Volker Ippig

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Volker Ippig
Spielerinformationen
Geburtstag 28. Januar 1963
Geburtsort EutinDeutschland
Größe 186 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
1972–1979
1979–1981
TSV Lensahn
FC St. Pauli
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1981–1983
1983–1986
1986–1992
FC St. Pauli
ohne Verein
FC St. Pauli
31 (0)
000
100 (0)
Stationen als Trainer
1999–2003
2003–2004
2006–2007
2007–01/2008
FC St. Pauli
VfR Neumünster
VfB Lübeck
VfL Wolfsburg
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 1. Oktober 2008

Volker Ippig (* 28. Januar 1963 in Eutin[1]) ist ein ehemaliger Fußballtorwart und -trainer.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 16 Jahren kam er vom ostholsteinischen TSV Lensahn ans Millerntor zum FC St. Pauli, für den er dann – zunächst hinter der Nr. 1, „Rille“ Rietzke – das Tor hütete, anfangs in der drittklassigen Oberliga Nord. Nach seinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium St. Pauli nahm Ippig eine Auszeit, in der er unter anderem freiwillige Aufbauarbeit in Nicaragua verrichtete. In der zweiten Hälfte der 1980er wurde er, der auch zeitweise in den Hafenstraßenhäusern wohnte, zum personifizierten Inbegriff des neuen, linken Images der „Kiezkicker“, für die er ab 1986 als Stammkeeper und ab 1988 auch in der Fußball-Bundesliga im Kasten stand. Die Fans dankten ihm mit einem damals in großer Stückzahl verbreiteten T-Shirt mit seinem Foto und der wortspielerischen Überschrift „Volker hört die Signale“. Nach 65 Erst- und 35 Zweitligapartien musste er seine Spielerkarriere wegen einer Rückenverletzung in der Saison 1991/92 beenden.

Trainertätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der schon in seinen aktiven Jahren als spontan und sehr eigensinnig geltende Ippig arbeitete dann als Physiotherapeut und begann seine Trainerausbildung, die er 2004 mit dem Erwerb der A-Lizenz abschloss. 2005 erlangte Ippig an der Sporthochschule Köln sein Fußballlehrer-Diplom. Er arbeitete ab 1999 als Torwarttrainer bei St. Pauli, wo er – nach Streitigkeiten nicht nur mit seinem ehemaligen Stellvertreter auf dem Rasen, Klaus Thomforde – Anfang 2003 das Handtuch warf. Weitere Engagements führten ihn zum VfR Neumünster, dem Schleswig-Holsteinischen Fußballverband und in die Jugendabteilung von Holstein Kiel. Für die Saison 2007/08 holte Felix Magath Ippig als Torwarttrainer zum VfL Wolfsburg. Da Ippig sein auf drei Tage pro Woche begrenztes Engagement nicht ausweiten wollte, wurde er im Januar 2008 durch Andreas Hilfiker abgelöst. Zum gleichen Zeitpunkt arbeitete er wieder bei seinem Heimatverein TSV Lensahn und führte diesen als Cheftrainer 2008 zum Verbandsligaaufstieg. Da er mit seiner mobilen Torwartschule nicht genügend verdiente, begann er damals als sogenannter Unständiger (das heißt als Tagelöhner auf Abruf) im Hamburger Hafen.[2] Seit 2011 ist er dort festangestellt.[3]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Film FC Venus – Angriff ist die beste Verteidigung spielt Ippig eine Nebenrolle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker Sportmagazin, 20. September 2010, Seite 75.
  2. FAZ (21. April 2009): Vom Torwart zum Tagelöhner
  3. Lutz Wöckener: Der Torwart, der jetzt Hamburgs Hafen hütet. In: Die Welt. Vom 3. Januar 2014. Abgerufen am 3. Januar 2014.