Wölbling

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Marktgemeinde
Wölbling
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wölbling
Wölbling (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten (Land)
Kfz-Kennzeichen: PL
Hauptort: Oberwölbling
Fläche: 32,29 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 15° 35′ OKoordinaten: 48° 19′ 0″ N, 15° 35′ 0″ O
Höhe: 342 m ü. A.
Einwohner: 2.471 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 77 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3124
Vorwahl: 02786
Gemeindekennziffer: 3 19 48
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Oberer Markt 1
3124 Wölbling
Website: www.woelbling.at
Politik
Bürgermeisterin: Karin Gorenzel (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(21 Mitglieder)
10
8
3
10 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Wölbling im Bezirk St. Pölten (Land)
AltlengbachAsperhofenBöheimkirchenBrand-LaabenEichgrabenFrankenfelsGablitzGerersdorfHafnerbachHaunoldsteinHerzogenburgHofstetten-GrünauInzersdorf-GetzersdorfKapellnKarlstettenKasten bei BöheimkirchenKirchberg an der PielachKirchstettenLoichMarkersdorf-HaindorfMaria AnzbachMauerbachMichelbachNeidlingNeulengbachNeustift-InnermanzingNußdorf ob der TraisenObritzberg-RustOber-GrafendorfPerschlingPressbaumPrinzersdorfPurkersdorfPyhraRabenstein an der PielachSchwarzenbach an der PielachSt. Margarethen an der SierningSt. PöltenStatzendorfStössingTraismauerTullnerbachWeinburgWilhelmsburgWölblingWolfsgrabenLage der Gemeinde Wölbling im Bezirk St. Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Oberwölbling
Oberwölbling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wölbling ist eine Marktgemeinde mit 2471 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wölbling liegt im Mostviertel zwischen Krems und St. Pölten am östlichen Abhang des Dunkelsteinerwaldes. Der Osten liegt in 270 Meter Meereshöhe, nach Westen steigt das Land auf über 500 Meter an. Die höchste Erhebung ist der Satzberg mit 698 Meter.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 32,28 Quadratkilometer. Davon sind 56 Prozent bewaldet, 35 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[2]):

  • Ambach (287)
  • Anzenhof (160) samt Hermannschacht und Kühstand
  • Hausheim (164)
  • Landersdorf (309)
  • Noppendorf (66)
  • Oberwölbling (1143)
  • Ratzersdorf (46)
  • Unterwölbling (272)
  • Viehausen (13)
  • Wetzlarn (11)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ambach, Anzenhof, Hausheim, Landersdorf, Noppendorf, Oberwölbling, Ratzersdorf und Unterwölbling.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden , südwestlich , nördlich und , östlich

Bergern im Dunkelsteinerwald (KR) Paudorf (KR)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Statzendorf
Dunkelsteinerwald (ME) Obritzberg-Rust

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befestigte bronzezeitliche Höhensiedlung südlich des Singerkreuzes

Zwischen ca. 2200 und 1600 vor Christus befand sich westlich von Ratzersdorf eine bedeutende bronzezeitliche Siedlung.[3]

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Noricum.

Die Burg Landersdorf wird erstmals 1115 urkundlich erwähnt. Das Rittergeschlecht der Lantrisdorf starb voraussichtlich Ende des 15. Jahrhunderts aus. Nachfolger bauten den einfachen Hof in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss um. Heute wird es als Revierleitung des Forstgutes, das dem Kloster Walpersdorf gehört, benutzt.[4]

Partnergemeinde ist seit Juli 2005 die oberbayrische Gemeinde Bischofswiesen. Beide verbindet ein Tauschgeschäft zwischen dem Erzbischof von Salzburg und dem Propst von Berchtesgaden im Jahre 1155.

An die schweren Kämpfe in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges im April und Mai 1945 erinnert der Soldatenfriedhof Oberwölbling, in dem mehr als 4.000 Gefallene zur letzten Ruhe gebettet wurden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Landersdorf
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wölbling

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 69, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 89. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1175. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,19 Prozent.

Fladnitztal-Radweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fladnitztal-Radweg führt als Rundstrecke durch die Gemeinden Obritzberg-Rust, Statzendorf, Wölbling und Karlstetten und ist auch für ungeübte Radfahrer bewältigbar.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[5] eine Volksschule und eine Mittelschule.[6]

Gemeindeamt

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 21 Sitze.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 11, die ÖVP 9 und die FPÖ 1 Mandat.[7] Bei der Gemeinderatswahl 2010 verschoben sich keine Mandate.[8] Bei der Gemeinderatswahl 2015 verlor die ÖVP 3 Mandate, eines wanderte zur SPÖ und mit 2 Sitzen zog die Liste Wölbling Miteinander (MIT) in den Gemeinderat ein.[9]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgendes Ergebnis: Liste SPÖ 10, Liste ÖVP 8, MIT 3 Mandate.[10]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist Karin Gorenzel.[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 2002 folgendes Wappen verliehen: Durch eine silberne Leiste gespalten, vorne in Schwarz eine goldene Kugel, hinten in Rot auf grünem Hügel ein silberner Turm mit schwarz geöffnetem Tor, schwarzen Fensteröffnungen, vier Zinnen mit schwarz geöffneten Schießscharten und einem blauen Dach mit silbernem Knauf.[12]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Stoll (1918–1993), Schlosser und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wölbling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Wölbling, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. November 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  3. Alexandra Krenn-Leeb: Sommerpost: Auf den Spuren der ältesten Steinarchitektur Österreichs. Universität Wien, 28. August 2019, abgerufen am 6. August 2021.
  4. Landersdorf. In: burgen-austria.com. Private Webseite von Martin Hammerl;
  5. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  6. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 28. September 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Wölbling. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 22. November 2018.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Wölbling. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 22. November 2018.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Wölbling. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 22. November 2018.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Wölbling. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 14. November 2021.
  11. Bürgermeisterin. Marktgemeinde Wölbling, 2. März 2017, abgerufen am 14. November 2021 (deutsch).
  12. Gedächtnis des Landes – Orte: Wölbling. Museum Niederösterreich, abgerufen am 14. November 2021.
  13. Startseite – Bischofswiesen. In: gemeinde.bischofswiesen.de. 10. November 2020, abgerufen am 16. November 2020.