Vorfreude

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Die Vorfreude des Wanderers: Der nahe Wasserfall kündigt sich mit seinem Schleier aus Wasserdunst an.

Die Vorfreude ist eine Emotion, die durch die Erwartung eines künftigen, positiven Ereignisses gekennzeichnet ist. Sie wird durch das Eintreffen dieses Ereignisses beendet. Die Vorfreude geht sowohl semantisch als auch zeitlich der Freude voran.

Tritt das erwartete Ereignis nicht ein, ist die dadurch hervorgerufene emotionale Reaktion zumeist Enttäuschung.

Forscher der University of California in Irvine haben empirisch belegt, dass Vorfreude den Endorphin-Spiegel erhöht und Stressgefühle vermindert.[1]

Bei der Erwartung besonders großartiger Dinge in näherer oder fernerer Zukunft können die Symptome der beteiligten, sich vorfreuenden Personen weit über die in der Studie beschriebenen hinausgehen, insbesondere, wenn zwei Menschen sich aufeinander freuen.

Ein Sprichwort (Bonmot) besagt 'Vorfreude ist die beste (oder: schönste) Freude'. Antoine de Saint-Exupéry illustriert in seinem Werk Der kleine Prinz die positiven Effekte von Vorfreude wie auch die negativen Auswirkungen bei Enttäuschung:

„Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen", sagte der Fuchs. "Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, um so glücklicher werde ich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist. Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll ... Es muß feste Bräuche geben.“

Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz

In einer experimentellen Studie wurde gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer ein freudiges Ereignis lieber drei Tage verschieben würde, als es sofort zu erleben.[2] Die Teilnehmer sollten sich vorstellen, ihren Lieblings-Filmstar küssen zu dürfen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Vorfreude – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht über Untersuchung der UC Irvine auf lifeline.de
  2. Dunn, Elizabeth, and Michael Norton. Happy money: The science of smarter spending. Simon and Schuster, 2013. S. 91.