Volksbank im Westen
| Staat | |
|---|---|
| Sitz | Heinsberg |
| Rechtsform | eingetragene Genossenschaft |
| Bankleitzahl | 370 694 12[1] |
| BIC | GENO DED1 HRB[1] |
| Gründung | 1874 |
| Verband | Genoverband e.V. |
| Website | www.volksbank-im-westen.de |
| Geschäftsdaten 2025 | |
| Bilanzsumme | 3,9 Mrd. EURO |
| Mitarbeiter | 530 |
| Geschäftsstellen | 24 (+ 10 SB) |
| Mitglieder | 45.000 |
| Leitung | |
| Vorstand | Dirk Cormann (Vorstandssprecher) Peter Jorias Ulrich Lowis Jens Ulrich Meyer |
| Aufsichtsrat | Ulrike Weitz (Aufsichtsratsvorsitzende) |
| Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland | |
Die Volksbank im Westen eG ist eine Genossenschaftsbank, die am 3. September 2026 durch die Fusion der Aachener Bank eG und der Volksbank Heinsberg eG entstand. Die bisherigen Institute bestehen innerhalb der Bank als Niederlassung Aachener Bank und Niederlassung Volksbank Heinsberg fort.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgängerin Volksbank Heinsberg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ursprünge der späteren Volksbank Heinsberg reichen bis in das Jahr 1874 zurück. Am 31. August 1874 gründeten Heinsberger Bürger eine Bank in der Rechtsform einer Genossenschaft. Am 18. März 1891 wurde diese in die Aktiengesellschaft „Heinsberger Volksbank AG“ umgewandelt.
Ein weiterer Ursprung lag in der am 15. März 1895 gegründeten Spar- u. Darlehenskasse Karken. 37 Männer aus der Gemeinde Karken unterzeichneten im Saal Kremers in Karken die Beitrittserklärung der jungen Genossenschaft. Das Gründungsjahr schloss die Genossenschaft mit einer Bilanzsumme von 20.000 Reichsmark, einem Eigenkapital von 300 Reichsmark und einem Gewinn von 4 Reichsmark ab. Bis zum Jahresende 1895 zählte die Bank 62 Mitglieder.
Im Jahr 1915 erreichte die Spar- u. Darlehenskasse Karken 256 Mitglieder und eine Bilanzsumme von 646.000 Reichsmark. Nach dem Währungsschnitt mit Einführung der Rentenmark am 25. November 1923 sank die Bilanzsumme bis 1925 auf 166.000 Rentenmark. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte erneut Wachstum ein; 1954 belief sich die Bilanzsumme bereits auf 729.000 DM.
Fusionen im Raum Heinsberg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1961 beschloss die Generalversammlung der Spar- und Darlehnskasse Karken den Zusammenschluss mit der Spar- und Darlehnskasse Kempen. Im selben Jahr erfolgte die Umfirmierung in Raiffeisenbank Karken-Kempen. 1966 folgte die Fusion mit der Spar- und Darlehenskasse Birgelen.
Weitere Fusionen erfolgten 1970 mit den Spar- und Darlehenskassen Effeld-Ophoven und Braunsrath-Laffeld sowie 1972 mit der Spar- und Darlehenskasse Waldfeucht-Breberen. 1978 schloss sich die Bank mit der Spar- und Darlehenskasse Kirchhoven zusammen und verfügte anschließend über zwölf Geschäftsstellen. 1991 fusionierte sie mit der Spar- und Kreditbank Heinsberg, die 1895 als Dremmener Darlehenskassenverein gegründet worden war.
Zum hundertjährigen Bestehen im Jahr 1995 wies die Genossenschaft ein Bilanzvolumen von 475 Millionen DM auf. Im Jahr 1998 wurde in der Siemensstraße in Heinsberg ein Beratungs- und Dienstleistungszentrum als Hauptstelle errichtet.
Nach ersten Gesprächen im Jahr 2002 wurde die Fusion mit der Raiffeisenbank Selfkant eG im Jahr 2005 vollzogen. 2008 folgte die Fusion mit der Raiffeisenbank eG, Geilenkirchen. Im Jahr 2015 fusionierten die Heinsberger Volksbank AG und die Raiffeisenbank eG, Heinsberg zur Volksbank Heinsberg eG.[3]
Im Jahr 2020 wurden Pläne für eine Fusion mit der Aachener Bank eG bekannt, die jedoch 2021 zunächst nicht weiterverfolgt wurden. Stattdessen fusionierte die Volksbank Heinsberg eG 2022 mit der Raiffeisenbank Erkelenz eG.[4]
Vorgängerin Aachener Bank
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Aachener Bank eG wurde am 3. Dezember 1899 in Aachen von neun Handwerksmeistern als Aachener Creditbank eG gegründet. Zu den Mitbegründern gehörte Adam Johann Jakob Bragard, Deutscher Konsul und schwedischer Vizekonsul. Die Eintragung beim königlichen Amtsgericht in Aachen erfolgte am 30. Dezember 1899.
Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 überstand die Aachener Creditbank eG aufgrund ihrer Liquiditätslage vergleichsweise stabil. Während der Kriegsjahre stieg die Bilanzsumme an und erreichte 1942 rund 4 Millionen Reichsmark. Die Zeit bis zur Währungsreform 1948 war von Stagnation geprägt, zugleich unterstützte die Bank den Wiederaufbau durch Kreditvergabe. 1953 wurde die Firmenbezeichnung von Aachener Creditbank eG in Aachener Bank eG geändert.
Fusionen und Expansion im Raum Aachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1960 fusionierte die Aachener Bank mit der Volksbank Alsdorf. In den 1960er Jahren wurden fünf neue Zweigstellen in Aachen eröffnet. 1977 folgte die Fusion mit der Volksbank Jülich. Am 1. Dezember 1982 wurden die im Stadtbereich liegenden beiden Zweigstellen der ehemaligen Volksbank Kohlscheid übernommen. Noch im selben Jahr wurde eine weitere Zweigstelle im Aachener Industriegebiet Dresdener Straße eröffnet.
Seit 1984 war die Aachener Bank auch im Aachener Stadtteil Brand vertreten. 1990 eröffnete sie vorübergehend eine Zweigstelle in Eupen. Weitere Geschäftsstellen entstanden unter anderem in Würselen (1992) und Inden-Altdorf (1993).
Im Jahr 1998 fusionierte die Aachener Bank mit der Raiffeisenbank Walheim-Kornelimünster, 2001 mit der Volksbank Aachen-Süd und 2015 mit der Raiffeisenbank Aldenhoven. Dadurch erweiterte sich das Geschäftsgebiet auf Aachen und benachbarte Kommunen wie Aldenhoven, Alsdorf, Baesweiler, Inden, Jülich und Linnich.
Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Volksbank im Westen eG ist als eingetragene Genossenschaft organisiert. Die früheren Institute Aachener Bank und Volksbank Heinsberg bestehen als Niederlassungen fort.[5]
Regionales Engagement
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits ihre Vorgängerin Aachener Bank eG engagierte sich in der Region durch die Unterstützung von Vereinen, Veranstaltungen sowie karitativen und gemeinnützigen Projekten. Über viele Jahre war sie Haupt- und Namenssponsor des Radrennens „Aachener Bank – Rund um Dom und Rathaus“.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
- ↑ Fusion der Aachener Bank eG und Volksbank Heinsberg eG. Abgerufen am 17. September 2026 (deutsch).
- ↑ Raiffeisenbanken stehen vor der Fusion. 12. März 2004, abgerufen am 17. September 2026 (deutsch).
- ↑ Christos Pasvantis: Häuser aus Erkelenz und Heinsberg: Fusion zwischen Volks- und Raiffeisenbank ist perfekt. 28. Juni 2022, abgerufen am 17. September 2026.
- ↑ fusion. Abgerufen am 17. September 2026 (deutsch).