Volmerswerth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen der Landeshauptstadt Düsseldorf
Volmerswerth

Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf
Führt kein Wappen.svg
Lage im Stadtgebiet
Basisdaten[1]
Geographische Lage: 51° 11′ N, 6° 46′ OKoordinaten: 51° 11′ N, 6° 46′ O
Höhe: 38 m ü, NN
Fläche: 2,13 km²
Einwohner: 2.264 (31. Dezember 2013)
Bevölkerungsdichte: 1.063 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1487
Stadtbezirk: Stadtbezirk 3
Stadtteilnummer: 035
Verkehrsanbindung
Stadtbahn: U 72
Buslinie: 726
Nachtverkehr: NE8
St. Dionysius

Volmerswerth ist ein älterer, noch etwas landwirtschaftlich geprägter, kleiner Stadtteil von Düsseldorf im Stadtbezirk 3.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volmerswerth liegt direkt am Rhein, gegenüber von Neuss-Grimlinghausen und grenzt an die Düsseldorfer Stadtteile Flehe, Bilk und Kappes-Hamm. Es hat eine kleinere katholische Kirche (St. Dionysius) mit regelmäßigen Gottesdiensten und einer eigenen Pfarrgemeinde. Schulen gibt es in Volmerswerth nicht. Der Stadtteil hat eine Fläche von 2,13 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel Volmerswerth wurde 1173 erstmals als Fischereisiedlung als Besitz des Klosters Schwarzrheindorf in einer Urkunde erwähnt, in der der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg die Privilegien von Schwarzrheindorf bestätigte. Um 1300 wurde die Kapelle erbaut, deren Patronat St. Dionysius erstmals in den Visitationsprotokollen von 1550 erwähnt wird. Die Ritter von Eller spielten hier im 15. Jahrhundert eine große Rolle; schon im 15. Jahrhundert trat dann die mit ihnen verwandte Familie Ingenhoven ihre Nachfolge an; 1452 heiratete Swenhold, die Tochter Rutgers von Eller, Bernd Ingenhoven. Die Äbtissin von Schwarzrheindorf setzte gemeinsam mit den Nachkommen der Familie von Eller den Pfarrer ein (bis 1803). Auf dem Abteihof befand sich das „Hofgericht auf dem Volmerswerth“.[2] 1456 erhielt der Ort einen Gerichtsstand, 1487 wurde Volmerswerth zu Düsseldorf eingemeindet. 1780 wurde die Küsterei erstmals urkundlich erwähnt. 1834 erwarb der Düsseldorfer Stadtrat Johann Philipp Baum den Abteihof; 1847 erbaute er das neue Haupthaus an der Dorfstraße. Zum Hof gehörten auch eine Schmiede. Die neugotische Kirche St. Dionysius stammt aus dem Jahr 1856. Das Hochwasser von 1882 wurde vom Dichter Hans Müller-Schlösser in einer Ballade geschildert. Der Schriftsteller Stefan Andreas arbeitete als Student beim Bau des Rheindammes mit und verarbeitete seine Erlebnisse in Volmerswerth in seinem ersten Roman. Der Rheindeich wurde nach dem großen Hochwasser des Winters 1925/26 errichtet.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baustelle für 2 Mehrfamilienhäuser

In Volmerswerth leben 2.173 Menschen (Stand: 31. Oktober 2007). Die Bevölkerungsdichte liegt damit bei 1.020 Einwohnern pro km². Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung beträgt 40,1 %. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 %, der Anteil nichtdeutscher Staatsbürger 9,2 %. 2016: In den letzten Jahren entstanden und entstehen in Volmerswerth mehrere Wohn-Neubauten, wodurch die Bevölkerung zugenommen und ihre Struktur sich vermutlich verändert hat.

Infrastruktur und Freizeitwert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über 70 % der Fläche Volmerswerths werden heute noch landwirtschaftlich genutzt.[3] Volmerswerth bietet nur Güter des täglichen Bedarfs an. Die nächsten Grundschulen befinden sich in den benachbarten Stadtteilen Bilk und Flehe. Volmerswerth ist an den öffentlichen Nahverkehr durch die Stadtbahnlinie U 72 angeschlossen. Die Rheinpromenade auf dem Rheindeich ist sonn- und feiertags für den Autoverkehr, ausgenommen Anlieger und Linienbusse, gesperrt. Der Volmerswerther Rheindeich hat sich daher zu einem beliebten Treffpunkt für Spaziergänger, Radfahrer und Inlineskater entwickelt. Der Schützenverein "St. Sebastianus Schützenbruderschaft e.V." ist sehr aktiv und organisiert nebst Umzügen und Ritualen auch jährlich eine kleine Kirmes im Stadtteil.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 035 – Volmerswerth
  2. Volmerswerth.de: „Historisches“, abgerufen am 2. November 2012
  3. Duesseldorf.de: Volmerswerth, abgerufen am 2. November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Düsseldorf-Volmerswerth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien