W. H. Kiblinger Company

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W. H. Kiblinger Company
Rechtsform Company
Gründung 1887
Auflösung 1909
Auflösungsgrund Reorganisation
Sitz Auburn, Indiana, USA
Branche Fahrzeuge

W. H. Kiblinger Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Fahrzeugen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W. H. Kiblinger gründete 1887 das Unternehmen in Auburn in Indiana.[3] Zunächst stellte er Kutschen und später auch Fahrräder her.[3] Nach seinem Tod übernahm W. H. McIntyre die Leitung.[3] 1907 begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Kiblinger.

1909 begannen Probleme, weil die Success Auto-Buggy Manufacturing Company wegen Patentverletzung klagte. McIntyre übernahm das Unternehmen und führte es als W. H. McIntyre Company fort.

1907 entstanden 131 Kraftfahrzeuge.[1] Diese Zahl konnte 1908 auf 218 gesteigert werden.[1] Für 1909 sind 264 Fahrzeuge überliefert,[1] allerdings können da schon Fahrzeuge der neuen Gesellschaft enthalten sein.[2]

Kraftfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Angebot standen ausschließlich Highwheeler. Mit ihren großen Rädern eigneten sie sich gut für die damaligen schlechten Straßen. Das Fahrgestell hatte einheitlich 165 cm Radstand. Genannt sind offene Zwei- und Viersitzer.

Das Model A hatte einen Einzylindermotor mit 4 PS Leistung. Dies war ungewöhnlich, weil viele Konkurrenten Zweizylindermotoren verwendeten. Der Neupreis betrug 250 US-Dollar und lag damit sehr niedrig.[1]

Model B und Model C hatten einen etwas stärkeren Einzylindermotor, der 6 PS leistete.[1]

Model D, Model E und Model F hatten einen Zweizylindermotor. 95,25 mm Bohrung und ebenfalls 95,25 mm Hub ergaben 1357 cm³ Hubraum.[4] Die Motorleistung war mit 10 PS angegeben.[1]

Eine andere Quelle nennt zusätzlich das Model H. Die vergrößerte Bohrung von 104,775 mm bei gleichem Hub sorgte für 1642 cm³ Hubraum. Der Motor leistete 12 PS. Der Radstand betrug 177 cm.[4]

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1907–1909 Model A 1 4 165 offen mit 2 und 4 Sitzen
1907–1909 Model B 1 6 165 offen mit 2 und 4 Sitzen
1907–1909 Model C 1 6 165 offen mit 2 und 4 Sitzen
1907–1909 Model D 2 10 165 offen mit 2 und 4 Sitzen
1907–1909 Model E 2 10 165 offen mit 2 und 4 Sitzen
1907–1909 Model F 2 10 165 offen mit 2 und 4 Sitzen

Quelle:[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 805 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 822 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 805 (englisch).
  2. a b George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 822 (englisch).
  3. a b c Conceptcarz (englisch, abgerufen am 18. Mai 2019)
  4. a b Robert D. Dluhy: American Automobiles of the Brass Era. Essential Specifications of 4,000+ Gasoline Powered Passenger Cars, 1906–1915, with a Statistical and Historical Overview. McFarland & Company, Jefferson NC 2013, ISBN 978-0-7864-7136-2, S. 89.