Volker Lechtenbrink

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Volker Lechtenbrink

Volker Lechtenbrink (* 18. August 1944 in Cranz, Ostpreußen) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur, Intendant, Texter und Schlagersänger.

Leben[Bearbeiten]

Lechtenbrink, der in Bremen und Hamburg aufwuchs, besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und spielte bereits als 14-Jähriger in dem Film Die Brücke (1959, Regie Bernhard Wicki) mit. Von 1962 bis 1963 spielte er in der Fernsehserie Alle meine Tiere an der Seite von Gustav Knuth und Tilly Lauenstein in allen neun Folgen deren Sohn Ulli. Nach der Mittleren Reife besuchte er eine Schauspielschule in Hamburg und war danach an verschiedenen Theatern engagiert. Am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater war er auch als Schauspieler und Regisseur tätig. Von August 2004 bis Juli 2006 war er Intendant dieses Theaters. Volker Lechtenbrink lebt in Hamburg und bezeichnet die Stadt als seine „Heimatstadt“.

1976 nahm er seine erste Schallplatte als Sänger auf. Der Titel Der Macher wurde zu einem ersten Erfolg. Weitere Lieder folgten, zu denen er meist selbst die Texte schrieb. Auch für andere Künstler, zum Beispiel Peter Maffay, war er als Texter tätig. Ebenso schrieb er den Text für den deutschen Beitrag Rücksicht zum Eurovision Song Contest 1983, mit dem die Brüder Hoffmann und Hoffmann den 5. Platz unter 20 Teilnehmern erreichten. 1979 bekam er beim Saarländischen Rundfunk eine eigene Fernsehshow mit dem Titel Live: Volker Lechtenbrink. Anfang der 1980er Jahre war er als Sänger und Sprecher in einem Werbespot für Malzkaffee („Caro, ich mag dich“) zu hören, für den sein Lied Ich mag umgeschrieben wurde. In der Folge Irgendwann der Krimiserie Ein Fall für Zwei spielte Lechtenbrink eine Hauptrolle und komponierte auch den gleichnamigen Titel der Folge.[1][2] In den 1970er/1980er Jahren trat Volker Lechtenbrink wiederholt in Ilja Richters Musiksendung disco auf und war auch mehrfach in der ZDF-Hitparade zu Gast. Weitere Auftritte hatte er im ARD-Wunschkonzert sowie in Wetten, dass..?.

Von 1995 bis 1997 war Lechtenbrink Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Zwischenzeitlich trat er vor allem in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien auf, unter anderem in Der Kommissar, Der eiserne Gustav, Ein Fall für zwei, Derrick, Die Männer vom K3, Großstadtrevier, Glückliche Reise, Der Alte, Siska, Tatort und SOKO Leipzig. In der ZDF-Fernsehserie M.E.T.R.O. – Ein Team auf Leben und Tod spielte er an der Seite von Ursula Karven und Michael Roll den Chefarzt einer Hamburger Tropenklinik.

Ab Anfang der 2000er Jahre war er bei Beckmann, bei Zimmer frei! sowie bei Johannes B. Kerner, bei Herman und Tietjen resp. Tietjen und Hirschhausen sowie in der NDR Talk Show zu Gast und hatte auch in der Show Willkommen bei Carmen Nebel einen Auftritt.

Ab November 2006 stand er im Ernst-Deutsch-Theater Hamburg zum ersten Mal mit seiner jüngsten Tochter Sophie auf der Bühne – in dem Stück Dr. med. Hiob Praetorius von Curt Goetz. 2007 wurde Lechtenbrink für Die Brücke als „Bester Interpret“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. 2010 erhielt er für seine Darstellung in Frost/Nixon in den Hamburger Kammerspielen den Rolf-Mares-Preis.[3] 2014 wurde er mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Stadt Hamburg ausgezeichnet.

Auch Verfilmungen der beliebten Rosamunde-Pilcher- und Inga-Lindström-Reihe gehören zu seinem Repertoire als Schauspieler.

Als Synchronsprecher lieh Volker Lechtenbrink unter anderem Kris Kristofferson, Dennis Quaid und vielen anderen seine sehr markante, sonore Stimme. Er hat einen Sohn und zwei Töchter.

Film & Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten]

als Regisseur[Bearbeiten]

  • 1976: Charleys Tante (fürs Fernsehen)
  • 1979: Zwei Mann um einen Herd (Fernsehserie) mehrere Folgen
  • 1983: Geschichten aus der Heimat (Fernsehreihe) mehrere Folgen

als Sprecher[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1976: Der Macher
  • 1977: Volker Lechtenbrink Nr. 2
  • 1977: Alltagsgeschichten
  • 1978: Meine Tür steht immer offen
  • 1979: Der Spieler
  • 1980: Leben so wie ich es mag
  • 1981: Schon möglich
  • 1982: Wer spielt mit mir
  • 1983: Leben heute
  • 1984: Zurückgelehnt
  • 1987: Ich kann gewinnen
  • 1989: Herzschlag

Singles[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Der Macher[4]
  DE 19 26.04.1976 (14 Wo.)
Ich Mag
  DE 42 09.11.1981 (14 Wo.)
Irgendwann
  DE 33 29.06.1987 (15 Wo.)
[5]
  • 1976: Der Macher[6]
  • 1977: Erst drüben die Dame
  • 1978: Der Spieler
  • 1980: Leben so wie ich es mag
  • 1980: Dame und Clown
  • 1981: Ich mag
  • 1982: Ich glaube, Oma, du sitzt auf 'ner Wolke
  • 1987: Irgendwann

Hörbücher[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Lechtenbrink: Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf! Hoffmann und Campe 2010, ISBN 978-3-455-50144-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SWR-Homepage: Diskografie "Ich kann gewinnen" bei swr.de. Abgerufen am 10. September 2014.
  2. Abschied im Zorn bei drombuschs.de. Abgerufen am 10. September 2014.
  3. Rolf-Mares-Preis auf der offiziellen Website
  4. Der Macher Songtext bei golyr.de
  5. Chartquellen: Deutschland
  6. Volker Lechtenbrink – Der Macher (1976) Musikvideo