Wölfnitz (Klagenfurt am Wörthersee)

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14. Klagenfurter Bezirk
Wölfnitz
slow. Golovica pri Celovcu
Fläche 33,62 km²
Geografische Lage 46° 40′ N, 14° 15′ OKoordinaten: 46° 40′ N, 14° 15′ O
Höhe 451 m ü. A.
(Kirche St. Martin)
Einwohner 5535 (1. Jänner 2021[1])
165 Einwohner je km²
Postleitzahl 9061, 9027
Karte der Bezirke von Klagenfurt
Karte der Bezirke von Klagenfurt

Wölfnitz (slow. Golovica pri Celovcu) ist der 14. Bezirk der Landeshauptstadt Kärntens Klagenfurt am Wörthersee (Österreich).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Wölfnitz liegt im Nordwesten Klagenfurts und wird in Nordwest-Südost-Richtung vom Wölfnitzbach durchflossen, der dann in der Glan mündet. Er wird im Westen durch den Seltenheimer Berg (756 m) und im Osten durch den Ulrichsberg (1015 m) begrenzt. Wölfnitz grenzt an die Gemeinden Krumpendorf, Moosburg, Glanegg, Liebenfels, St. Veit an der Glan und Maria Saal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1955 wurde Wölfnitz durch die Zusammenlegung mit den Gemeinden Lendorf und Ponfeld zur Großgemeinde. Im Jahr 1969 übergab der damalige Landeshauptmann Kärntens Hans Sima den Bürgern der Gemeinde ihr neues Gemeindehaus. Jedoch erfolgte bereits im Jahr 1973 die Eingemeindung von Wölfnitz gemeinsam mit der Gemeinde St. Peter am Bichl (die heutigen Katastralgemeinden St. Peter am Kalsberg, St. Peter bei Tentschach, Tentschach, Nagra und Kleinbuch) sowie eines kleinen Teils der Gemeinde Liebenfels in das Stadtgebiet von Klagenfurt am Wörthersee. Am 21. Juni 1987 weihte der damalige Bischof Kärntens Egon Kapellari die neue Wölfnitzer Kirche. Im gleichen Jahr wurden der Pfarrkirche und dem Pfarrzentrum der Landespreis für gutes Bauen in Kärnten verliehen.

Die alte Pfarrkirche Hl. Michael existiert nicht mehr.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wölfnitz gliedert sich in neun Katastralgemeinden und folgende Ortschaften:

  • Großbuch: Großbuch
  • Großponfeld: Mörtschen, Neschka, Pitzelstätten, Ponfeld, Retschach, St. Martin am Ponfeld
  • Hallegg: Hallegg, Görtschach, Trettnig, Worunz
  • Kleinbuch: Kleinbuch
  • Lendorf: Kuchling, Lendorf, Seltenheim, Tultschnig, Wölfnitz
  • Nagra: Ehrenbichl, Emmersdorf, Nagra
  • St. Peter am Karlsberg: Leiten, Lippitz
  • St. Peter bei Tentschach: St. Peter am Bichl
  • Tentschach: Tentschach, Weißenbach

Seltenheimer Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Singkreises Seltenheim Klagenfurt ist eng mit jener des mittelalterlichen Schlosses Seltenheim verbunden. Mit der Entwicklung zu einem der renommiertesten Chöre Kärntens vereinigt der Singkreis Seltenheim inzwischen auch Sängerinnen und Sänger aus allen Teilen Kärntens. Der Singkreis Seltenheim in Klagenfurt entwickelte sich im Laufe der Zeit hinsichtlich des zahlenmäßigen Verhältnis der Mitglieder des Singkreises bezogen auf ihr Geschlecht zu einem ausgewogenen Chor, der mittlerweile 50 Sängerinnen und Sängern umfasst.

Zu den alljährlichen Höhepunkten des Chores gehören im Sommer die Darbietungen auf Schloss Seltenheim und das sogenannte Seltenheimer Adventsingen, das zu den größten Adventkonzerten Kärntens zählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakrale Bauwerke
  • Katholische Pfarrkirche Klagenfurt-Wölfnitz hl. Johannes der Täufer mit Pfarrzentrum (seit 1987) in Wölfnitz
  • Filialkirche St. Jakob d. Ältere im urtümlich romanisch-gotischen Stil mit eingemauerten römischen Relief- und Grabsteinen (2. Jahrhundert n. Chr.).
  • Katholische Filialkirche St. Peter am Bichl
  • Katholische Filialkirche Seltenheim hl. Andreas
  • Pfarrkirche Sankt Martin in Ponfeld
  • Filialkirche Heiliger Lorenz in Großbuch
  • Filialkirche Heiliger Paul in Emmersdorf
Profane Bauwerke
Bäuerliche Architektur in Lendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Wirtschaft des Stadtteils Wölfnitz stellen die Wirtschaftszweige Land- und Forstwirtschaft sowie holzverarbeitendes Gewerbe einen wesentlichen Faktor dar. Außerdem spielt der Stadtteil als Freizeit- und Naherholungsgebiet für Klagenfurt eine Rolle. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Golfplatz in Seltenheim zu nennen. Anhänger des Pferdesports stehen außerdem mehrere Reithöfe zur Auswahl.

Weingut „Karnburg“ in Leiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Südhang des Ulrichsbergs wird Weinbau betrieben, und dies trotz der für das Klagenfurter Becken typischen tiefen Temperaturen im Winter. Oberhalb der Ortschaft Stegendorf in der Gemeinde Maria Saal errichteten die beiden Pioniere auf dem Gebiet des Weinbaus in Kärnten, und zwar Sem Kegley und Dr. Georg Lexer, das Weingut „Karnburg“. Höchstwahrscheinlich wurde in diesem Gebiet bereits zur Zeit der Römer der Anbau von Wein betrieben.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DEHIO Kärnten. Topographisches Denkmälerinventar, S. 1075–1076. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 2001 (Dritte, erweiterte und verbesserte Auflage 2001, bearbeitet von Gabriele Russwurm-Biro), ISBN 3-7031-0712-X
  • Lendorf und die Feldkirchner Straße, Anton Kreuzer/Johann Jaritz, Klagenfurt 2008, Kreuzer Buch, Einigkeitsstraße Nr. 3, 9020 Klagenfurt
  • Landschaft zwischen Ponfeld und Ulrichsberg – Der Klagenfurter Stadtteil Wölfnitz, Anton Kreuzer (Hg.), Klagenfurt 2010, Kreuzer Buch, Einigkeitsstraße Nr. 3, 9020 Klagenfurt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wölfnitz (Klagenfurt am Wörthersee) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)