Volvo Ocean Race

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Volvo Ocean Race
Fahrzeugtyp Volvo Ocean 65
Land oder Region International
Aktueller Name Volvo Ocean Race
Erste Saison 1973
Ericsson 4 (der Gesamtsieger 2008/09, links) und Ericsson 3 in Stockholm am 17. Juni 2009

Das Volvo Ocean Race (vormals The Whitbread Round the World Race) ist eine seit 1973 alle vier, bzw. seit 2006 alle drei Jahre durchgeführte Segelregatta, die einmal um die ganze Welt verläuft. Die Regatta startet im Herbst in Europa, die weitere Route führt durch den Atlantik, umrundet Afrika, führt in den Südpazifik nach Amerika und von dort wieder zurück nach Europa. Aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse, vor allem im Südpazifik (Wellenhöhen von 30 m und Windgeschwindigkeiten von 110 km/h), gilt die Regatta als eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport. Insgesamt sind rund 45.000 km zurückzulegen. Die Regatta wird in Etappen gesegelt, welche einzeln gewertet werden (Punktevergabe) und am Ende zu einem Endergebnis führen (es zählt nicht die am Ende tatsächlich gesegelte Zeit).

Die ersten sechs Austragungen hießen noch The Whitbread Round the World Race nach dem damaligen Hauptsponsor, der britischen Brauerei Whitbread. Für die siebte Austragung (1997–1998) wurde der Name aufgrund der Beteiligung von Volvo für den Hauptpreis in Whitbread (Round the World) Race for the Volvo Trophy (abgekürzt aber ebenfalls Whitbread) geändert.[1] Die achte Durchführung (2001-02) wurde nach einem vollständigen Sponsorenwechsel erstmals unter dem neuen Namen Volvo Ocean Race durchgeführt. Diese Regatta gewann das unter deutscher Flagge startende Team Illbruck unter Skipper John Kostecki.

2006 entschied man sich, das Volvo Ocean Race von nun an alle drei Jahre durchzuführen. In der Regatta, die im Oktober 2014 in Alicante startete, nahmen zu Beginn sieben Teams teil.

Regatten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pen Duick VI, der Sieger der 2. Etappe (Bild 2007)
Peter von Danzig (heute: Peter von Seestermühe), deutscher Teilnehmer 1973/74 (Bild 2008)

Whitbread 1973–1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Regatta startete in Portsmouth am 8. September 1973. Siebzehn Yachten der unterschiedlichsten Größen und Formen nahmen daran teil. Während der Regatta ertranken drei Segler: Paul Waterhouse, Dominique Guillet und Bernie Hosking.

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger
1 Portsmouth Kapstadt Südafrika Great Britain II
2 Kapstadt Sydney Australien Pen Duick VI
3 Sydney Rio de Janeiro Brasilien Great Britain II
4 Rio de Janeiro Portsmouth England Great Britain II

Die Regatta gewann die Sayula II, eine Serienyacht vom Typ Swan 65 der finnischen Werft Nautor’s Swan, gesteuert von Ramon Carlin (Mexiko) in einer Zeit von 133 Tagen und 13 Stunden.

Vor Kap Hoorn wurde die führende Yacht Adventure vom britischen Patrouillienschiff HMS Endurance mit neun Salutschüssen begrüßt. Einer der Schüsse ging versehentlich durch die Genua der Yacht.[2]

Erster deutscher Teilnehmer und letztes Boot im Ziel (Last Ship Home) war die 1936 gebaute Kieler Yawl Peter von Danzig unter Reinhardt Laucht vom Akademischen Segler-Verein in Kiel. Dafür gab es für die jungen Studenten immerhin noch den Preis „for the best performance of a losing yacht“ und für Skipper Reinhardt Laucht den Schlimbach-Preis.

Das Rennen war ein großer Erfolg – abgesehen von seinen Tragödien. Zur wichtigsten Lektion wurde, dass unter den äußersten Bindungen Sicherheit mindestens ebenso wichtig ist wie Geschwindigkeit.

Whitbread 1977–1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. August 1977 starteten in Southampton bei Sturm und Regen fünfzehn Boote zur zweiten Austragung der Regatta rund um die Welt.

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger
nach gesegelter Zeit
Etappensieger
nach berechneter Zeit
1 Southampton Kapstadt Südafrika Flyer Flyer
2 Kapstadt Auckland Neuseeland Heath's Condor 33 Export
3 Auckland Rio de Janeiro Brasilien Great Britain II Gauloise II
4 Rio de Janeiro Southampton England Heath's Condor Gauloise II

Whitbread sponserte auch die zweite Ausgabe des Rennens, und es wurde bekannt gegeben, es alle vier Jahre auszutragen. Die Regatta fand zwischen August 1977 und März 1978 statt und ging erneut über vier Etappen, mit der Änderung, dass Auckland (Neuseeland) statt Sydney Etappenziel war.

Nach dem Erfolg des ersten Rennens gab es erneut ein großes Teilnehmerfeld. 15 Yachten aus 6 Ländern meldeten sich für die Weltumsegelung an, und alle erreichten das Ziel. Die Sicherheitsregeln schrieben unter anderem Sicherungsleinen vor, um Todesfälle wie in der ersten Ausgabe des Rennens zu verhindern. Dadurch, dass der Seemann seine Rettungsweste und Lifebelt mit der Sicherungsleine verbindet, verringert er in erheblichen Maße die Gefahr, in der See verloren zu gehen, wenn er über Bord gespült wird.

Drei der teilnehmenden Boote waren schon beim vorherigen Rennen dabei.

  • Great Britain II, geführt von Rob James und mit 16 zahlenden Crew-Mitgliedern,
  • 33 Export, neu geriggt als 7/8-Sloop, mit dem jüngsten Skipper im Feld, dem 23-jährigen Alain Gabbay
  • Adventure, wieder als Trainingsboot des Verteidigungsministeriums Großbritanniens, wobei die umfangreichen Crew-Wechsel in den Etappenhäfen für große Kontroversen sorgten.

Great Britain II erzielt mit der geringsten Gesamtfahrzeit von 134 Tagen erneut die Line Honours, jedoch aufgrund des Handicaps der kleineren Yacht ging der Gesamtsieg an einen niederländischen Teilnehmer, Cornelis van Rietschoten, mit seiner von Sparkman & Stephens gebauten 65-Fuß-Ketch Flyer, die 136 Tage für die Fahrt und nach berechneter Zeit 119 Tage benötigte.

Zu den Besonderheiten des Rennens gehörte, dass Clare Francis die erste Frau wurde, die einen Whitbread-Teilnehmer als Skipper führte, und zwar die Swan 65 ADC Accutrac. Skip Novak debütierte beim Whitbread als Navigator an Bord der King’s Legend, ebenfalls eine Swan 65 genauso wie die Disque d’Or.

Gesamtwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Yacht Nationalität Skipper Berechnete Zeit
1 Flyer NiederlandeNiederlande Niederlande Cornelis van Rietschoten (NiederlandeNiederlande Niederlande) 119 Tage 1 Stunde
2 Kings's Legend Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Nich RatCliffe,
Mike Clancy (beide Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
121 Tage 11 Stunden
3 Traité de Rome Europaische UnionEuropäische Union Europäische Union Philippe Hanin (FrankreichFrankreich Frankreich) 121 Tage 18 Stunden
4 Disque d’Or SchweizSchweiz Schweiz Pierre Fehlmann (SchweizSchweiz Schweiz) 122 Tage 10 Stunden
5 ADC Accutrac Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Clare Francis (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 126 Tage 20 Stunden
6 Gauloises II FrankreichFrankreich Frankreich Eric Loizeau (FrankreichFrankreich Frankreich) 127 Tage 7 Stunden
7 Adventure Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich James Watts, David Leslie, Ian Bailey-Willmot,
Robin Duchesne (alle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
128 Tage 2 Stunden
8 Neptune FrankreichFrankreich Frankreich Bernard Deguy (FrankreichFrankreich Frankreich) 130 Tage 11 Stunden
9 B&B Italia ItalienItalien Italien Corrado di Majo (ItalienItalien Italien) 132 Tage 2 Stunden
10 33 Export FrankreichFrankreich Frankreich Alain Gabbay (FrankreichFrankreich Frankreich) 133 Tage 00 Stunden
11 Tielsa NiederlandeNiederlande Niederlande Dirk Nauta (NiederlandeNiederlande Niederlande) 133 Tage 00 Stunden
12 Great Britain II Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Rob James 134 Tage 10 Stunden
13 Debenhams Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich John Ridgway (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich) 135 Tage 19 Stunden
14 Japy-Hermes FrankreichFrankreich Frankreich Jean Michel Viant 143 Tage 6 Stunden
15 Heath’s Condor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Leslie Williams, Robin Knox-Johnston
(Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich)
144 Tage 00 Stunden

Whitbread 1981–1982[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. August 1981 starteten 29 Boote in Southampton zur dritten Austragung der Regatta rund um die Welt..

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger
nach gesegelter Zeit
Etappensieger
nach berechneter Zeit
1 Southampton Kapstadt Südafrika Flyer II Kriter IX
2 Kapstadt Auckland Neuseeland Flyer II Ceramco NZ
3 Auckland Mar del Plata Argentinien Flyer II Mor Bihan
4 Mar del Plata Portsmouth England Flyer II Ceramco NZ

Es gewann die von German Frers (Argentinien) entworfene Maxi-Yacht Flyer II, die vom Gewinner der letzten Regatta Cornelius van Rietschoten gesteuert wurde. Bemerkenswert ist, dass die Siegeryacht Flyer sowohl nach Gesamt- und berechneter (korrigierter) Zeit gewann. Zwanzig der gestarteten 29 Yachten kamen ins Ziel.

An dieser Weltregatta nahm die Walross III des Akademischen Segler Vereins Berlin (ASV) teil.

Whitbread 1985–1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. September 1985 starteten in Southampton fünfzehn Boote.

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger
nach gesegelter Zeit
Etappensieger
nach berechneter Zeit
1 Southampton Kapstadt Südafrika UBS Switzerland L'Esprit d'Equipe
2 Kapstadt Auckland Neuseeland Atlantic Privateer Philips Innovator
3 Auckland Punta del Este Uruguay UBS Switzerland L'Esprit d'Equipe
4 Punta del Este Portsmouth England UBS Switzerland L'Esprit d'Equipe

Die L'Esprit d'Equipe gesteuert von Lionel Péan gewann die Regatta in einer korrigierten Zeit von 111 Tagen und 23 Stunden. Phillips Innovator war Zweiter und Fazer Finland Dritter. (UBS Switzerland war das nach Zeit schnellste Boot, gefolgt von der Lion New Zealand und der Drum (Eigner Simon Le Bon) knapp dahinter.)

Whitbread 1989–1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989–1990 Gesamtstand

Platz Boot Nation Skipper Schiffstyp Zeit
1 Steinlager 2 NeuseelandNeuseeland Neuseeland Peter Blake (NZL) 84-Fuß-Ketsch 128 Tage 9 Std.
2 Fisher & Paykel NZ NeuseelandNeuseeland Neuseeland Grant Dalton (NZL) 82-Fuß-Ketsch 129 Tage 21 Std.
3 Merit SchweizSchweiz Schweiz Pierre Fehlmann (SUI) 80-Fuß-Slup 130 Tage 10 Std.
4 Rothmans Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Lawrie Smith (GBR) 80-Fuß-Slup 131 Tage 4 Std.
5 The Card SchwedenSchweden Schweden Roger Nillson / Ann Lippens (SWE) 80-Fuß-Ketsch 135 Tage 7 Std.
18 Maiden Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Tracy Edwards (GBR) 58-Fuß-Slup 167 Tage 3 Std.
21 La Poste FrankreichFrankreich Frankreich Daniel Mallé (FRA) 51-Fuß-Slup 181 Tage 22 Std.

An der Regatta nahmen verschiedene Bootsklassen teil. Auch ein reines Frauenteam nahm erstmals mit der von Tracy Edwards' gesteuerten Maiden teil. Obwohl die Frauen in einem kleineren Boot als ihre männlichen Konkurrenten fuhren, konnten sie in ihrer Klasse zwei Etappensiege erringen. Ab diesem Zeitpunkt war in jedem Whitbread-Race ein reines Frauenteam beteiligt.

Das Boot Creighton's Naturally lief während Leg 2, gegen 3 Uhr in der Früh, aus dem Ruder (Sonnenschuss). Dabei wurden die Crewmitglieder Anthony (Tony) Philips und Bart van den Dwey über Bord gespült. Beide konnten wieder an Bord geholt werden. Während Van den Dwey erfolgreich wiederbelebt werden konnte, gelang dies bei Philips selbst nach dreistündigem Kampf um sein Leben nicht. Einige Tage später wurde Philips mit dem Einverständnis seiner Angehörigen auf See beigesetzt.

1989–1990 Etappensieger

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger Skipper
1 Southampton Punta del Este Uruguay Steinlager 2 Peter Blake (NZL)
2 Punta del Este Fremantle Australien Steinlager 2 Peter Blake (NZL)
3 Fremantle Auckland Neuseeland Steinlager 2 Peter Blake (NZL)
4 Auckland Punta del Este Uruguay Steinlager 2 Peter Blake (NZL)
5 Punta del Este Fort Lauderdale USA (Florida) Steinlager 2 Peter Blake (NZL)
6 Fort Lauderdale Southampton England Steinlager 2 Peter Blake (NZL)

Für die Steinlager 2, gesteuert von Peter Blake, war es ein leichter Sieg. Seit der Regatta 1981/1982 gewann erneut der Sieger alle Etappen.

Aufgrund der Erfahrungen mit den unterschiedlichen Bootsklassen in Rennen wurde entschieden, für die zukünftigen Regatten eine einheitliche Bootsklasse zu entwickeln. So waren die Maxi-Yachten fast doppelt so groß wie die kleinsten Yachten und verfügten über mehr als die doppelte Segelfläche. Das Ergebnis dieser Unterschiede war, dass die kleineren Boote rund zehn Tage länger für jede Etappe benötigten. Im Ziel war der Letzte schließlich 52 Tage hinter Blakes Steinlager 2. Außerdem waren die großen Schiffe sehr kostenintensiv. Die neu geschaffene Klasse wurde W 60 genannt.

Whitbread 1993–1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Whitbread 1993/1994 wurde ebenfalls mit verschiedenen Bootsklassen gesegelt. Neu war jedoch der Einsatz der speziellen Whitbread-Yachten W60. Wie schon in den Jahren zuvor wurden Handicap-Regeln verwandt, um die Unterschiede auszugleichen. Durch die Teilnehmer wurden Maxi-Yachten und W60 verwandt, was zu engen Rennen führte. Da die Befürchtung bestand, dass nicht genug neue Boote für den Wettbewerb zur Verfügung stehen, wurde trotz Protesten den Maxi-Yachten die Teilnahme erlaubt.

1993–1994 Endstand

Platz Boot Nation Skipper Schiffstyp Zeit
1 NZ Endeavour NeuseelandNeuseeland Neuseeland Grant Dalton (NZL) Maxi 120 Tage 5 Std.
2 Yamaha JapanJapan Japan / NZL Ross Field (NZL) W60 120 Tage 14 Std.
3 Merit Cup Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Pierre Fehlmann (SUI) Maxi 121 Tage 2 Std.
4 Intrum Justitia Europaische UnionEuropäische Union Europäische Union Roger Nilson (SWE) / Lawrie Smith (GBR) W60 121 Tage 5 Std.
5 Galicia 93 Pescanova SpanienSpanien Spanien Javier de la Gandara (Esp) W60 122 Tage 6 Std.
6 Winston Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dennis Conner (USA) / Brad Butterworth (NZL) W60 122 Tage 9 Std.
7 La Poste FrankreichFrankreich Frankreich Eric Tabarly (FRA) Maxi 123 Tage 22 Std.
8 Tokio JapanJapan Japan Chris Dickson (NZL) W60 128 Tage 16 Std.
9 Brooksfield ItalienItalien Italien Guido Maisto (ITA) W60 130 Tage 4 Std.
10 Hetman Sahaidachny UkraineUkraine Ukraine Eugene Platon (UKR) W60 135 Tage 23 Std.
11 Reebok/Dolphin Youth Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Mathew Humphries (GBR) W60 137 Tage 21 Std.
12 Heineken Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dawn Riley (USA) W60 138 Tage 16 Std.
13 Odessa UkraineUkraine Ukraine Anatoly Verba (UKR) W60 158 Tage 4 Std.
DNF Fortuna SpanienSpanien Spanien Lawrie Smith (GBR) Maxi aufgegeben

Intrum Justitia wurde ursprünglich von Roger Nilson gesteuert. Er erkrankte jedoch während der Wettfahrt und wurde am Ende der ersten Etappe in Punta del Este von Lawrie Smith abgelöst.

Etappenergebnisse:

Etappe Start Zielhafen Zielhafen Etappensieger Skipper
1 Southampton Punta del Este Argentinien NZ Endeavour Grant Dalton (NZL)
2 Punta del Este (Uruguay) Fremantle Australien Intrum Justitia Lawrie Smith (GBR)
3 Fremantle Auckland Neuseeland NZ Endeavour Grant Dalton (NZL)
4 Auckland Punta del Este Argentinien NZ Endeavour Grant Dalton (NZL)>
5 Punta del Este Fort Lauderdale USA (Florida) Yamaha Ross Field (NZL)
6 Fort Lauderdale Southampton England Tokio Chris Dickson (NZL)

Whitbread 1997–1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal nahmen an der Regatta nur Yachten der W60-Klasse teil, und die Wertung erfolgte nach einem Punktesystem, um auch die kürzeren Etappen aufzuwerten. Um die mediale Verwertung zu verbessern, wurden insgesamt neun Etappen veranstaltet. Volvo trat auch zum ersten Mal als Sponsor der Trophäe und der Fernsehübertragungen auf. Die Regatta hieß somit Whitbread round the world race for the Volvo Trophy.

Gesamtergebnis:

Platz Boot Nation Skipper Punkte
1 EF Language SchwedenSchweden Schweden Paul Cayard (USA) 836
2 Merit Cup MonacoMonaco Monaco Grant Dalton (NZL) 698
3 Swedish Match SchwedenSchweden Schweden Gunnar Krantz (SWE) 689
4 Innovation Kvaerner NorwegenNorwegen Norwegen Knut Frostad (NOR) 633
5 Silk Cut Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Lawrie Smith (GBR) 630
6 Chessie Racing Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten George Collins / John Kostecki (USA) 613
7 Toshiba Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Dennis Conner (USA) / Paul Standbridge (NZL)[3] 528
8 Brunel Sunergy NiederlandeNiederlande Niederlande Hans Bouscholte / Roy Heiner (NED) 415
9 EF Education SchwedenSchweden Schweden Christine Guillou (FRA) 275
DNF America's Challenge Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Ross Field (NZL) 58

Etappensieger

Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger Skipper
1 Southampton Kapstadt Südafrika EF Language Paul Cayard (USA)
2 Kapstadt Fremantle Australien Swedish Match Gunnar Krantz
3 Fremantle Sydney Australien EF Language Paul Cayard (USA)
4 Sydney Auckland Neuseeland Merit Cup Grant Dalton (NZL)
5 Auckland São Sebastião Brasilien EF Language Paul Cayard (USA)
6 São Sebastião Fort Lauderdale USA (Florida) Silk Cut Lawrie Smith (GBR)
7 Fort Lauderdale Baltimore USA (Maryland) Brunel Sunergy Roy Heiner (NED)
8 Annapolis La Rochelle Frankreich Toshiba Paul Standbridge (NZL)
9 La Rochelle Southampton England Merit Cup Grant Dalton (NZL)

Volvo Ocean Race 2001–2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zieleinlauf der Illbruck in Kiel
Gesamtsieger Illbruck im Zielhafen Kiel
Boote der Teams SEB, tyco und News Corp im Zielhafen Kiel

Für die 2001/2002er Austragung des Wettkampfes übernahm Volvo (genau genommen: Volvo Group und Volvo Car Corporation gemeinsam) die Rolle des Titelsponsors, und die Regatta wurde in Volvo Ocean Race umbenannt. Zwischenstopps waren in Deutschland, Frankreich und Schweden (Volvos wichtigste europäische Märkte) vorgesehen. Das Punktesystem wurde überarbeitet, um die Regatta bis zum Schluss spannend zu halten.

Gesamtergebnis
Platz Boot Nation Skipper Punkte
1 Illbruck Challenge DeutschlandDeutschland Deutschland John Kostecki (USA) 61
2 ASSA ABLOY SchwedenSchweden Schweden Neal McDonald (GBR) 55
3 Amer Sports One Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Grant Dalton (NZL) 44
4 Team Tyco BermudaBermuda Bermudas Kevin Shoebridge (NZL) 42
5 News Corp AustralienAustralien Australien Jez Fanstone (AUS) 41
6 Djuice Dragons NorwegenNorwegen Norwegen Knut Frostad (NOR) 33
7 Team SEB SchwedenSchweden Schweden Gunnar Krantz (SWE) 32
8 Amer Sports Too Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Lisa McDonald (USA) 16
Etappensieger
Etappe Start Zielhafen Zielland Etappensieger
1 Southampton Kapstadt Südafrika Illbruck
2 Kapstadt Sydney Australien (New South Wales) Illbruck
3 Sydney Hobart Australien (Tasmanien) Assa Abloy
4 Hobart Auckland Neuseeland Assa Abloy
5 Auckland Rio de Janeiro Brasilien Illbruck
6 Rio de Janeiro Miami USA (Florida) Assa Abloy
7 Miami Baltimore USA (Maryland) Team News Corp
8 Baltimore La Rochelle Frankreich Illbruck
9 La Rochelle Göteborg Schweden Assa Abloy
10 Göteborg Kiel Deutschland Djuice Dragons

John Kostecki gewann nach seiner erfolgreichen Teilnahme als Co-Skipper mit George Collins auf der Chessie Racing im Whitbread 1997/98 zum ersten Mal das Volvo Ocean Race. Assa Abloys neue entwickelten Boote waren sehr schnell, jedoch nicht schnell genug. Insbesondere die lange Entwicklungsphase behinderte das Feintuning der Boote.

Die dritte Etappe wurde gemeinsam mit der legendären Sydney-Hobart-Regatta durchgeführt.

Volvo Ocean Race 2005–2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte Etappe 2005/2006: Pirates of the Caribbean (heute Mean Machine 20) bei der Einfahrt nach Göteborg

Bei der Austragung 2005–2006 gab es einige Neuerungen. Zum ersten Mal wurde nicht in Großbritannien gestartet. Außerdem wurde die Regatta mit einem neuen Bootstyp, dem Volvo Open 70, durchgeführt. Dieses Boot ist rund 1000 kg leichter als der Typ W60, hat eine größere Segelfläche sowie einen Schwenkkiel.[4][5]

Die Strecke ist rund 57.000 km lang und wird in neun Etappen innerhalb von neun Monaten absolviert. Dazu kommen noch Rennen in bestimmten Häfen, sogenannte „In-Port-Races“. Als Neuerung wurden auch sogenannte Pit-Stop-Häfen vorgesehen, die die längeren Etappen in kürzere Sektionen unterteilen. In diesen Häfen gibt es keine „In-Port-Races“. Um den Kurs der Boote besser zu kontrollieren, wurden außerdem sechs bestimmte Kontrollpunkte (Tore) eingeführt, bei deren richtiger Passage, gemäß der zeitlichen Reihenfolge Punkte vergeben werden.

Auch das Punktesystem wurde überarbeitet. Auf den normalen Etappen erhält der Sieger sieben Punkte, der Zweite sechs usw. Bei den „In-Port-Races“ erhält der erste 3,5 Punkte, der zweite drei usw. Die Punkte aus den „In-Port-Races“ machen 20 % der Gesamtpunktzahl aus. Man will so die Regatta in den Etappenhäfen für das Publikum interessanter gestalten.

Die Regatta startete am 5. November 2005 in Sanxenxo (Galicien) in Spanien und endete am 17. Juni 2006 in Göteborg (Schweden), dem Hauptsitz der Sponsoren „Volvo Car Corporation“ und „Volvo Group“.

Gesamtstand

Boot Nation Designer Skipper Punkte
ABN AMRO ONE NiederlandeNiederlande Niederlande Juan Kouyoumdjian Mike Sanderson 96,0
Pirates of the Caribbean Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Bruce Farr Paul Cayard 73,0
Brasil 1 BrasilienBrasilien Brasilien Bruce Farr Torben Grael 67,0
ABN AMRO TWO NiederlandeNiederlande Niederlande Juan Kouyoumdjian Sebastien Josse 58,5
Ericsson Racing Team SchwedenSchweden Schweden Bruce Farr Neal MacDonald / John Kostecki 55,0
movistar SpanienSpanien Spanien Bruce Farr Bouwe Bekking 48,0
Sunergy and Friends
ING Real Estate/Brunel
AustralienAustralien Australien Don Jones Grant Warington 15,5

Etappensieger

Etappe Ort Sieger/Erster
Prolog: In-port-race Sanxenxo (Galicien) Ericsson Racing Team
Etappe 1 VigoKapstadt ABN AMRO One
Kontrollpunkt Fernando de Noronha ABN AMRO One
In-port-race Kapstadt ABN AMRO One
Etappe 2 Kapstadt – Melbourne ABN AMRO One
Kontrollpunkt Kerguelen ABN AMRO One
Kontrollpunkt Eclipse Island ABN AMRO One
In-port-race Melbourne ABN AMRO One
Etappe 3 Melbourne – Wellington movistar
Etappe 4 Wellington – Rio de Janeiro ABN AMRO One
Kontrollpunkt Kap Hoorn ABN AMRO One
In-port-race Rio de Janeiro ABN AMRO One
Etappe 5 Rio de Janeiro – Baltimore/Annapolis ABN AMRO One
Kontrollpunkt Fernando de Noronha Movistar
In-port-race Baltimore Movistar
Etappe 6 Baltimore/Annapolis – New York ABN AMRO One
Etappe 7 New York – Portsmouth/UK ABN AMRO One
Kontrollpunkt Lizard Point ABN AMRO One
In-port-race Portsmouth ABN AMRO One
Etappe 8 Portsmouth – Rotterdam Brasil 1
In-port-race Rotterdam ABN AMRO One
Etappe 9 Rotterdam – Göteborg Pirates of the Caribbean

Das Boot Sunergy and Friends wurde nach der Akquirierung eines neuen Sponsors ab der zweiten Etappe in ING Real Estate/Brunel umbenannt. Auf der letzten langen Etappe von New York nach Portsmouth ging der Niederländer Hans Horrevoets vom Team ABN AMRO Two nachts über Bord und kam dabei (trotz sofort eingeleitetem Mann-über-Bord-Manöver) ums Leben. Auf der gleichen Etappe musste das Boot von Movistar aufgegeben werden, da Beschädigungen an der Kielschwenkmechanik auftraten, die zu einem starken Wassereintritt führten. Das Team Movistar wurde durch ABN AMRO Two, kurz nachdem sie ihren Mitsegler verloren hatten, erfolgreich geborgen.

Volvo Ocean Race 2008–2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Volvo Ocean Race wurde vom 4. Oktober 2008 bis zum 27. Juni 2009 mit Booten des Types Volvo Open 70[4] ausgetragen. Es führte in zehn Etappen von Alicante in Spanien rund um den Globus nach Sankt Petersburg in Russland. Nach acht Monaten auf See und über 37 000 gesegelten Meilen gewann das Team Ericsson 4 die Gesamtwertung der Hochseeregatta.[6]

Volvo Ocean Race 2011–2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das letzte Volvo Ocean Race fand 2011/2012 statt.[7] Start war in Alicante (Spanien) und der Zielort war Galway in Irland.[8]

Einige Änderungen am Regelwerk wurden vorgenommen. Während in der Vergangenheit nur in bestimmten Häfen In-Port-Races stattfanden, werden diese nun an allen Zwischenstopps durchgeführt. Außerdem werden die Überseeetappen bei der Punktevergabe gegenüber den In-Port-Races und den Scoring-Gates aufgewertet. Aus technischer Sicht wird der Bau von Testbooten verboten. Auch die Anzahl der erlaubten Modifikationen an Kiel, Ruder und Finnen wird limitiert. Eine Begrenzung der Segelanzahl und der Ersatzteile (z. B. nur ein Ersatzmast) soll auch Teams mit geringerem Etat die Teilnahme ermöglichen.[9]

Am 2. Juli um 00:49:11 UTC erreichte Franck Cammas mit seiner Crew „Groupama“ den Finalhafen Galway als Gesamtsieger.[10]

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Team Nation Designer Skipper Punkte Bemerkung
Groupama Sailing Team FrankreichFrankreich Frankreich Juan Kouyoumdjian Franck Cammas (FRA) 253 Sieger
CAMPER with Emirates Team New Zealand SpanienSpanien Spanien Marcelino Botin Chris Nicholson (AUS) 231 2. Platz
Puma Ocean Racing
powered by BERG Propulsion
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
DeutschlandDeutschland Deutschland
Juan Kouyoumdjian Ken Read (USA) 226 3. Platz
Team Telefónica SpanienSpanien Spanien Juan Kouyoumdjian Iker Martínez (ESP) 213 4. Platz
Abu Dhabi Ocean Racing Team Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate Bruce Farr Ian Walker (GBR) 131 5. Platz
Team Sanya China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Bruce Farr Mike Sanderson (NZL) 51 6. Platz

Route[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Route wurde genommen[8]:

Die Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi sorgte im Vorfeld für Schlagzeilen, da sie durch die gefährlichsten Seegebiete der Welt läuft. Um vor allem der Piraterie vor der Küste Somalias zu entgehen, wurde die Etappe in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste führt bis zu einem geheim gehaltenen Punkt im Indischen Ozean, wo die Yachten in einen Frachter verladen werden sollen. Es ist vorgesehen, dass dieser sie unter Waffenschutz bis kurz vor die Küste von Abu Dhabi transportiert, während die Crew-Mitglieder gesondert anreisen und schließlich die Regatta wieder aufnehmen. Reiseroute und Zielpunkt werden auch hier geheim gehalten. Während des Aufenthalts in besonders gefährlichen Seebereichen soll außerdem die Live-Übertragung unterbrochen werden.[11]

Volvo Ocean Race 2014–2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Auftakt des Volvo Ocean Race 2011–2012 am 29. Oktober 2011 in Alicante kündigte der Titelsponsor Volvo an, sein Engagement in dieser Regatta zu verlängern. Der Start zur ersten Etappe erfolgte am 11. Oktober 2014.[12][13] Die Route führte über Kapstadt, Abu Dhabi, Sanya, Auckland, Itajaí, Newport, Lissabon, Lorient und Den Haag schließlich zum Zielhafen Göteborg.[14] Der Sieg ging an das Abu Dhabi Ocean Racing Team unter Skipper Ian Walker.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volvo Ocean Race – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About the Race. Whitbread 1973–1974, auf den Internetseiten von www.volvooceanrace.org (engl.; abgerufen 8. Juni 2007)
  2. yacht-online: Kap Hoorn im Kielwasser (18. März 2009) Abgerufen am 18. März 2009
  3. Die Toshiba wurde ursprünglich von Chris Dickson gesteuert, dieser wurde aber nach der ersten Etappe entlassen. Auch Hans Bouscholte wurde nach der ersten Etappe durch Roy Heiner ersetzt. Das Team America's Challenge musste aufgrund finanzieller Probleme nach der zweiten Etappe aufhören.
  4. a b Yacht-online: Segelriss – Volvo Open 70 Abgerufen am 16. Februar 2009
  5. Yacht-online: Volvo Open 70 – Einblick in die Rennmaschine Abgerufen am 18. März 2009
  6. CNN: Volvo Ocean Race winners: 'We fought for every mile'. Abgerufen am 16. November 2015.
  7. yacht.de: Erste Meldung – aber Absage des Titelverteidigers. Abgerufen am 21. Februar 2010.
  8. a b VolvoOceanRace: Volvo Ocean Race 2011-12 racing schedule. Abgerufen am 1. Juli 2010.
  9. yacht.de: Erster Stopp 2011/2012 ist Kapstadt. Abgerufen am 21. Februar 2010.
  10. „Groupama“ gewinnt Regatta um die Welt Spiegel Online, 3. Juli 2012
  11. spiegel.de: Regatta vor Piratenküste. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  12. yacht.de: Start in eine sichere Zukunft. Abgerufen am 2. November 2011.
  13. yacht.de: Brillianter Start von Team Brunel. Abgerufen am 5. November 2014.
  14. volvooceanrace.com: Race Schedule. Abgerufen am 5. November 2014.
  15. yacht.de: Ungefährdeter Sieg für die Walker-Crew. Abgerufen am 22. Juni 2015.