Voltlage

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Voltlage
Voltlage
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Voltlage hervorgehoben
Koordinaten: 52° 26′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Samtgemeinde: Neuenkirchen
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 42,35 km2
Einwohner: 1743 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49599
Vorwahl: 05467
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 032
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Overbergstraße 4
49599 Voltlage
Webpräsenz: www.voltlage.de
Bürgermeister: Norbert Trame
Lage der Gemeinde Voltlage im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Emsland Landkreis Vechta Osnabrück Alfhausen Ankum Bad Essen Bad Iburg Bad Laer Bad Rothenfelde Badbergen Belm Berge (Niedersachsen) Bersenbrück Bippen Bissendorf Bohmte Bramsche Dissen am Teutoburger Wald Eggermühlen Fürstenau Gehrde Georgsmarienhütte Glandorf Hagen am Teutoburger Wald Hasbergen Hilter am Teutoburger Wald Melle Kettenkamp Menslage Merzen Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) Nortrup Ostercappeln Quakenbrück Rieste Voltlage WallenhorstKarte
Über dieses Bild

Voltlage ist eine Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde Neuenkirchen im Westen des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

Der Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist denkbar, dass Voltlage den Stamm fole (volde, valde) in sich trägt, der Hürde bedeutet. Man spricht den Ortsnamen als „Woltlage“ aus, wie die physikalische Einheit Volt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voltlage liegt im westlichen Bramgau am Übergang zum Tecklenburger Land.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voltlage grenzt im Norden an Fürstenau und Merzen, im Osten an Neuenkirchen sowie im Süden an Recke und im Westen an Hopsten (beide Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindeteile sind

  • Höckel
  • Voltlage – Sitz der Gemeindeverwaltung
  • Weese

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Katharina prägt das Bild des Ortskerns.

Voltlage ist zum größten Teil römisch-katholisch. Der Hochaltar und die Seitenaltäre der 1766 geweihten katholischen Pfarrkirche St. Katharina stammen von dem Bildhauer Johann Heinrich König (1705–1784) aus Münster (Westfalen).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Höckel und Weese eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Voltlage seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Voltlage im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen [3] auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden.[2]

Jahr Einwohner
1961 1.704
1970 1.648
1987 1.587
1990 1.645
1995 1.739
2000 1.769
2005 1.825
2010 1.782
2011 1.754

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat seit der Kommunalwahl 2016 zehn Mitglieder aus zwei Parteien oder Gruppen. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Vorsitzender des Rates.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Gemeinde Voltlage: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU GRÜNE Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1996–2001 94,7 11 5,3 0 100 11 77,1
2001–2006 88,5 10 11,5 1 100 11 71,4
2006–2011 90,6 10 9,4 1 100 11 63,7
2011–2016 87,09 10 12,91 1 100 11 65,52
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[4], Landkreis Osnabrück[5][6].
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit November 2016 der Landwirt Norbert Trame.[7] Sein Vorgänger war Bernhard Egbert (CDU), der das Amt 15 Jahre lang innehatte.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen besteht aus drei Ähren, die die Ortsteile Voltlage, Weese und Höckel symbolisieren und einem gebrochenen Wagenrad, welches für die Namenspatronin Katharina von Alexandrien der Voltlager Kirche steht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimatmuseum in Höckel

Es gibt ein Heimatmuseum in Höckel.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundstein für die katholische Kirche St. Katharina im Ortskern von Voltlage wurde im Jahre 1752 gelegt. Bis zu deren Einweihung vergingen gut drei Jahre. Äußerlich macht die Kirche einen sehr schlichten Eindruck, im Innenraum befindet sich jedoch einer der prachtvollsten Barockaltäre des Umkreises. Außerdem befindet sich in der Katharinenkirche eine sehr seltene Klausing- Orgel, welche jedoch dringend einer Renovierung bedarf.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen einige Busverbindungen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück von Voltlage nach Neuenkirchen, Merzen, Fürstenau und Recke.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Overberggrundschule, Schulleiterin: Annette Krone

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detail der Overberg-Statue im Ortszentrum

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Mönter (ehem. Bürgermeister in Voltlage),
  • Pastor Hermann Rotermann († 15. Januar 2013).

Söhne und Töchter der Gemeinde Voltlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Voltlage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 254.
  3. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
  4. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
  5. Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001 (Memento vom 25. Mai 2005 im Internet Archive) (PDF; 528 kB)
  6. Die Kommunalwahl Landkreis Osnabrück vom 11. September 2011 (enthält auch Ergebnisse 2006). Landkreis Osnabrück, abgerufen am 6. März 2016 (PDF 8,0MB S. 39 Spalte "Gemeindewahlen").
  7. Peter Selter: Norbert Trame neuer Voltage Bürgermeister. noz.de, 3. November 2016.
  8. Peter Selter: Bernhard Egbert bewies gutes Händchen für Voltlage. noz.de, 3. November 2016.