Wachsmalstift

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Wachsmalstifte

Ein Wachsmalstift (auch Wachsmalkreide, Wachskreide, Wachsstift, Fettstift oder Fettkreide) ist ein Schreib- und Malwerkzeug aus weichen Wachsverbindungen. Beim Malen bleibt ein sichtbarer Wachsfilm auf dem Untergrund zurück. Die starke Deckkraft von Wachsmalstiften sorgt für leuchtende Farben. Die Zeichnungen sind weitgehend licht- und wasserfest.

Als Erfinder gilt der Amerikaner Edwin Binney (1866–1934), der sie zuerst 1903 zusammen mit C. Harold Smith herstellte. Die von ihm gegründete Firma Crayola (früher Binney & Smith Inc) ist heute der weltgrößte Hersteller von Wachsmalstiften.

Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wachsmalstifte bestehen aus Wachsen bzw. Fetten als Bindemittel und Pigmentträger sowie Füllstoffen, wie z. B. Talkum oder Kaolin. Oft sind auch Additive zugesetzt.[1]

Besondere Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wachsmalstiften werden unter anderem im schulischen Kunstunterricht Kratzbilder hergestellt, indem ein Blatt zuerst vollständig bunt bemalt und dann vollständig schwarz übermalt wird. Die schwarze Schicht wird anschließend teilweise weggekratzt, so dass die darunterliegende bunte Farbschicht sichtbar wird.[2]

Sogenannte Signierkreiden sind Wachskreiden, die in Industrie und Handwerk für die Beschriftung und Markierung auf glatten Oberflächen verwendet werden.[3] Ebenfalls als Signierkreiden werden die in Forst- und Bauwirtschaft für Markierungen verwendeten sogenannten Forstkreiden bezeichnet.

Wachs-Signierkreiden in der Art von Buntstiften, wie z. B. Glasschreiberstifte, werden als Fettminen-Stifte bezeichnet.[4]

Die sowjetischen Kosmonauten setzten bei der Verwendung von Schreibgeräten in der Raumfahrt plastikummantelte Fettstifte als frühen Ersatz für Holzbleistifte ein, bevor sie zur Verwendung des Space Pens übergingen. Diese Stifte hatten den Vorteil, einfach und starr, also kaum anfällig für Defekte zu sein.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wachsmalstift – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Wachsmalstift – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wachsmalkreiden. faber-castell.de, archiviert vom Original am 17. August 2012;.
  2. Grundschule Buscher-Holzweg – Kratzbilder. gsbhw.krefeld.schulen.net, archiviert vom Original am 25. Februar 2013; (mit Abbildungen).
  3. Kreiden – Signierkreiden. In: Faber-Castell – Warenkundehandbuch. faber-castell.de, S. 33, abgerufen am 18. Dezember 2017 (PDF (ca. 2,3 MB)).
  4. Farbstifte – Fettminen-Stifte. In: Faber-Castell – Warenkundehandbuch. faber-castell.de, S. 27–28, abgerufen am 18. Dezember 2017 (PDF (ca. 2,3 MB)).