Vyasa

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Vyasa (Begriffsklärung) aufgeführt.

Vyasa (Sanskrit, m. व्यासvyāsa „Ordner“ [1]), auch Vedavyasa („Ordner der Veden“) war ein mythischer Weiser, der als Ordner und Redaktor wichtiger altindischer Schriften gilt und der den Vedanta begründet haben soll.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vyasa war der illegitime Sohn des Rishi Parashara und der Satyavati. Wegen seiner dunkeln Hautfarbe und da er auf einer Insel im Fluss Yamuna geboren wurde, wird er auch Krishna Dvaipayana (»Dunkler Inselgeborener«) genannt. Obwohl er in yogischer Zurückgezogenheit lebte und geschlechtlichen Verkehr mied, zeugte er mit Ambika und Ambalika, den kinderlosen Witwen seines Halbbruders Vichitravirya, die Söhne Dhritarashtra und Pandu.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hinduismus gilt Vyasa als Ordner der Veden und als Autor des indischen Heldenepos Mahabharata. Der Weise Narada vermittelte ihm den Inhalt der Bhagavata-Purana. Er soll auch die Puranas geordnet und den Vedanta begründet haben. Da diese Schriften aus verschiedenen Epochen stammen, kann es sich nicht um ein und dieselbe Person handeln, obschon dies manchmal behauptet wird. In den Puranas werden zudem über 28 Vyasa unterschieden, die als kleinere Avatare von Vishnu oder Brahma gelten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willfried Huchzermeyer: Das Yoga-Lexikon. Karlsruhe 2009, ISBN 3-931172-28-7.
  • Hans Wilhelm Haussig (Hrsg.): Götter und Mythen des indischen Subkontinents (= Wörterbuch der Mythologie. Abteilung 1: Die alten Kulturvölker. Band 5). Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-909850-X.
  • Vyasa. In: John Dowson: A classical dictionary of Hindu mythology and religion, geography, history, and literature. London 1879, S. 370 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vyasa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vyāsa. In: Monier Monier-Williams: Sanskrit-English Dictionary. Clarendon Press, Oxford 1899, S. 1035, Sp. 2.