Mindestgeschwindigkeit (Straßenverkehr)

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Die Mindestgeschwindigkeit, in Deutschland die Vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit, ist ein Begriff aus dem Straßenverkehr.

Verkehrszeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die entsprechenden Verkehrszeichen (siehe Bilder) verbieten, langsamer als mit der angegebenen Geschwindigkeit zu fahren. Wer wegen der Eigenschaften von Fahrzeug oder Ladung nicht so schnell fahren kann oder darf, darf die so gekennzeichnete Straße oder Fahrspur nicht benutzen. Jedoch darf und muss langsamer gefahren werden, wenn Straßen-, Verkehrs-, Sicht- oder Wetterverhältnisse es erfordern (§41 StVO, Art. 23 SSV).

Das Zeichen muss so angeordnet werden, dass Fahrzeuge bzw. Fahrer, welche die Mindestgeschwindigkeit nicht fahren können, dürfen oder wollen, die Straße bzw. Fahrspur vor dem Zeichen verlassen können.

Vorgabe für Spuren mehrspuriger Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Mindestgeschwindigkeit kann auch für die Benutzung einzelner Spuren einer mehrspurigen Straße vorgeschrieben sein.

So kann auf einer dreispurigen Autobahn mit starker Steigung für die mittlere Spur ein Tempo von beispielsweise 60 km/h und zur Benutzung der linken Spur eine Mindestgeschwindigkeit von 100 km/h durch Beschilderung angeordnet werden, um die Gefahr von Auffahrunfällen zu senken und Verkehrsbehinderungen durch langsame Fahrzeuge auf der Überholspur zu vermeiden.

In der Schweiz darf seit dem 1. Januar 2016 die äußerste Spur bei dreispurigen Autobahnen nur von Fahrzeugen, die 100 km/h oder mehr fahren dürfen, benutzt werden. Somit dürfen schwere Motorwagen diese Spur nicht nutzen, Gesellschaftswagen aber schon.[1]

Anforderung an die mögliche Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen bzw. Autostraßen gibt es keine Mindestgeschwindigkeit, soweit eine solche nicht durch ein entsprechendes Verkehrszeichen angeordnet ist. Zwar dürfen Autobahnen und Kraftfahrstraßen/Autostraßen nur von Kraftfahrzeugen bzw. Motorfahrzeugen benutzt werden,

  • in Deutschland solche, welche die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (im vollbeladenen Zustand in der Ebene) "mehr als 60 km/h" nach § 18 Abs. 1 Satz 1 StVO erfüllen,
  • in Österreich, welche eine Bauartgeschwindigkeit von "mindestens 60 km/h" nach § 46 Abs. 1 StVO aufweisen,
  • in der Schweiz, welche zulassungsbedingte Höchstgeschwindigkeit von "wenigstens 80 km/h" nach Art. 35 VRV erreichen können;

eine Vorgabe, wie schnell tatsächlich zu fahren sei, ist damit jedoch nicht verbunden.

Dies bedeutet, dass Mofas (25 km/h bzw. 30 km/h), Mopeds und Motorroller (z. B. 45 oder die Schweiz betreffend oft 75  km/h), Traktoren (25 bis 50 km/h) und alle nicht-motorisierten Fahrzeuge wie etwa Fahrräder von der Benutzung von Autobahnen ausgeschlossen sind, unabhängig von der tatsächlich erreichten Geschwindigkeit. Daneben gibt es weitere Vorschriften, die unabhängig von der bauart-/bzw. zulassungsbedingten Höchstgeschwindigkeit bestimmte Fahrzeuge von der Benutzung der Autobahnen ausschließen. Einzel-Ausnahmegenehmigungen zur Autobahnbenutzung sind möglich.

Behinderungsverbot und Geschwindigkeitsgebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch ohne einschlägige Beschilderung dürfen Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern (§ 3 Abs. 2 StVO für Deutschland; Art. 4 VRV für die Schweiz).

Für sämtliche Verkehrsteilnehmer gilt in Deutschland darüber hinaus § 1 StVO: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. @1@2Vorlage:Toter Link/www.astra.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
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