Radiosender „Radio 100“ in Berlin, später war er als Reporter und Redakteur bei den Radiosendern „Fritz“, „inforadio“ und „Radio Eins“ von ORB und SFB (heute RBB). Bei Radio Eins war er zuletzt Leiter der Prime-Time-Programme.

Ab Mitte der 90er Jahre arbeitete Heise eng zusammen mit Thomas Kufus und der Berliner Produktionsfirma zero film; anfangs als Texter und Dramaturg für dokumentarische Fernsehserien und abendfüllende Dokumentarfilme. Er verantwortete u. a. die Konzeption einer der ersten deutschen Doku-Soaps, die für arte und verschiedene ARD-Sender nach englischem Vorbild entwickelt wurden (Geburtsstation, Neue Heimat Berlin, Tanzpalast u. a.). Als Dramaturg betreute er u. a. Black Box BRD von Andres Veiel und Reporter vermisst von Johann Feindt.

2001 führte Heise bei Schwarzwaldhaus 1902 zum ersten Mal Regie. Die Serie wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet und für den Deutschen Fernsehpreis nominiert und gilt als eine der erfolgreichsten Dokumentationen des deutschen Fernsehens sowie als Vorbild für zahlreiche „Erlebnisdokumentationen“ in Deutschland. In der Folge führte Heise bei zwei weiteren Living-History-Projekten für die ARD Regie (Abenteuer 1900 – Leben im Gutshaus sowie Abenteuer 1927 – Sommerfrische).

Seit 2006 ist Heise Teilhaber der Firma zero one film GmbH, die aus der zero film GmbH heraus entstanden ist. Für zero one entwickelte er u. a. die arte-Serie Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener sowie das SWR-/ARD-Presenter-Format Matusseks Reisen. Bei beiden Serien führte er auch Regie.

Von 2008 bis 2009 entwickelte und realisierte Heise das Fernsehprojekt 24h Berlin – Ein Tag im Leben.[1] Mit Hilfe von über 70 Regisseuren dokumentierte er einen Tag im Leben einer Großstadt und verarbeitete das Material zu einem 24-stündigen Fernsehprogramm. Das Programm wurde am 5. September 2009 auf arte und im rbb Fernsehen ausgestrahlt. Zusammen mit dem Produzenten Thomas Kufus erhielt er dafür den Bayerischen Fernsehpreis. 2010 erhielt Heise zudem den Sonderpreis des Robert-Geisendörfer-Preis[2] und den Deutschen Fernsehpreis 2010.

Heises Fernsehprojekt 24h Jerusalem wurde 2014 auf arte ausgestrahlt.

Filme[Bearbeiten]

  • Schwarzwaldhaus 1902, Living-History-Serie, 4 x 45 Minuten, SWR / ARD 2002
  • Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus, Living-History-Serie, 16 x 25 Minuten, ARD 2004
  • Abenteuer 1927 - Sommerfrische, Living History Serie, 16 x 25 Minuten, ARD 2005
  • Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener, Kochserie, 30 x 25 Minuten und 10 x 45 Minuten, ARTE 2006 - 2010
  • Matusseks Reisen, Dokumentarserie, 3 x 45 und 3 x 30 Minuten, SWR / ARD 2007 / 2008
  • Die Freiwilligen, Dokumentation, 2 x 45 Minuten, SWR, WDR, ARTE 2008
  • 24 h Berlin, Fernsehprogramm, 1 x 1440 Minuten, ARTE und rbb 2009

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 24hberlin.tv (Memento vom 13. September 2008 im Internet Archive).
  2. gep.de

Quellen[Bearbeiten]