Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando

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Logo der Volksbefreiungsfront Palästinas

Die Volksbefreiungsfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando (arab. ‏الجبهة الشعبية لتحرير فلسطين - القيادة العامة‎, engl. Popular Front for the Liberation of Palestine - General Command, PFLP-GC) ist eine revolutionäre palästinensisch-nationalistische Untergrundorganisation, die für einen unabhängigen Staat Palästina kämpft. Sie wird von den USA, Kanada,[1] der Europäischen Union[2] und Israel als terroristisch eingestuft.

Geschichte[Bearbeiten]

Die PFLP-GC sagte sich im Jahre 1968 auf Druck des syrischen Regimes[3]unter der Führung von Ahmad Jibril, eines ehemaligen syrischen Offiziers, von der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) los. Sie lehnt Verhandlungen mit Israel ab und legt den Schwerpunkt auf den bewaffneten Kampf. Die PFLP-GC wird von Syrien unterstützt. Als einzige palästinensische Organisation darf sie in Syrien ihre militärischen Stellungen und Waffen behalten[3]. Ihr Hauptquartier befindet sich in Damaskus. Sie unternahm mehrere Selbstmordanschläge und Bombenattentate. Sie ist mit Kämpfern im Libanon, Gazastreifen und dem Westjordanland präsent. Bei den Kämpfen im libanesischen Bürgerkrieg agierte sie an der Seite der syrischen Armee[3].

Im Juni 2011 verübte die PFLP-GC im Flüchtlingslager Yarmouk ein Massaker. Sie hatte Jugendliche aufgefordert, an der israelischen Grenze mit nackter Brust israelische Soldaten anzugreifen. Bei der Beerdigung der Toten riefen die Teilnehmer Parolen, die gegen die PFLP-GC gerichtet waren, daraufhin schoss die Organisation in die Menge. Das syrische Regime betrachtete von da an alle Palästinenser als feindlich[3].

Während des Bürgerkriegs in Syrien eroberten syrische Rebellen am 18. Dezember 2012 das Flüchtlingslager Jarmuk. Während der mehrtägigen Gefechte liefen zahlreiche Kämpfer der Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando zu den Rebellen über. Ahmad Dschibril floh am 16. Dezember aus dem Flüchtlingslager. Die verblieben PFLP-Kämpfer zogen sich nach Norden zu den syrischen Regierungstruppen zurück.[4] Das Verhalten der PFLP-GC bei den Kämpfen in Yarmouk stiess bei anderen linken Palästinenserorganisationen auf heftige Kritik, die auf deren geringe Größe hinwiesen[5].

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Currently listed entities – Palestine Liberation Front (PLF) (Memento vom 9. Februar 2009 im Internet Archive)
  2. Official Journal of the European Union (PDF; 40 kB)
  3. a b c d Flucht und Vertreibung im Syrien-Konflikt, Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ISSN 2194-2242, Juli 2014, S. 18-19, 25
  4. http://de.euronews.com/2012/12/18/syrische-rebellen-erobern-pflp-lager
  5. PFLP on Defense in Gaza Over Ties to Assad Al Monitor, 27. Dezember 2012