Volksbank Braunschweig Wolfsburg

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg
Firmensitz in Wolfsburg, Am Mühlengraben 1
Firmensitz in Wolfsburg, Am Mühlengraben 1
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Am Mühlengraben 1,
38440 Wolfsburg
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 269 910 66[1]
BIC GENO DEF1 WOB[1]
Gründung 2005
Verband Genossenschaftsverband
Website www.volksbank-brawo.de
Geschäftsdaten 2017[2]
Bilanzsumme 3,436 Mrd. EUR
Einlagen 2,557 Mrd. EUR
Kundenkredite 2,468 Mrd. EUR
Mitarbeiter 771
Geschäftsstellen 46
Mitglieder 48.980
Leitung
Vorstand Jürgen Brinkmann (Vorsitzender),
Michael F. Müller
Ralf Schierenböken
Mark Uhde
Aufsichtsrat Torsten-Armin Kietzmann (Vorsitzender)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg (Volksbank BraWo) ist eine Genossenschaftsbank, deren Geschäftsgebiet die Regionen Braunschweig, Gifhorn, Peine,[3] Salzgitter und Wolfsburg umfasst. Ihr juristischer Sitz ist Wolfsburg, der Verwaltungssitz liegt seit dem Jahr 2011 im BraWoPark in Braunschweig.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank BraWo ist 2005 aus der Fusion zwischen der Volksbank Braunschweig eG und der Volksbank eG Wolfsburg hervorgegangen. Ihre Wurzeln reichen durch die Fallerslebener Volksbank von 1871 eG bis in das Jahr 1871 zurück.[5]

1881 wurde der Spar- und Vorschußverein zu Vorsfelde gegründet. 1938 wurde eine Annahmestelle in Rühen eröffnet, und 1939 eine Zahlstelle in der Stadt des KdF-Wagens (heute Wolfsburg). 1940 erfolgte die Umbenennung des Vereins in Volksbank Vorsfelde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden beide Außenstellen wieder aufgegeben. Neue Zweigstellen entstanden 1953 in Rümmer,[6] 1960 in Hehlingen, 1962 in Kästorf und Reislingen, 1963 in der Vorsfelder Südstadt, 1965 in der Meinstraße und 1969 in Tiddische. Im Jahr 2000 ging die Volksbank Vorsfelde eG zusammen mit der Volksbank Gifhorn eG in der Volksbank Wolfsburg auf.

1910 gründete Gustav Freder die Grundbesitzerbank zu Braunschweig eGmbH, die 1924 in Grundbesitzer- und Handelsbank eGmbH und 1941 in Volksbank Braunschweig eGmbH umbenannt wurde. 1943 erfolgte die Übernahme der Braunschweiger Genossenschaftsbank eGmbH, und 1959 fusionierte sie mit der Waren-Kreditgenossenschaft Braunschweig eGmbH. Weitere Fusionen erfolgten 1966 mit der Volksbank Thiede eGmbH, 1974 mit der Genossenschaftsbank eG Braunschweig, 1985 mit der Genossenschaftsbank Sickte eG, 1991 mit der Volksbank Wenden eG und 2002 mit der Volksbank Lehre eG. 2005 schloss sie sich mit der Volksbank eG Wolfsburg zur heutigen Volksbank BraWo zusammen.

1914 erfolgte in Tülau die Gründung einer Spar- und Darlehnskasse,[7] die sich zur Volksbank Tülau eG entwickelte. Um 1978 hatte sie Geschäftsstellen in Bergfeld, Parsau, Rühen und Tülau. Sie fusionierte um 1990 mit der Volksbank Vorsfelde, die ihrerseits 2000 zusammen mit der Volksbank Gifhorn in der Volksbank Wolfsburg aufging.[8]

Am 25. Januar 1925 wurde in Heßlingen die Heßlingen-Rothenfelder Spar- und Darlehnskassenverein eGmbH gegründet. Nachdem das Dorf Heßlingen in der 1938 gegründeten Stadt des KdF-Wagens aufgegangen war erfolgte im Juli 1939 eine Umbenennung in Spar- und Darlehnskassenverein eGmbH Stadt des KdF-Wagens, und 1940 bekam die Gesellschaft den Namen Volksbank eGmbH Stadt des KdF-Wagens. 1945 wurde die Stadt des KdF-Wagens in Wolfsburg umbenannt, und ihre Volksbank in Volksbank Wolfsburg eGmbH. Am 27. März 1952 erfolgte der erste Spatenstich für das heute noch bestehende Bankgebäude in der damals im Aufbau befindlichen Porschestraße, und bereits im Dezember des gleichen Jahres zog die Bank von der Goethestraße in die Porschestraße um. Ihre erste Zweigstelle wurde gegenüber dem Brandenburger Platz im Stadtteil Wohltberg eingerichtet. 1959 folgte die Eröffnung einer weiteren Zweigstelle im damals noch zum Landkreis Gifhorn gehörenden Neindorf, um die in den Dörfern des Hasenwinkels wohnenden Kunden ortsnah betreuen zu können. Auch in anderen Stadtteilen Wolfsburgs wurden Zweigstellen eröffnet: 1961 Rabenberg, 1962 Hellwinkel und Tiergartenbreite, 1964 Detmerode, 1969 Eichelkamp und Sandkamp, sowie 1972 Laagberg, Westhagen und am Rand von Kästorf an der Oebisfelder Straße in einer Wohnsiedlung, die um 1970 vom Volkswagenwerk Wolfsburg für ausländische Gastarbeiter erbaut worden war. Das Dorf Kästorf selbst gehörte damals zum Einzugsgebiet der Volksbank Vorsfelde. 1975 erfolgte eine Umbenennung in Volksbank Wolfsburg eG. 1982 bezog die Volksbank Wolfsburg ihr neuerbautes Bankgebäude Am Mühlengraben,[9] in diesem Zusammenhang wurde die nahegelegene Geschäftsstelle im Stadtteil Hellwinkel geschlossen. Seitdem befindet sich im ehemaligen Bankgebäude an der Reislinger Straße ein Friseursalon. Im Jahr 2000 gingen die Volksbank eG Gifhorn und die Volksbank Vorsfelde eG in der Wolfsburger Bank auf, die von da an Volksbank eG Wolfsburg hieß.

Aus der Spar- und Darlehenskasse Meine ging die Genossenschaftsbank Papenteich und später die Volksbank Papenteich eG Meine hervor.[10] Sie wurde der Volksbank eG Gifhorn angeschlossen.

Im April 2013 vollzog die Volksbank BraWo den Einstieg in das Private Banking. Dafür wurden die Mitarbeiter des Privat-Banking-Bereichs der Credit Suisse in Braunschweig übernommen[11] und die Braunschweiger Privatbank gegründet.[12][13]

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 hat die Bank mit der Volksbank Peine eG fusioniert.[3][14]

BraWoPark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Bauvorhaben BraWoPark, einem der größten privatwirtschaftlichen Bauprojekte Braunschweigs,[5] ist die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg als Hauptinvestor aufgetreten. Das aus zwei "Business-Centern" und einem "Shopping-Center" bestehende Ensemble wurde Ende 2015 eingeweiht. Standort ist das ehemalige, 75.000 Quadratmeter große Gelände der Deutschen Post in der Nähe des Braunschweiger Hauptbahnhofs.[15] Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund 130 Millionen Euro, von denen die Volksbank BraWo 110 Millionen Euro trägt.[16]

Im BraWoPark wurden Büro- und Einzelhandelsflächen geschaffen. Unter anderem haben hier ein Fachmarktzentrum und der mit 6.500 Quadratmetern Verkaufsfläche größte Edeka-Markt Niedersachsens eröffnet.[17][18] Ein InterCityHotel der Deutschen Hospitality wurde im November 2016 eröffnet.[16][19]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestandteil der sozialen Aktivitäten ist eine jährliche Ausschüttung der Zweckerträge aus dem Gewinnsparen. Die Erträge der 1952 gegründeten Gewinnspargemeinschaft fließen u. a. an örtliche Sportvereine. 2016 gingen rund 36.700 Euro an 36 regionale Organisationen.[20]

Im Jahr 2005 wurde die Volksbank BraWo Stiftung mit einem Stiftungskapital von 10 Millionen Euro gegründet.[21] Laut eigener Auskunft erhöhte die Volksbank das Stiftungskapital in zwei Schritten auf 30 Millionen Euro.[22] Gemeinsam mit dem ebenfalls 2005 von der Volksbank BraWo gegründeten Kindernetzwerk United Kids Foundations unterstützte die Stiftung in der Region Braunschweig-Wolfsburg bislang mehr als 425 Projekte, die über 52.250 Kindern und Jugendlichen zugutekamen.[23] Eine Spendeninitiative Ende 2015 erbrachte insgesamt 12,8 Millionen Euro.[24] Ein Ziel von United Kids Foundations ist die Bekämpfung von Kinderarmut in der Region.[25]

Die Volksbank BraWo Stiftung hat im Jahr 2015 als erste Stiftung in der Gesamtregion Braunschweig-Wolfsburg das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) erhalten.[26][21] Das DZI Spenden-Siegel wurde 2016 erneuert.[27]

Zur Volksbank BraWo gehört die gemeinnützige Tochtergesellschaft Engagementzentrum, die eine Crowdfunding-Plattform für die Region betreibt.[28]

Unternehmensgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Schloßsee GmbH, Braunschweig
  • Blueorange Development Partner GmbH, Braunschweig
  • Braunschweiger Immobilien Management GmbH, Braunschweig
  • Braunschweiger Parken GmbH, Braunschweig
  • Braunschweiger Privatbank, Braunschweig
  • BraWoCity, Wolfsburg
  • BraWo Green Power, Braunschweig
  • BraWo Invest Baumarkt Gifhorn GmbH, Gifhorn
  • BraWo Invest Lilienthalhaus GmbH, Braunschweig
  • BraWo Invest Magni Eins GmbH, Braunschweig
  • BraWo Invest Porschestraße 68 GmbH, Wolfsburg
  • BraWo Invest Stöckheimer Markt GmbH, Braunschweig
  • BraWo Invest Weinheimer Tor GmbH, Weinheim
  • BraWo Invest Schlosscarree GmbH, Braunschweig
  • BraWoPark, Braunschweig
  • Döhler Hosse Stelzer GmbH & Co. KG, Braunschweig
  • EngagementZentrum gGmbH, Braunschweig
  • Hotel Allerpark GmbH, Wolfsburg
  • MCG Blueorange GmbH, Braunschweig
  • VBW-Gesellschaften, Braunschweig
  • Volksbank BraWo Immobilien GmbH, Braunschweig
  • Volksbank BraWo Immobilienleasing GmbH, Braunschweig
  • Volksbank BraWo Projekt GmbH, Braunschweig (2003 gegründet)[29]
  • Volksbank BraWo Service GmbH, Braunschweig
  • Volksbank BraWo Stiftung, Braunschweig
  • Volksbank BraWo Unternehmensbeteiligungen, Braunschweig
  • Wohnen am Beberbach GmbH, Braunschweig
  • Wohnen am Klingenberg GmbH, Braunschweig
  • Wohnen am Stadtwald GmbH, Wolfsburg
  • Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover[30]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksbank Wolfsburg eG (Hrsg.): 50 Jahre Volksbank Wolfsburg 1925 – 1975. Wolfsburg 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Unternehmens- und Geschäftsdaten
  3. a b siehe chronologischer Abdruck, Braunschweig Genossenschaftsregister 100001; online im Unternehmensregister.
  4. Volksbank Brawo: Geschäftsbericht 2016. (PDF) 20. April 2017, abgerufen am 16. August 2017.
  5. a b Christian Göttner, Holger Isermann: Die Volksbank BraWo kurz und knapp. 18. Dezember 2014, abgerufen am 14. November 2018.
  6. Heinz Pohlendt: Der Landkreis Helmstedt. Bremen-Horn 1957, S. 218.
  7. Geschichte von Tülau auf Internetpräsenz der Gemeinde Tülau, abgerufen am 21. Januar 2017.
  8. Filialschließung: Bankkunden protestieren. In: wolfsburger-nachrichten.de. 21. Oktober 2002, abgerufen am 9. Juli 2016.
  9. Volksbank Wolfsburg (Hrsg.): Geschäftsbericht 1982. Wolfsburg 1983, S. 15–16.
  10. Informationen des ehemaligen Filialleiters auf Internetpräsenz der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 24. Januar 2017.
  11. Volksbank Brawo übernimmt Experten der Credit Suisse. In: braunschweiger-zeitung.de. 21. Dezember 2012, abgerufen am 9. Juli 2016.
  12. Jonas Fehling: Ethik und Werte: Diese Bank bietet saubere Renditen. In: Fokus Money Online. 12. Februar 2014, abgerufen am 9. Juli 2016.
  13. Kein selbständiges Kreditinstitut, sondern eine Zweigniederlassung der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg in Braunschweig.
  14. Volksbank BraWo fusioniert mit Peine. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung. 9. Juni 2016, S. 18.
  15. Robert Braumann: BraWoPark wurde feierlich eröffnet. 24. November 2015, abgerufen am 20. Juli 2016.
  16. a b BraWo-Park entsteht für 130 Mio. Euro in Braunschweig. In: IZ Aktuell. 20. Juli 2012.
  17. Norbert Jonscher: Volksbank zählt täglich bis zu 10 000 Kunden im Brawo-Park. (Nicht mehr online verfügbar.) 13. Januar 2016, archiviert vom Original am 22. August 2016; abgerufen am 20. Juli 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.standort38.de
  18. BraWoPark: Shopping-Center ist eröffnet. 25. November 2015, abgerufen am 20. Juli 2016.
  19. IntercityHotel Braunschweig eröffnet. In: deutschehospitality.com. 17. November 2016, abgerufen am 29. Januar 2017.
  20. Sylvia Telge: Volksbank überreichte Schecks: Über 36.700 Euro für 36 Vereine. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung. 24. Februar 2016, S. 18.
  21. a b Volksbank BraWo Stiftung. 23. März 2015, abgerufen am 9. Juli 2016.
  22. Volksbank BraWo Stiftung. (Nicht mehr online verfügbar.) 2016, ehemals im Original; abgerufen am 5. Juli 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.volksbank-brawo-stiftung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. United Kids Foundations: 20 Millionen Euro Grenze geknackt. 21. Juni 2015, abgerufen am 19. Juli 2016.
  24. 12,8 Mio für United Kids Foundations. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung. 21. November 2015, S. 24.
  25. Chris Niebuhr: Stadthalle: Ein Konzert gegen die Kinderarmut. In: Aller-Zeitung. 20. Oktober 2015, S. 11.
  26. Volksbank BraWo Stiftung erhält DZI Spenden-Siegel. (Nicht mehr online verfügbar.) 2. April 2015, archiviert vom Original am 30. August 2016; abgerufen am 9. Juli 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.braunschweigeranzeiger.de
  27. Siegel für die Stiftung der Volksbank Brawo. In: braunschweiger-zeitung.de. 13. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
  28. Melanie Stallmann: „Gemeinsam helfen“: Resonanz auf die WAZ-Initiative bereits enorm. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung. 14. April 2018, S. 18.
  29. Die Volksbank BraWo Projekt GmbH. In: vbbrawo-projekt.de. Abgerufen am 4. März 2018.
  30. Volksbank BraWo Unternehmensgruppe. In: wir-sind-brawo.de. Abgerufen am 14. November 2018.

Koordinaten: 52° 25′ 26,2″ N, 10° 47′ 47,2″ O