Waidhofen an der Thaya

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Waidhofen an der Thaya
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waidhofen an der Thaya
Waidhofen an der Thaya (Österreich)
Waidhofen an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 46,05 km²
Koordinaten: 48° 49′ N, 15° 17′ OKoordinaten: 48° 49′ 0″ N, 15° 17′ 0″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 5.639 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 122 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3830
Vorwahl: 02842
Gemeindekennziffer: 3 22 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
3830 Waidhofen an der Thaya
Website: www.waidhofen-thaya.at
Politik
Bürgermeister: Robert Altschach (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(29 Mitglieder)
14
7
4
4
14 
Von 29 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Waidhofen an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig NiederösterreichLage der Gemeinde Waidhofen an der Thaya im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Rathaus
Rathaus
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die österreichische Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya mit 5639 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und ist Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsbezirkes Waidhofen an der Thaya.

Waidhofen an der Thaya ist die nördlichste Bezirkshauptstadt Österreichs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waidhofen an der Thaya wird von der Deutschen Thaya durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Altwaidhofen (196)
  • Dimling (85)
  • Götzles (59)
  • Hollenbach (335)
  • Jasnitz (41)
  • Klein Eberharts (82)
  • Matzles (122)
  • Puch (110)
  • Pyhra (47)
  • Schlagles (16)
  • Ulrichschlag (111)
  • Vestenötting (63)
  • Waidhofen an der Thaya (4313)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfaffenschlag Thaya Groß-Siegharts, Karlstein an der Thaya
Waidhofen an der Thaya-Land Nachbargemeinden Dietmanns
Windigsteig Göpfritz an der Wild

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptplatz von Waidhofen an der Thaya

Waidhofen an der Thaya wurde im Jahre 1171 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1230 das Stadtrecht. Bedingt durch die Grenzlage hatte Waidhofen an der Thaya immer wieder mit böhmischen Einfällen zu kämpfen, die Situation beruhigte sich erst 1526 durch den habsburgischen Erwerb Böhmens und Mährens. Waidhofen blieb bis zum Jahr 1848 landesfürstliche Stadt. Aufgrund des textilen Heimgewerbes im Umland kam es Ende des 17. Jahrhunderts zum wirtschaftlichen Aufschwung und Waidhofen an der Thaya entwickelte sich neben Krems an der Donau zur wichtigsten Gewerbestadt des Waldviertels.

1873 wütete in der Stadt ein Großbrand, dem viele Häuser der Altstadt zum Opfer fielen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 29 Mitglieder.

Bürgermeister

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte sind

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waidhofen an der Thaya

Waidhofen an der Thaya bietet eine Vielzahl an kulturellen Ereignissen wie Theateraufführungen, Konzerte, Musicals und Ausstellungen. Das Internationale Musikfest, veranstaltet vom Folkclub Waidhofen ist ein jährlicher Fixpunkt des Kulturkalenders. Das nördlichste Theater Österreichs, das TAM (Theater an der Mauer), bietet das ganze Jahr hindurch in Waidhofen an der Thaya Vorführungen.

Zudem befindet sich in Waidhofen an der Thaya seit 2003 Europas größte Waldrapp-Voliere. Der Waldrapp ist eine seltene und gefährdete Ibis-Art, die in Waidhofen in Gefangenschaft gezüchtet wird, um die Art zu erhalten.

Unter der Innenstadt wurden Kelleranlagen aus dem Mittelalter entdeckt, die wahrscheinlich auch als Fluchtwege dienten. Zum Großteil sind diese verschüttet, ein Teil ist jedoch begehbar und kann besichtigt werden.

Waldrapp
Basilika

Für die Vereinigung von Tradition und Moderne steht das neu adaptierte Waidhofner Rathaus. Das ursprünglich im 16. Jahrhundert erbaute Rathaus wird auch für Kunstausstellungen genutzt (z.B. von Arik Brauer und Bruno Haberzettl).

Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz wurde in den Jahren 1705–1709 errichtet. Säule und Figuren wurden vom Eggenburger Steinmetzmeister Wolfgang Steinböck geschaffen. Daneben finden sich eine Balustradenumfriedung mit den Heiligen Maria und Josef sowie Johannes der Evangelist und Johannes Nepomuk als Eckfiguren, am zweigeschossigen Sockelblock Reliefs Mariahilf und der Pestheilige Rochus, Rosalia und Sebastian zwischen Eckpfeilern, kartuschenhaltende Engelfiguren als Eckbekrönungen (bezeichnet mit 1709) und auf der Säulenspitze eine Gottvaterpietà.

Zu den bemerkenswerten modernen Bauten zählt die evangelische Kirche, gestaltet von Efthymios Warlamis. Mehrere Kreisbögen aus 97 Dioritfindlingen, vom Bildhauer Franz Xaver Ölzant gestaltet und Basilika genannt, befinden sich etwas außerhalb der Stadt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 375, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 138. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2.488. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,86 Prozent.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waidhofen an der Thaya verfügt über ein Gymnasium und eine Handelsakademie mit angeschlossener Handelsschule. Des Weiteren gibt es ein Polytechnikum, eine Neue Mittelschule, eine Volksschule und eine Sonderschule. Für die Erwachsenenbildung steht eine Volkshochschule zur Verfügung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waidhofen liegt am Kreuzungspunkt der Zwettler Straße (B 36) und der Waidhofener Straße (B 5).

Wieselbusse und Postbusse verbinden Waidhofen mit den umliegenden Orten und mit der Landeshauptstadt St. Pölten.

Die nördlich von Waidhofen verlaufende Strecke der Thayatalbahn, die von Schwarzenau ursprünglich bis Slavonice (Zlabings) führte, wurde 2015 abgetragen. An ihrer Stelle wurde ein asphaltierter Radweg geschaffen. Für Reisende gibt es seit 1. September 1986 einen Schienenersatzverkehr. Seit Dezember 2010 ist der Bahnverkehr eingestellt.[2] Seither gehört Waidhofen an der Thaya neben Zwettl, Güssing, Oberpullendorf und Oberwart zu den fünf Bezirkshauptstädten Österreichs ohne Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonenverkehr.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Golfsport bietet Waidhofen auch Gelegenheit zum Wandern und Radfahren in der Natur. Waidhofen an der Thaya verfügt über ein Freibad und weitere Freizeiteinrichtungen wie Tretbootfahren auf der Thaya, Tischtennis, Minigolf, Pit-Pat oder Beachvolleyball. Für auswärtige Übernachtungsgäste steht ein Campingplatz bereit.

Der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt ist die Sportunion mit den Sektionen Turnen, Tennis, Tischtennis, Modellflug, Laufen und Eislaufen.

Der Union gehört die „Jäger- und Schützengilde Union Raika Waidhofen von 1596“ an, die in einem Jugendstilschützenhaus (Badgasse 7) Schießsport mit Luftwaffen bzw. Armbrüsten auf 10 Meter Distanzen betreibt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgen, Stifte und Schlösser. Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysočina, Südmähren ISBN 978-3-9502262-2-5, S. 136 f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waidhofen an der Thaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Thayatalbahn wird eingestellt