Wölfis

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Wölfis
Stadt Ohrdruf
Wappen von Wölfis
Koordinaten: 50° 48′ 33″ N, 10° 46′ 46″ O
Höhe: 405 m
Fläche: 29,03 km²
Einwohner: 1454 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 99885
Vorwahl: 03624
Wahlbeteiligung: 55,3 % (2004: 63,6 %)
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20
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 2004: PDS

Wölfis ist ein Stadtteil von Ohrdruf im thüringischen Landkreis Gotha.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Tal des Oberschillbaches (früher Schilfbach), der sich am nordwestlichen Dorfrand mit einem weiteren Bach zum Hopbach (früher Rotenbach) vereint und etwa 1000 m weit die Grenze zum Truppenübungsplatz Ohrdruf im Norden bildet. Er mündet nach dem Durchfluss des Militärgeländes nördlich von Ohrdruf in die Ohra. Im Süden des Dorfes liegt der Nordhang des Thüringer Waldes. Der größte Teil des Gemeindegebietes wird vom Truppenübungsplatz eingenommen. Durch den Ort führt die L 2148, die von Ohrdruf (4 km nordwestlich) nach Crawinkel (4 km südlich) führt. Der nördliche Ortsrand grenzt unmittelbar an das Sperrgebiet des Militärgeländes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Wölfis in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Wolfduze erwähnt.
Um das Jahr 1378 hatte Cyzelo von Wiegleben ein Gut zu Wölfis. Am 20. Januar 1735 legte eine Feuersbrunst die Kirche nebst Pfarrwohnung, beide Schulgebäude und weitere 199 Gebäude in Schutt und Asche. Auch die kirchlichen Urkunden wurden ein Raub der Flammen, ein Grund für die spärlichen Informationen zur Frühgeschichte des Ortes. Unter Verwendung von Spenden konnte eine neue Kirche gebaut werden, die am 16. Oktober 1736 geweiht. 1780 war der Ort wieder weitgehend aufgebaut und zählte 294 Häuser, mehr als ein Drittel als im Jahrhundert zuvor. 1780 hatte das Dorf 1100 Einwohner.[3] Der Ort gehörte zum Amt Wachsenburg, welches 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha kam.

Am 1. Januar 2019 wurde die selbständige Gemeinde Wölfis in die Stadt Ohrdruf eingegliedert. Zuvor war Ohrdruf bereits erfüllende Gemeinde für Wölfis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl

  • 1780 – 1100
  • 1841 – 1320
  • 1860 – 1441
  • 1946 – 3000
  • 1994 – 1833
  • 1995 – 1843
  • 1996 – 1832
  • 1997 – 1824
  • 1998 – 1812
  • 1999 – 1792
  • 2000 – 1752
  • 2001 – 1732
  • 2002 – 1710
  • 2003 – 1686
  • 2004 – 1667
  • 2005 – 1655
  • 2006 – 1618
  • 2007 – 1595
  • 2008 – 1569
  • 2009 – 1549
  • 2010 – 1521
  • 2011 – 1473
  • 2012 – 1456
  • 2013 – 1472
  • 2014 – 1454
  • 2015 – 1452
  • 2016 – 1455
  • 2017 – 1454
(Ab 1994 jeweils am 31. Dezember): Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Dorfkirche (Lage→)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasmusiktradition hat der Ort seit 1878. Es gibt heute in Wölfis das Kinder- und Jugendblasorchester und das Blasorchester Wölfis. In diesen zwei Orchestern sind jeweils über 40 Mitglieder aktiv und treten bei Veranstaltungen in Thüringen und anderen Bundesländern auf. Außerdem weißt Wölfis noch auf eine große Anzahl von Vereinen, darunter den Karnevalsverein, den Verein der Freiwilligen Feuerwehr, den Schwimmbadverein und den Heimat- und Geschichtsverein.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwimmbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schwimmbad in Wölfis besteht seit etwa 1925. Es verfügt über 1.250 m² Wasserfläche (größtes Schwimmerbecken im LK Gotha), 3 Wasserrutschen, 3 Meter-Sprungturm, 140 m² Planschbecken, über 3.000 m² Liegefläche und über 400 m² FKK-Liegefläche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Leon (* um 1530 in Ohrdruf; † um Ostern 1597 in Wölfis), lutherischer Pfarrer und Kirchenliedautor
  • Peter Makolies (* 1936 in Königsberg), deutscher Bildhauer, ist in Wölfis aufgewachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2009&zeigeErg=GEM&wknr=067&gemnr=67081
  2. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2004&zeigeErg=GEM&wknr=067&gemnr=67081
  3. Galletti: Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha, Gotha 1780, S. 331

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wölfis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien