Waal (Allgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Waal
Waal (Allgäu)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Waal hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Buchloe
Höhe: 635 m ü. NHN
Fläche: 27,94 km2
Einwohner: 2250 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86875
Vorwahl: 08246
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 177
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86875 Waal
Webpräsenz: www.waal.de
Bürgermeister: Alois Porzelius (Bürgerblock)
Lage des Marktes Waal im Landkreis Ostallgäu
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Waal von Südwesten

Waal ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waal liegt in der Region Allgäu. Im Ortskern entspringt die Singold, die in Augsburg in die Wertach mündet. Nach Buchloe sind es etwa acht Kilometer, nach Landsberg am Lech etwa zwölf Kilometer.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Waal, Bronnen, Emmenhausen und Waalhaupten.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 890 wurde Waal erstmals in einer Tauschurkunde des Klosters Ottobeuren erwähnt. Der Ort erhält 1444 von Kaiser Friedrich III. das Marktrecht.

Der Markt Waal war Sitz einer Herrschaft, die um 1800 Franz Ludwig Reichsgraf Schenk von Castell, dem so genannten Malefizschenk, gehörte. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Emmenhausen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgte Bronnen.[2] Am 1. Mai 1978 kam noch Waalhaupten hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet des Marktes wurden gezählt:

  • 1961: 1712 Einwohner[3]
  • 1970: 1737 Einwohner[3]
  • 1987: 1784 Einwohner
  • 1991: 1902 Einwohner
  • 1995: 2004 Einwohner
  • 2000: 2013 Einwohner
  • 2005: 2189 Einwohner
  • 2010: 2198 Einwohner
  • 2015: 2250 Einwohner

Waal wuchs von 1988 bis 2008 um 455 Einwohner bzw. ca. 26 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Bei der Gemeinderatswahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Bürgerblock  6 Sitze
Bürgerforum Emmenhausen-Bronnen  4 Sitze
Freie Wähler Waalhaupten  2 Sitze
Neue Liste/GRÜNE  2 Sitze

Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Buchloe

Bürgermeister ist Alois Porzelius (Bürgerblock Waal).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Silber und aus silbernen Wolken wachsend den Heiligen Nikolaus in rotem Ornat, der in der rechten Hand den Bischofsstab und in der linken ein Messbuch, darauf drei goldene Kugeln, hält. Es weist auf den Patron der früheren Pfarrkirche St. Nikolaus von Waal hin und wird seit dem 18. Jahrhundert geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kirchdorf Bronnen wurde im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahre 1989 beim Landesentscheid mit einer Goldmedaille und im Bundesentscheid mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.
  • Das Waaler Passionsspiel wird unregelmäßig aufgeführt und zählt zu den ältesten Passionsspielen in Bayerisch-Schwaben.

Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde sind

  • Kirche St. Nikolaus in Waal
  • Kirche St. Anna in Waal (mit neugotischer Innenausstattung)
  • Schloss Waal (Wohnsitz des fürstlichen Hauses von der Leyen)
  • Schlosstaverne
  • Pfarrkirche St. Margareta in Bronnen
  • Pfarrkirche St. Ulrich in Emmenhausen
  • Pfarrkirche St. Michael in Waalhaupten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 102 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 101 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 641. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1602 ha, davon waren 946 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Benedicta Riepp (1825–1862), Ordensfrau, wurde in Waal geboren.
  • Hubert von Herkomer (1849–1914), Porträtmaler und Bildhauer, Wegbereiter des Automobilsports in Deutschland, wurde in Waal geboren.
  • Peter Dörfler (1878–1955), Priester und Schriftsteller, wuchs in Waalhaupten auf.
  • Otto Kobel (1919–2002), wirkte als Bildhauer, Kirchenmaler, Darsteller und Regisseur in Waal.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waal (Allgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.