Vorläufige Deckung

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Die vorläufige Deckung ist ein Vertragsverhältnis im Sinne des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG), bei dem dem Versicherten Versicherungsschutz schon vor Zahlung der ersten Prämie gewährt wird. Üblich ist sie insbesondere bei gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen, wie zum Beispiel der Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie ist dort Voraussetzung für die Zulassung des Fahrzeugs und ermöglicht es, dass dieses sofort nach der Zulassung – vor dem Ausstellen des Versicherungsscheins und der Prämienzahlung – in Betrieb genommen werden darf.

Mit Zugang der Deckungszusage beginnt der Versicherungsschutz sofort. Dies kann – wie beispielsweise im Kfz-Antragswesen üblich – bereits mit Antragstellung erfolgen, soweit entsprechende Vollmacht beim Vertreter des Versicherers vorliegt.

Die vorläufige Deckung ist im Sinne des VVG ein rechtlich selbständiger Vertrag. Dabei spielt keine Rolle, dass die Prämie und der Zeitraum der vorläufigen Deckung in den Hauptvertrag eingerechnet werden.

Zeitliche Begrenzung bzw. Kündigungsklauseln befristen die vorläufige Deckung (temporäre Deckung). Daneben endet die vorläufige Deckung bei Haftungsbeginn aus dem Hauptvertrag, bei endgültigem Scheitern der Vertragsverhandlungen, bei Widerruf des Hauptvertrags durch den Antragstellers oder bei Nichteinlösung des Versicherungsbeitrags.

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