Weka Group

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von WEKA Holding)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Weka Group GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 1. Oktober 1973
Sitz Kissing, Deutschland Deutschland
Leitung Kurt Skupin[1]
Mitarbeiterzahl 1.400[1]
Umsatz 224 Mio. Euro[1]
Branche Medien
Website www.weka-group.com

Die Weka Group GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit dem Schwerpunkt Fachinformationen und Fortbildung. Mit 23 Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich ist die Verlagsgruppe der achtgrößte deutschsprachige Fachverlag (Stand 2016).[2] Im Jahr 2020 wurde die Firmengruppe von der Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners übernommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973 gründeten Werner und Karin Mützel den Weka Fachverlag für Verwaltung und Industrie in Kissing bei Augsburg. Die ersten Produkte waren werbefinanzierte Fachbücher, Formulare und Informationsschriften für Neubürger in Städten und Gemeinden. Seit 1976 werden auch Nachschlagewerke im Direktvertrieb und über den Buchhandel angeboten. Zwischen 1978 und 1997 wurden Tochterunternehmen in der Schweiz, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, den USA, Belgien, Polen, Spanien, Ungarn gegründet.

1998 umfasste die Verlagsgruppe 36 Fachverlage und Softwarehäuser in 11 Ländern mit rund 3.000 Mitarbeitern und 400 Mio. € Umsatz. 1996 übernahm Weka mit der Magna Media Verlag AG die ausgelagerten Computerzeitschriften des Markt+Technik Verlag, u. a. mit den Zeitschriften Power Play und Video Games.[3] 1998 erfolgte die Zusammenlegung der Magna Media mit dem DMV-Verlag zur Weka Zeitschriftengruppe. 1999 verkaufte Weka den Bereich Weka Consumer Medien an Future Publishing, betroffen hauptsächlich die Computerspielmagazine Power Play, Video Games, Das offizielle PlayStation Magazin und PC Player.[4][5] 2001 scheiterte ein Verkauf der Weka-Zeitschriften-Gruppe an den Süddeutschen Verlag.[6]

2001 wurde die Gruppe reorganisiert. Die Weka Media GmbH & Co. KG entstand 2001 durch die Zusammenlegung der hauseigenen Baufachverlage, Management-Fachverlage, des Fachverlags für technische Führungskräfte und des Logistik-Centers. 2008 übernahm Weka Österreich die Springer Business Media Austria mit 17 „B2B“-Fachzeitschriften für verschiedene Branchen. Im gleichen Jahr verkaufte die Gruppe ihr ursprüngliches Stammgeschäft, den Geschäftsbereich Info/Kartographie, an mediaprint aus Paderborn; auch die letzte Druckerei wurde verkauft.

2012 übernahm Weka die 1992 gegründete Info-Techno Baudatenbank GmbH in Mondsee, die Produkt-Informationssysteme und Onlineplattformen im Bereich Bau betrieb.[7] Weka löste 2013 die Redaktionen von PCgo, PC Magazin und Business&IT auf. Alle Inhalte werden von externen Dienstleistern bezogen.[8] 2014 beschäftigte Weka in 19 Medienunternehmen an 15 Hauptstandorten in fünf europäischen Lândern rund 1.500 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 235 Mio. €. Im September 2014 übernahm Weka Media von der Haufe-Gruppe einige Fachmagazine und damit verbundene Online-Auftritte.[9]

Der Firmengründer Werner Mützel starb im März 2018 im Alter von 77 Jahren.[10] Im Jahr 2020 wurde die Firmengruppe vollständig von der Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners übernommen.[11] Der Franzis-Verlag gehört und der frechverlag gehörte, bis er im Januar 2021 von der Penguin Random House Verlagsgruppe übernommen wurde, zu der Division Weka Consumer Communication.[12]

Periodika der Weka-Verlagsgruppe (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die WEKA Group. Abgerufen am 19. Oktober 2022 (deutsch).
  2. Ranking der 100 größten Verlage. buchreport.de, Mai 2016, archiviert vom Original am 25. August 2016; abgerufen am 22. März 2018.
  3. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 2. August 1996 (google.com [abgerufen am 19. Oktober 2022]).
  4. Redaktion: WEKA verkauft PC-Consumer-Titel an Future Publishing. In: New Business. 20. Juli 1999, abgerufen am 19. Oktober 2022.
  5. Redaktion: Future Publishing kauft Weka Consumer-Medien. In: Horizont.net. 21. Juli 1999, abgerufen am 19. Oktober 2022.
  6. Süddeutscher Verlag gewinnt Prozess gegen WEKA | BuchMarkt. 18. März 2005, abgerufen am 19. Oktober 2022 (deutsch).
  7. Datenbank: WEKA übernimmt österreichische INFO-TECHNO Baudatenbank GmbH von der EPPG - FOCUS Online. 23. März 2018, abgerufen am 19. Oktober 2022.
  8. Restrukturierungen bei „PCgo“ und „PC Magazin“: Abbau in der Redaktion – Inhalte von Dienstleistern. kress.de, 17. Juli 2013, abgerufen am 22. März 2018.
  9. Ausbau der Marktstellung im Themenbereich Assistenz: WEKA MEDIA übernimmt Titel der Haufe Gruppe. In: weka.de. 5. November 2014, abgerufen am 2. Januar 2017.
  10. Werner Mützel verstorben. In: presseportal.de. WEKA Holding GmbH & Co KG, 21. März 2018, abgerufen am 22. März 2018.
  11. w-admin: Paragon wird neuer Gesellschafter der WEKA Firmengruppe. 1. Juli 2020, abgerufen am 19. Oktober 2022 (deutsch).
  12. Penguin Random House erwirbt Frechverlag. 16. August 2021, abgerufen am 19. Oktober 2022 (deutsch).
  13. WEKA Business Media übernimmt die CoachTrainerAkademieSchweiz. Abgerufen am 19. Oktober 2022.