Wakesurfen

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Wakesurfen hinter einem Wakesurfboot in Wien

Wakesurfen ist eine Wassersportart, bei der der Wakesurfer hinter einem Wakeboard- bzw. Wakesurfboot, das werksseitig mit spezieller Technik ausgestattet ist, eine künstlich generierte Welle abreitet. Dazu wird oft mit Ballast in Form von flutbaren Tanks oder Säcken gearbeitet. Je nachdem, ob der Wakesurfer goofy oder regular fährt, wird dieser Teil des Bootes mehr geflutet. Je größer die Wasserverdrängung, desto höher die generierte Welle. Der Wakesurfer startet meist mit einer „Leine mit Hantel“ wie beim Wakeboarden und ist nach Loslassen dieser Startleine – einer sogenannten Wakesurf-Rope – über die Welle, also physikalisch mit dem Wakesurfboot verbunden. Anders als beim Wakeboarden, wird mit einer geringeren Geschwindigkeit gefahren. Üblich sind 15 km/h im Gegensatz zu 35 km/h beim Wakeboarden.

Der Wakesurfer erlebt über die vom Boot generierte Welle ein ähnliches Gefühl wie beim natürlichen Wellenreiten. Durch die kontinuierliche Welle sind längere Runs als beim Wellenreiten möglich. Derzeit erlebt diese Sportart einen internationalen Boom und Weltmeisterschaften und Landesmeisterschaften finden regelmäßig statt. Das Trickrepertoir kommt vor allem aus der Skate- und Snowboardszene. So sind vom einfachen Halten des Brettes (Grabs), über Drehungen (Spins) auch die Tricknamen übernommen worden.

Situation in Österreich: In Österreich ist Wakesurfen wie auch das Wellenreiten und Wakeboarden offiziell im Wasserskiverband integriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge des Wakesurfens sind nicht an einem einzelnen Zeitpunkt oder Standort festzumachen. Das Wakesurfen, wie es heute bekannt ist, ist als eine langjährige Entwicklung anzusehen, welche in den 1950ern und 60ern in den USA mit Experimenten mit Longboards und normalen Motorbooten begann. Damals von „Surf-Akrobaten“ betrieben, fiel es in der Gesellschaft eher in die Kategorie „believe it or not“, was wirkliche Wellenreiter-Fans auf den Plan brachte, das Wakesurfen mit dem richtigen, selbst entwickelten Equipment zu optimieren. Diesen „Pionieren“ des Wakesurf-Sports ist es zu verdanken, dass es eine deutliche Entwicklung von einer „Oceanboard- und Wellen-Spielerei“ hin zu der heutigen Society-Sportart gab.

Schwimmkörper vs. Wakesurfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Verbindung des Wakesurfers zum Wassersportboot nur mehr physikalisch vorhanden ist, sind Wakesurfer grundsätzlich nicht als selbstständige Schwimmkörper zu definieren, da das Vorhandensein des Motorsportbootes die Voraussetzung für das Wakesurfen wie auch für das Wasserskifahren und das Wakeboardfahren hinter dem Boot sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wakesurfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien