Wülknitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wülknitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wülknitz hervorgehoben

Koordinaten: 51° 22′ N, 13° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Verwaltungs­gemeinschaft: Röderaue-Wülknitz
Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 27,91 km2
Einwohner: 1639 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 01609
Vorwahl: 035263
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 340
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 21
01609 Wülknitz
Website: www.gemeinde-wuelknitz.de
Bürgermeister: Rico Weser
Lage der Gemeinde Wülknitz im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen)Diera-ZehrenEbersbach (bei Großenhain)GlaubitzGröditzGroßenhainHirschsteinKäbschütztalKlipphausenLampertswaldeLommatzschMeißenMoritzburgGröditzNiederauNossenNünchritzPriestewitzRadebeulRadeburgRiesaRöderaueSchönfeldStauchitzStrehlaThiendorfWeinböhlaWülknitzZeithainSachsenDresdenLandkreis BautzenLandkreis Sächsische Schweiz-OsterzgebirgeLandkreis MittelsachsenLandkreis NordsachsenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Wülknitz ist eine Gemeinde im Landkreis Meißen in Sachsen (Deutschland). Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Röderaue-Wülknitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Großenhainer Pflege in der Röderaue. Die Nachbarstädte sind die Stadt Großenhain (17 km), Gröditz (6 km) und Riesa (11 km).

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Wülknitz, Heidehäuser, Lichtensee, Peritz, Streumen und Tiefenau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wülknitz auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).

Wülknitz wurde erstmals im Jahr 1262, Lichtensee im Jahr 1284, Tiefenau im Jahr 1013 und Peritz im Jahr 1266 urkundlich erwähnt.

Während des Lustlagers von Zeithain, das August der Starke veranstaltete, wurde bei Streumen ein Opernhaus errichtet.

Am 1. Januar 1994 schlossen sich die jetzigen Ortsteile Heidehäuser, Lichtensee, Peritz, Streumen, Tiefenau (seit 1. November 1952 nach Eingemeindung ein Ortsteil von Lichtensee) und Wülknitz zur jetzigen Gemeinde Wülknitz zusammen.

Im Dezember 2015 wurde das erste Bürgerwindrad Sachsens in der Gemeinde Wülknitz in Betrieb genommen. Die genossenschaftlich betriebene 3-Megawatt-Anlage speiste im ersten Betriebsmonat 883.000 kWh ins Stromnetz ein. Die Baukosten von rund 5 Millionen Euro wurden von einer eigens gegründeten Energiegenossenschaft mithilfe eines kurzfristigen Bankdarlehens und nachrangiger Darlehen aufgebracht, die beteiligte Bürger über den Erwerb von Anteilen am Windrad gewährt haben.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 52,2 %
 %
50
40
30
20
10
0
49,1 %
17,9 %
8,6 %
24,5 %
WGS
OVW

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Ortsverein Wülknitz (OVW): 3 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft „Sankt Florian“ (WGS): 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Hannes Clauß (parteilos) wurde im Juni 2015 im Amt bestätigt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 169 verläuft durch Wülknitz. Durch den Wülknitzer Ortsteil Streumen führt der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal. Die Bahnhöfe Tiefenau und Wülknitz liegen an der Bahnstrecke Zeithain–Elsterwerda, auf welcher die Linie RB 45 zwischen Chemnitz, Riesa und Elsterwerda verkehrt. Auf dem Gebiet der Gemeinde Wülknitz verkehren zwei Buslinien zwischen Riesa und Gröditz.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wülknitz verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiner Sandig (* 1945), Pfarrer der Kirchgemeinde Streumen und Politiker (CDU)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Wülknitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 37. Heft: Amtshauptmannschaft Großenhain (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1914, S. 465.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2021 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011 (Gebietsstand 01.01.2021). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 21. Juni 2022. (Hilfe dazu).
  2. 1. Bürgerwindrad von Sachsen., in: Elektropraktiker, Ausgabe 2/2016. Verlag HUSS Medien, Berlin 2016, ISSN 0013-5569
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  4. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=GE&p_ort=14627340
  5. Kirchenbezirk Großenhain
  6. Orgelporträt (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive) auf der Webseite der Gottfried Silbermann-Gesellschaft, abgerufen am 9. April 2013.
  7. Tarifzonenplan mit Liniennetz 2022

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wülknitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien