Wackernheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wackernheim
Wackernheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wackernheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Heidesheim am Rhein
Höhe: 222 m ü. NHN
Fläche: 5,9 km2
Einwohner: 2517 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 427 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55263
Vorwahl: 06132
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 061
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Goldenen Lamm 1
55262 Heidesheim am Rhein
Webpräsenz: www.wackernheim.de
Ortsbürgermeisterin: Sybille Vogt
Lage der Ortsgemeinde Wackernheim im Landkreis Mainz-Bingen
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Über dieses Bild

Wackernheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt circa sieben Kilometer westlich von Mainz in einem Seitental des Rheins zwischen den Naturschutzgebieten Rabenkopf, Layenhof und Mainzer Berg. Wackernheim grenzt im Osten an den Mainzer Stadtteil Finthen sowie westlich an Ingelheim am Rhein. Weitere Nachbarorte sind Heidesheim am Rhein im Norden sowie knapp 5 Kilometer südlich Schwabenheim an der Selz, Stadecken-Elsheim und Essenheim. Zu Wackernheim gehört auch der Wohnplatz „Haus Vetter“.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wackernheim entstand wahrscheinlich schon in frühester Zeit, um 500 v. Chr. Seine erste urkundliche Erwähnung datiert vom 17. Juni 754, in der die Schenkung eines Weinbergs an das Kloster Fulda vermeldet wurde, und zwar als Vuacharenheim.

Weitere Namensbezeichnungen, die von der Geschichte Wackernheims zeugen, sind Vuacharenberg und Wachernheim. Seit dem Jahr 1200 ist der Name Wackernheim in seiner heutigen Schreibweise bei allen Urkunden und Unterschriften zu finden. Wackernheims Bedeutung im Mittelalter war nicht gering. Davon zeugen die Wasserleitungen der Karlsquellen zur Umgebung des Wackernheimer Tales sowie drei Sarkophage (eine Art Grabröhren). Auch fand man alte römische Mauernzüge, geplättete Wege und Gänge sowie behauene Steintafeln und alte Gebäudereste.

Wackernheim war erst seit etwa 900 ein zum Ingelheimer Grund gehörendes Reichsdorf.

Die Bewohner Wackernheims betreiben seit jeher eine ertragreiche Landwirtschaft und einen guten Obstanbau, der beste Erträge zum Obsthandel liefert. Seit etwa 1950 hat sich auch Gewerbe in Wackernheim angesiedelt. Wackernheim ist jedoch in erster Linie Wohngemeinde geblieben.

Im Jahr 2004 feierte Wackernheim sein 1250-jähriges Bestehen.

Am 1. Juli 2019 werden die Ortsgemeinden Wackernheim und Heidesheim in die Stadt Ingelheim eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Rat- und Schulhaus

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wackernheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU Grüne FDP FWG BL Gesamt
2014 6 3 3 7 1 20 Sitze
2009 7 3 2 1 6 1 20 Sitze
2004 6 4 2 0 3 1 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Heidesheim-Wackernheim e. V.
  • BL = Bürgerliste Wackernheim-Heidesheim e. V.

Ortsbürgermeisterin ist seit 2009 Sybille Vogt von der Freien Wählergruppe Wackernheim.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wackernheim war seit etwa 900 ein Reichsdorf. Es erhielt als Wappen den Reichsadler im goldenen Felde, welches auch heute noch das Ortswappen ist.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften bestehen mit der Gemeinde Daix in Burgund sowie mit Roncà in der Provinz Verona.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche „Schmerzen Mariens“ wurde 1733 fertiggestellt. Ermöglicht hatte den Bau ein vermögendes Mitglied der Familie Gedult von Jungenfeld, der der katholischen Kirchengemeinde das Gelände 1729 zweckgebunden geschenkt hatte, um dort ein Gotteshaus zu errichten.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der größte Sportverein der Gemeinde ist der Turn- und Sportverein 1862 Wackernheim e. V. Er hat über 800 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Turnen, Tischtennis, Taekwondo und Breitensport. Die Vereinshalle des TSV wird auch für andere kulturelle Events genutzt.
  • Ein zweiter großer Verein ist der Carneval Club Wackernheim, der 1949 gegründet wurde.
  • Der MGV 1888 Wackernheim ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Gemeinde. Der traditionelle Gemischte Chor ruht mit Ablauf des Jahres 2006, der Chor "Haste Töne?!" begeistert mit bekannten Rock- und Popstücken und fällt durch innovative Veranstaltungen im Rahmen der Wackernheimer Kerb u. a. auf. Chorleiter ist Matthias Heucher. Seit Mitte 2006 besteht der Kinderchor "Haste Tönchen?!" aktuell unter der Leitung von Johanna Rosskopp.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wackernheims Wirtschaft ist geprägt vom Obst- und Weinanbau. Des Weiteren befindet sich noch die McCully Barracks der US-amerikanischen Streitkräfte in Wackernheim.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wackernheim liegt unweit der Bundesautobahn 60, erreichbar über die Ausfahrten Heidesheim, Ingelheim Ost und Mainz-Finthen. Es existierten Anschlüsse an das DB-Nahverkehrsnetz in Heidesheim. Außerdem fährt die Buslinie 56 der Mainzer Verkehrsgesellschaft vom Wackernheimer Rathausplatz über Mainz-Finthen und die Universität in 22 Minuten bis zum Mainzer Hauptbahnhof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Friedrich Lenz (* 29. August 1902 in Wackernheim; † 24. März 1996 in Gießen), evangelischer Geistlicher
  • Hellmuth Benesch (* 24. Dezember 1924 in Dux; † 26. September 2012 in Wackernheim), Psychologe und Hochschullehrer
  • David Rott (* 1. September 1977 in Leverkusen); deutscher Schauspieler, lebt in Wackernheim.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wackernheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 106 (PDF; 2,3 MB)
  3. Ingelheim, Heidesheim und Wackernheim unterzeichnen Eingemeindungsvertrag, Allgemeine Zeitung vom 29. Februar 2016
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Sybille Vogt will in Wackernheim Ortsbürgermeisterin bleiben, Allgemeine Zeitung vom 5. Mai 2014
  6. McCully Barracks