Waggum

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Waggum
Wappen von Waggum
Koordinaten: 52° 19′ 40″ N, 10° 33′ 36″ O
Höhe: 86 m
Einwohner: 3014 (31. Dez. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38110
Vorwahl: 05307
Karte
Lage Waggums in Braunschweig
Ortsausgang mit Blick auf den Flughafen
Ortsausgang mit Blick auf den Flughafen

Waggum ist ein Stadtteil von Braunschweig. Es liegt nördlich der Kernstadt und gehört zum Stadtbezirk 112 – Wabe-Schunter-Beberbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frau aus Waggum, in Braunschweiger Tracht, um 1900

Der Ort wurde mit dem Namen „Wagken“ in einer Besitzbestätigungsurkunde König Heinrichs II. für das Kanonissenstift Steterburg von 1007 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ortsname deutet darauf hin, dass der Ortsteil an einer Quelle entstanden ist. Eine überlieferte Geschichte in Waggum besagt, dass Karl der Große an dieser Quelle einst seine Mannen getauft haben soll. Das lässt sich zwar nicht durch Schriften belegen, jedoch existiert auf alten Karten die Flurbezeichnung mit dem Namen „Taufkamp“.[2] Ein kleiner Bach leitete einst das Wasser der Quelle ab und mündete in den weiter nördlich gelegenen Beberbach, der bei Bienrode in die Schunter fließt.[3]

Der Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1934 kaufte das Reichsluftfahrtministerium den Flugplatz in Broitzem für militärische Zwecke, so dass die Stadt Braunschweig einen neuen Verkehrsflughafen bauen musste. Hierfür wurde eine Fläche in der Gemarkung Waggum ausgewählt, was zu einer Verringerung der Anbauflächen für Spargel führte. Als Entschädigung erhielten die Bauern die Möglichkeit, eine Beschäftigung auf dem neuen Flugplatz oder beim Autobahnausbau zu bekommen. Am 27. Mai 1936 nahm der Flughafen Braunschweig-Waggum seinen Betrieb auf.[3] Dieser eigentlich für Zivilzwecke errichtete Flugplatz wurde am 27. August 1939 von der die Luftwaffe übernommen, um hier unter dem Decknamen „Weißkohl“ einen Fliegerhorst und Militärflugplatz einzurichten.[4]

Der Flughafen im Süden von Waggum heißt heute „Flughafen Braunschweig-Wolfsburg“ (Regional- und Forschungsflughafen, frühere Nutzung als Militärflugplatz). Er ist zudem Sitz des Luftfahrtbundesamtes.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Braunschweig-Waggum.png

Das Wappen zeigt eine stilisierte goldene Quelle auf einem blauen Schild.

Die Quelle symbolisiert den Bezug zu jener Wasserstelle, an dessen Abfluss die Siedlung entstanden ist. Diese Quelle befindet sich auf dem Gelände des Flughafens. Die Farben Blau-Gelb stehen für das Land und den Kreis Braunschweig und weisen auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit der Siedlung zu diesem Landkreis hin.

Arnold Rabbow hat das Wappen entworfen, es wurde am 7. Februar 1980 vom Ortsrat angenommen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waggum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik auf braunschweig.de
  2. a b Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, Meyer Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 29/30.
  3. a b Waggum auf braunschweig.de
  4. Der Fliegerhorst Braunschweig-Waggum. auf relikte.com.
  5. Stadtchronik Braunschweig. Einträge für das Jahr 1989. In: braunschweig.de. Stadt Braunschweig, abgerufen am 1. April 2011: „19. April 1989 – Hermann Deppe, Ehrenbürger der früheren Gemeinde Waggum, im Alter von 84 Jahren gestorben.“