Wörnitz (Gemeinde)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wörnitz
Wörnitz (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wörnitz hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Schillingsfürst
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 24,46 km2
Einwohner: 1772 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91637
Vorwahlen: 09868, 07950, 09869Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 228
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rothenburger Str. 10
91637 Wörnitz
Webpräsenz: www.woernitz.de
Bürgermeister: Karl Beck (Allgemeine Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Wörnitz im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Wörnitz ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schillingsfürst.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörnitz liegt im Naturpark Frankenhöhe; durch das Gemeindegebiet fließt die Wörnitz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörnitz hat 17 Ortsteile:[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wörnitz beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 800 mm.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Namen hat Wörnitz vom gleichnamigen, die Gemeinde durchfließenden Fluss Wörnitz[3], welcher bei Donauwörth in die Donau mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort Wörnitz liegt an der Kreuzung ehemals bedeutender Heerstraßen und wurde im Mittelalter und in der frühen Neuzeit mehrmals zerstört. Eine alte Siedlung auf der heutigen Flur Brambach soll 1388 vollständig niedergebrannt worden sein. 1449 wurden Teile des Ämtleins Wörnitz erneut verwüstet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort ab 1632 mehrmals zerstört. Dichtem Nebel, der das Dorf für kaiserliche und kroatische Truppen (wegen ihrer bunten Uniformen Türken genannt) nicht sichtbar machte, ist die Verschonung des Ortes vor einer weiteren Zerstörung zu verdanken. Seitdem findet in Wörnitz morgens um acht Uhr das so genannte Türkenläuten statt.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern wurde 1990 umfassend saniert. Dabei wurde auf dem Dorfplatz vor der Dorfkirche St. Martin eine große Plastik aufgestellt, die an die mehrmalige Zerstörung des Ortes und die Verschonung von den „Türken“ erinnert.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. November 1971 wurden die selbstständigen Gemeinden Bottenweiler und Erzberg mit Wörnitz zusammengeschlossen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Wörnitz mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 0955 Einwohner
  • 1950: 1210 Einwohner
  • 1961: 0946 Einwohner
  • 1970: 0972 Einwohner
  • 1979: 0991 Einwohner
  • 1991: 1339 Einwohner
  • 1995: 1528 Einwohner
  • 2003: 1596 Einwohner
  • 2005: 1635 Einwohner
  • 2010: 1632 Einwohner
  • 2015: 1772 Einwohner

Gemeinde Wörnitz ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 583 Einwohner[6]
  • 1933: 500 Einwohner
  • 1939: 480 Einwohner[7]
  • 1961: 531 Einwohner
  • 1970: 585 Einwohner
  • 1987: 456 Einwohner[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion Freie Wählergemeinschaft gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,44 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Beck ist seit Mai 2002 der Bürgermeister.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine aus einem grünen Dreiberg, der mit einem silbernen Wellenbalken belegt ist, wachsende grüne Linde, beseitet von zwei roten Zinnentürmen, die durch eine rote Mauer verbunden sind.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfplatz in Wörnitz mit Dorfkirche St. Martin und Gerichtslinde

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortsmitte von Wörnitz befindet sich die Dorfkirche St. Martin. Auf dem Dorfplatz davor steht eine alte Gerichtslinde. Eine Plastik erinnert an die Verschonung des Ortes im Dreißigjährigen Krieg, die Flurbereinigung 1977 und die Dorferneuerung 1990.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei Jahre findet im September Süddeutschlands größtes Nutzfahrzeug-Oldtimertreffen in Wörnitz statt. Beim 11. Treffen des Jahres 2009 waren rund 300 Fahrzeuge aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland vertreten.

Die Kirchweihe der St. Martin Kirche Wörnitz wird mitsamt den Feierlichkeiten, bestehend aus einem Festgottesdienst, Unterhaltungsprogramm, sowie mehreren kulturellen und kulinarischen Angeboten der ansässigen Vereine, jährlich an einem Wochenende im Oktober (meist zwischen dem 21.10. und 24.10.) in der Ortsmitte am Georg-Ehnes-Platz veranstaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörnitz ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wörnitz liegt unmittelbar an der Autobahn A 7 (Anschlussstelle 109 Wörnitz) und ist durch die Staatsstraße 2419 an die A 6 angebunden (Anschlussstelle 49 Feuchtwangen Nord). Die Bahnstrecke Steinach bei Rothenburg–Dombühl ist stillgelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Ehnes (1920–1991), ehemaliger Landtags- und Bundestagsabgeordneter der CSU, stammt aus Mittelstetten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Wörnitz. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 279–280 (Digitalisat).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 118–119.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wörnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wörnitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Wolf-Armin Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung.
  4. Friedrich Ringler (Präsident der Flurbereinigungsdirektion Ansbach): Ein Wegzeichen der Ländlichen Neuordnung durch Flurbereinigung und Dorferneuerung in Wörnitz
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  6. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/rothenburg.htm
  7. http://geschichte-on-demand.de/bay_rothenburgt.html
  8. http://wiki-de.genealogy.net/GOV:WORITZ_W8801
  9. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/