Vormeister

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Vormeister

In der Armee Österreich-Ungarns war Vormeister ein militärischer Dienstgrad in der Gruppe der Mannschaften.

Der Vormeister (ung.: Fötüzer) gehörte ursprünglich nur zur Artillerie und entsprach dem Dienstgrad Gefreiter bei der Infanterie und dem Patrouilleführer bei den k.u.k. Feldjägern bzw. den k.u.k. Kaiserjägern, den k.k. Landesschützen und der Kavallerie. Als Dienstgradabzeichen (Distinktionsabzeichen) trug er einen einzelnen weißen Zelluloid-Stern auf dem roten Stehkragen zum Waffenrock und auf einer roten Unterlage (Paroli) zur Feldbluse.

Da das Personal der späteren selbstständigen Maschinengewehr-Abteilungen zur Artillerie gehörte, wurden auch hier die Gefreiten als Vormeister bezeichnet.

Der Vormeister stand über dem Kanonier und unter dem Geschütz-Vormeister (Gewehr-Vormeister bei den Maschinengewehr-Abteilungen).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rest-Ortner-Ilmig: Des Kaisers Rock im 1. Weltkrieg – Uniformierung und Ausrüstung der österreichisch-ungarischen Armee von 1914 bis 1918. Verlag Militaria, Wien 2002. ISBN 3-9501642-0-0.