Volksverpetzer

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Volksverpetzer ist ein deutsches Weblog, das sich der Entlarvung von Falschmeldungen[1] widmet und über die Hintergründe politischer und populistischer Narrative aufklären will.[2]

Blog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Blog wurde 2015 während der sogenannten Flüchtlingskrise von Thomas Laschyk gegründet, um dem Hass und der Hetze im Netz durch Quellen belegte Gegenargumente entgegenzusetzen.[3] Die Beiträge wurden später auf Mimikama als Kolumne veröffentlicht, bevor das Projekt selbständig wurde.[1] Bekannt wurde der Volksverpetzer unter anderem durch den Slogan „Lebe stets so, dass die AfD etwas dagegen hat“.[3]

Bei dem Namen des Blogs handelt es sich um ein Wortspiel mit dem Begriff „Volksverhetzer“.[4] Die Aufmachung der Posts ist oft plakativ.[5] So zeichnen sich die Titel der Beiträge meist dadurch aus, dass sie bewusst reißerisch formuliert sind; sie haben ein klares Framing und appellieren an Emotionen. Auf diese Weise soll in den Sozialen Medien eine möglichst breite Masse an Lesern angesprochen und laut Laschyk „Strategien der Verschwörungsideologen gegen sie [verwendet werden]“.[6] Auch Satire ist bisweilen ein Stilmittel des Blogs.[7]

Die etwa 20 Mitarbeiter von Volksverpetzer sind überwiegend ehrenamtlich für das Medium tätig.[1] Die Inhalte des Blogs sind frei und kostenlos verfügbar. Das Projekt finanziert sich nach eigenen Angaben im Wesentlichen durch Spenden.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Volksverpetzer wurde im März 2020 als „Blogger*in des Jahres 2019“ mit dem Goldenen Blogger ausgezeichnet:[8]

„Das Team rund um das Projekt „Volksverpetzer“ tun das, was in 2019 leider immer wichtiger geworden ist: Sie checken Fakten! Doch nicht nur das. Das Team rund um Chefpetze Thomas Laschyk besteht aus jeder Menge Ehrenamtlichen, die sich in ihrer Freizeit mit politischen Themen und Narrativen beschäftigen und aufdecken, anprangern und gegenhalten!“

Jury Goldener Blogger
  • Im Juli 2020 erhielt der Volksverpetzer den Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Mut“.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dennis Horn: Die Volksverpetzer sind die Blogger des Jahres. In: Digitalistan. WDR, 10. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020 (deutsch).
  2. Volksverpetzer. Abgerufen am 3. Mai 2020.
  3. a b Jens Reichenbach: „Blogger des Jahres“: Bielefelderin gehört zum Team der Stunde. Abgerufen am 2. Mai 2020.
  4. "Volksverpetzer" ist Blog des Jahres 2019. SWR Rheinland-Pfalz, 30. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020.
  5. Werben & Verkaufen: Goldene Blogger: Volksverpetzer ist Blog des Jahres | W&V. 10. März 2020, abgerufen am 5. Juli 2020.
  6. Baha Kirlidokme: Blog „Volksverpetzer“ gegen Fake News: „Zielgruppe ist die breite Masse“. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Juni 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 29. Juni 2020]).
  7. Westdeutsche Zeitung: Lustig gegen Rechts: Ist Satire das richtige Mittel gegen Nazis? Abgerufen am 4. Juli 2020.
  8. Der Volksverpetzer ist Blogger des Jahres 2019. In: Die Goldenen Blogger. 13. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020 (deutsch).
  9. Medienpreis 2020: Das sind die Gewinner. Abgerufen am 26. Juli 2020.