Volkskrieg (Maoismus)

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Der Volkskrieg oder auch Langwieriger Volkskrieg (Chinesisch: 人民战争) ist eine maoistische Militärstrategie, die zuerst von Mao Zedong entwickelt wurde. Das grundlegende Konzept des Volkskrieges ist es, einen starken Rückhalt in der Bevölkerung zu erhalten, den Gegner zu einem Kampf in möglichst weit von ihm entfernten Gebieten, in China etwa die ländlichen Regionen, zu zwingen, um seine Nachschubstrecken zu vergrößern, wo dann die bewaffnete Bevölkerung eine Mischung aus Guerilla- und Mobilkrieg nutzt und den Gegner langsam „ausbluten lässt“. So sollen die Städte allmählich vom Land aus eingekreist und dann erobert werden.[1] Nach Mao gibt es im Prozess des Volkskrieges und der Weltrevolution drei Momente: 1. strategische Defensive 2. strategisches Gleichgewicht 3. strategische Offensive.[2]

Die Strategie wurde beispielsweise von der KPCh im Chinesischen Bürgerkrieg, vom Vietcong im Vietnamkrieg, den Roten Khmer im Kambodschanischen Bürgerkrieg oder der LPRP im Laotischen Bürgerkrieg angewandt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mao Zedong: Mao Tse-Tung Ausgewählte Werke. Band 2. Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1968, S. 127–228.
  2. Hans Jürgen Eitner: Mao Tse-tungs Kriegsphilosophie