Volker Weidler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Volker Weidler
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
DTM
Erstes Rennen: Zolder 1985
Teams (Hersteller)
1985 ? (Alfa Romeo), 1986 AMG/HWA (Mercedes-Benz), 1989 Ringshausen (Ford)
Statistik
Starts Siege Poles SR
22 (17) 2 1
Podestplätze: 5
Gesamtsiege:
Punkte: 129
Vorlage:Infobox DTM-Fahrer/Wartung/Alte Parameter

Volker Weidler (* 18. März 1962 in Heidelberg) ist ein ehemaliger deutscher Automobilrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weidlers Motorsportkarriere begann 1982 in der Formel Ford 2000. Im nächsten Jahr fuhr er in der Formel 3, gewann sein viertes Rennen und wurde Dritter in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft 1983, woraufhin er 1984 einen Platz im Werksteam von VW erhielt. In dieser Saison gewann er drei Rennen und wurde Zweiter der Meisterschaft hinter Kurt Thiim. 1985 gewann er den Meistertitel vor Kris Nissen. In diesem Jahr begann auch seine Zeit als Sportwagenfahrer. 1986 fuhr er außerdem in der Formel 3000 und in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft.[1]

1989 startete Weidler neben Christian Danner für das deutsche Rial-Team in der Formel 1. Er nahm vom Großen Preis von Brasilien bis zum Großen Preis von Ungarn an zehn Grand-Prix-Veranstaltungen teil, scheiterte aber stets in der Vorqualifikation und konnte sich nie für das eigentliche Training oder das Rennen qualifizieren. Erfolgreicher verlief die Saison 1990 in der japanischen Formel 3000, die er nach einem fünften und einem sechsten Rang sowie einem Sieg in Fuji als Sechster des Wettbewerbs beendete.

1991 feierte Volker Weidler seinen größten Erfolg im Rennsport. Zusammen mit Johnny Herbert und Bertrand Gachot gewann er auf dem Mazda 787B mit Wankelmotor das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Während des Rennens fiel Weidler ein Ohrstöpsel heraus; durch den extrem lauten, kreischenden Wankelmotor erlitt der Fahrer einen bleibenden Gehörschaden.

Im folgenden Jahr zog sich Weidler als Führender der japanischen Formel-3000-Meisterschaft wegen eines Tinnitus vom Motorsport zurück, denn als Folge litt er auch unter Gleichgewichtsstörungen. Seitdem arbeitet er als Geschäftsführer des elterlichen Dienstleistungsbetriebes in Weinheim.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1987 DeutschlandDeutschland Porsche Kremer Racing Porsche 962C DanemarkDänemark Kris Nissen JapanJapan Kunimitsu Takahashi Ausfall Motorschaden
1989 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 767B JapanJapan Yōjirō Terada BelgienBelgien Marc Duez Rang 12
1990 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 787 BelgienBelgien Bertrand Gachot Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Ausfall Motorschaden
1991 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 787B BelgienBelgien Bertrand Gachot Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Gesamtsieg
1992 JapanJapan Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda MXR-01 BelgienBelgien Bertrand Gachot Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert BrasilienBrasilien Maurizio Sandro Sala Rang 4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch, Matthias Behrndt: Deutsche Rennfahrer, Heel Verlag, Königswinter 2008, ISBN 978-3-86852-042-2, S. 148.