Volker Weidermann

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Volker Weidermann (2014)

Volker Weidermann (* 6. November 1969 in Darmstadt) ist ein deutscher Literaturkritiker. Er arbeitete als Literaturredakteur und Feuilletonchef bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Am 1. Mai 2015 wechselte er zum Spiegel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weidermann studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als Literaturkritiker bei der tageszeitung. Anschließend wechselte er als Literaturredakteur zur neu gegründeten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ab 2003 leitete er das Feuilleton gemeinsam mit Claudius Seidl.[1] Zum 1. Mai 2015 wechselte er zum Spiegel.

Weidermann gibt die gesammelten Werke Armin T. Wegners heraus, deren erster Band 2012 erschien. Im selben Jahr übernahm er eine Gastprofessur an der Washington University in St. Louis.[2] Er lebt in Berlin.[3]

Seit dem 2. Oktober 2015 moderiert er die Neuauflage des Literarischen Quartetts im ZDF.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volker Weidermann (2013)

Weidermanns im März 2006 erschienene Literaturgeschichte Lichtjahre, mit dem Untertitel Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute, zog eine Diskussion um die Aufteilung der zeitgenössischen deutschen Literaturkritik in „Emphatiker und Gnostiker“ (so Hubert Winkels in der Wochenzeitung Die Zeit) nach sich.[4]

Im 2008 erschienenen Buch der verbrannten Bücher beschrieb Weidermann in 131 Miniaturen das Leben und Werk der Autoren, die auf der Liste der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland gestanden hatten. Für das Buch erhielt Weidermann 2009 den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik.

Zum 100. Geburtstag Max Frischs veröffentlichte Weidermann 2010 die Biografie Max Frisch. Sein Leben, seine Bücher.[5]

2014 erschien der biografische Roman Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft über die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Schriftsteller Stefan Zweig und Joseph Roth und ihre Begegnung 1936 im belgischen Seebad Ostende, in dem sich zur gleichen Zeit weitere deutschsprachige Schriftsteller und Kulturschaffende im Exil aufhielten, so Roths letzte Liebe Irmgard Keun, Hermann Kesten, Egon Erwin Kisch, Arthur Koestler, Willi Münzenberg, Ernst Toller und seine junge Gattin Christiane Grautoff.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volker Weidermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Tucholsky-Gesellschaft: Kurzbiografie Weidermanns
  2. Volker Weidermann bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
  3. Volker Weidermann bei Kiepenheuer & Witsch.
  4. Hubert Winkels: Emphatiker und Gnostiker. In: Die Zeit. 30. März 2006, Nr. 14.
  5. Martin Ebel: Freunde von Frisch – seht euch dieses Buch nicht an! In: Tages-Anzeiger. 24. November 2010.