Sporttotal

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Sporttotal AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A1EMG56
Gründung 1979
Sitz Köln, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 311 (31. Dezember 2016)[1]
Umsatz 63,33 Mio. EUR (2016)[1]
Branche Mediendienstleistungen
Website sporttotal.com

Sporttotal (vormals Wige Media, Eigenschreibweise: SPORTTOTAL) ist ein in Köln ansässiges, börsennotiertes Medienunternehmen. Es ist Anbieter des Streaming-Portals sporttotal.tv.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 7. November 2000 ist die Sporttotal AG an der Börse notiert. Im Jahr 2013 verantwortete Sporttotal den technischen Ausbau des Sochi Autodrom. Am 24. Februar 2016 unterschrieben Sporttotal und die neu gegründete Alibaba Sports Group, ein Tochterunternehmen der Alibaba Group, einen Kooperationsvertrag. Im Jahr 2017 erfolgte die Umbenennung und Umstrukturierung zur neuen Sporttotal AG.[2]

Mediendienstleitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorwiegend im Sportbereich realisiert Sporttotal Übertragungen von Großveranstaltungen für Fernsehsender und Wirtschaftsunternehmen. Darunter befinden sich das ADAC-Zurich-24-h-Rennen, die Rennen der DTM, Veranstaltungen der EHF Champions League sowie seit 1992 das nationale TV-Signal der Formel-1 für RTL. Daneben werden einzelne Sportveranstaltungen komplett vermarktet und sowohl technische als auch redaktionelle Dienstleistungen für Industriekunden erbracht.

Amateurfußballportal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des Jahres 2016 führte Sporttotal das neue Streaming-Portal sporttotal.tv auf dem Markt ein. Hierfür stellt das Unternehmen Amateurfußballvereinen die Videotechnik bereit, mit der Partien live und vollautomatisch im Internet übertragen werden können. Per App ist dies auch auf mobilen Endgeräten möglich. Für die Umsetzung von sporttotal.tv kooperiert Sporttotal mit dem DFB, Hyundai, der Allianz, Bild, Deutscher Post und der Telekom.[3][4] Nach annähernd sechs Monaten erreicht das Amateurfußballportal im Durchschnitt 15 500 Nutzer pro Spiel. Das Geschäftsmodell ist auf eine Refinanzierung über Werbeerlöse angelegt.[5] Der Zuschauer kann z.B. über die kostenlose App selbst Regie führen, die Perspektive bestimmen und Szenen in den sozialen Medien teilen. Neben dem DFB kooperiert sporttotal.tv mit dem Amateurfußballportal Fussball.de, welches vom DFB und seinen Landesverbänden betrieben wird. Bis November 2017 wurden deutschlandweit bereits über 100 Kamerasysteme bei Vereinen aus 14 Ligen angebracht. Die Spielübertragung macht eine 180-Grad-Kamera-Technologie möglich, die fest am Spielfeld installiert wird. Die Innovation des Systems ist ihre Software, die in der Lage ist, dem Spielgeschehen vollautomatisiert zu folgen – ohne einen Chip im Ball sowie am Körper oder Trikot eines Spielers.

Geschäftszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sporttotal erzielte im Geschäftsjahr 2016, dem letzten unter seinem alten Namen Wige Media, einen Umsatz in Höhe von 63,33 Millionen Euro.[6] Die Aktie wird am Regulierten Markt der Börse Frankfurt gehandelt.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wige Media: Geschäftsbericht 2016. Abgerufen am 27. September 2017 (PDF; 2,01 MB).
  2. History – Relaunch 2017. In: sporttotal.com. Abgerufen am 27. September 2017.
  3. Ingo Rentz: DFB und Wige Media launchen neues Streamingportal für Amateurfußball. In: horizont.net. 6. Dezember 2016, abgerufen am 27. September 2017.
  4. Susanne Herrmann: Herrmans Mediennotizen. In: wuv.de. 30. Januar 2017, abgerufen am 27. September 2017.
  5. Holger Rehm: Sporttotal vor dem Sprung nach Europa. In: manager-magazin.de. 16. September 2017, abgerufen am 29. September 2017.
  6. SPORTTOTAL Ausblick auf 2017 aus dem Geschäftsbericht. In: finanzen.net. Abgerufen am 27. September 2017.
  7. Sporttotal-Aktie. In: boerse-frankfurt.de. Abgerufen am 29. September 2017.