Vorklärbecken

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Ein Vorklärbecken ist ein Teil einer Kläranlage und dient der mechanischen Reinigung.

Das Abwasser gelangt über den Sand- und Fettfang (sofern vorhanden) in das Vorklärbecken, wo eine mechanische Reinigung stattfindet. Damit sich ungelöste, organische Stoffe oder auch grobe Stoffe wie Ohrstäbchen, Binden und weitere anorganische Stoffe, die beim Rechen nicht gefiltert wurden, absetzen, wird das Abwasser mit geringer Fließgeschwindigkeit durch das Vorklärbecken geleitet. Die Fließgeschwindigkeit wird durch eine Querschnittsverbreiterung des Beckens reduziert. Sie beträgt je nach Belastung der Kläranlage (Trocken- oder Regenwetter) etwa 1,5 cm/s.

Durch einen Räumer wird der Vorklärschlamm (Primärschlamm) in die Trichterspitzen des Vorklärbeckens geschoben und von dort aus mit Frischschlammpumpen in den Faulturm gepumpt, wo der endgültige Faulungsprozess abläuft. Der Vorklärschlamm hat einen Feststoffanteil um 5 %. Der pH-Wert liegt zwischen 5 und 6, da der Schlamm durch den Faulvorgang recht sauer ist. Das Abwasser aus dem Vorklärbecken fließt meist im freien Gefälle in das Bio-P-Becken oder in das Belebtschlammbecken.

Es gibt Längs- und Rundbecken. Die rechteckigen Längsbecken werden der Länge nach vom Abwasser durchflossen, bei den Rundbecken wird das Abwasser von der Mitte zum Rand geleitet.

Eine neue Technologie in diesem Bereich ist der Extremseparator. Ein zylindrisch/konischer Behälter enthält einen angepassten Diffusor der für eine schnelle und präzise Trennung von Wasser und Feststoffen sorgt. Der Extremseparator benötigt weniger als 1/10 der Grundfläche eines klassischen Absetzbeckens und ist zum Patent angemeldet.