Wülknitz

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Wülknitz in Sachsen. Der Ortsteil der Stadt Köthen (Anhalt) wird unter Wülknitz (Köthen) beschrieben.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wülknitz
Wülknitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wülknitz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 22′ N, 13° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Verwaltungs­gemeinschaft: Röderaue-Wülknitz
Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 27,86 km²
Einwohner: 1725 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01609
Vorwahl: 035263
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 340
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 21
01609 Wülknitz
Webpräsenz: www.gemeinde-wuelknitz.de
Bürgermeister: Hannes Clauß
Lage der Gemeinde Wülknitz im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen) Diera-Zehren Ebersbach (bei Großenhain) Glaubitz Gröditz Großenhain Hirschstein Käbschütztal Klipphausen Lampertswalde Lommatzsch Meißen Moritzburg Gröditz Niederau Nossen Nünchritz Priestewitz Radebeul Radeburg Riesa Röderaue Schönfeld Stauchitz Strehla Thiendorf Weinböhla Wülknitz Zeithain Sachsen Dresden Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Wülknitz ist eine Gemeinde im Landkreis Meißen in Sachsen (Deutschland). Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Röderaue-Wülknitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Großenhainer Pflege in der Röderaue. Die Nachbarstädte sind die Stadt Großenhain (17 km), Gröditz (6 km) und Riesa (11 km).

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Wülknitz, Heidehäuser, Lichtensee, Peritz, Streumen und Tiefenau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wülknitz wurde erstmals im Jahr 1262, Lichtensee im Jahr 1032, Tiefenau im Jahr 1013 und Peritz im Jahr 1266 urkundlich erwähnt.

Während des Lustlagers von Zeithain, das August der Starke veranstaltete, wurde bei Streumen ein Opernhaus errichtet.

Am 1. Januar 1994 schlossen sich die jetzigen Ortsteile Heidehäuser, Lichtensee, Peritz, Streumen, Tiefenau (seit 1. November 1952 nach Eingemeindung ein Ortsteil von Lichtensee) und Wülknitz zur jetzigen Gemeinde Wülknitz zusammen.

Im Dezember 2015 wurde das erste Bürgerwindrad Sachsens in der Gemeinde Wülknitz in Betrieb genommen. Die genossenschaftlich betriebene 3-Megawatt-Anlage speiste im ersten Betriebsmonat 883.000 kWh ins Stromnetz ein. Die Baukosten von rund 5 Millionen Euro wurden von einer eigens gegründeten Energiegenossenschaft mithilfe eines kurzfristigen Bankdarlehens und nachrangiger Darlehen aufgebracht, die beteiligte Bürger über den Erwerb von Anteilen am Windrad gewährt haben.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 52,2 %
 %
50
40
30
20
10
0
49,1 %
17,9 %
8,6 %
24,5 %
WGS
OVW
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Ortsverein Wülknitz (OVW): 3 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft "Sankt Florian" (WGS): 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naturschutzgebiet Tiefenauer Teichgebiet
  • Historisches Angerdorf Wülknitz
  • Kirche Lichtensee (im Jahr 1495 erbaut)
  • Rittergutsanlage und Schlosskapelle mit wertvollen Barockinterieur in Tiefenau (wahrscheinlich von George Bähr entworfen)
  • Silbermann-Orgel von 1728 in der Schlosskapelle Tiefenau[4][5]
  • Dorfkirche Streumen (ebenfalls 1495 erbaut)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 169 und die Bahnstrecke Riesa–Elsterwerda verlaufen durch die Gemeinde. Durch den Wülknitzer Ortsteil Streumen führt der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wülknitz verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiner Sandig (* 1945), Pfarrer der Kirchgemeinde Streumen und Politiker (CDU)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Wülknitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 37. Heft: Amtshauptmannschaft Großenhain (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1914, S. 465.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 1. Bürgerwindrad von Sachsen., in: Elektropraktiker, Ausgabe 2/2016. Verlag HUSS Medien, Berlin 2016, ISSN 0013-5569
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  4. Kirchenbezirk Großenhain
  5. Orgelporträt auf der Webseite der Gottfried Silbermann-Gesellschaft, abgerufen am 9. April 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wülknitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien