Wald-Greiskraut

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Wald-Greiskraut
Illustration des Wald-Greiskrauts (Senecio sylvaticus, rechts); links das Klebrige Greiskraut (Senecio viscosus)

Illustration des Wald-Greiskrauts (Senecio sylvaticus, rechts); links das Klebrige Greiskraut (Senecio viscosus)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Greiskräuter (Senecio)
Art: Wald-Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Senecio sylvaticus
L.

Das Wald-Greiskraut (Senecio sylvaticus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Greiskräuter (Senecio) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wald-Greiskraut ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen 15 bis 50 cm erreicht und kahl bis zerstreut wollhaarig ist. Anders als das ähnliche Klebrige Greiskraut (Senecio viscosus) ist es weder drüsig-klebrig, noch riecht es unangenehm. Die Laubblätter sind fiederteilig und weisen gezähnte Teilblättchen auf.

Blütenköpfchen

12 bis 24 Blütenkörbchen stehen in einem locker rispigen Blütenstand zusammen. Die körbchenförmigen Teilblütenstände weisen einen Durchmesser von 5 mm auf. Außen befinden sich ein bis acht gelbe Zungenblüten, sie sind meist zurückgerollt, diese können auch fehlen. Innen befinden sich die gelben radiärsymmetrischen Röhrenblüten. Blütezeit ist von Juli bis September.

Die Früchte sind Achänen.

Wald-Greiskraut blühend und fruchtend

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art kommt in weiten Teilen Europas vor, in Deutschland ist sie zerstreut bis verbreitet zu finden.

Das Wald-Greiskraut besiedelt hauptsächlich Kahlschläge, aber auch lichte Laub- und Mischwälder sowie Waldränder und kommt vor bis in Höhenlagen von 1800 m. Es ist eine Charakterart der Ordnung Atropetalia und kommt besonders in Gesellschaften der Verbände Epilobion angustifolii oder Atropion vor.[1]

Diese Art ist in Nordamerika, in Argentinien, Chile, in Neuseeland, auf Hawaii, auf den Azoren ein Neophyt.[2]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art ist ein Nitrifizierungszeiger und ein Humuszehrer.[1]

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze gilt als giftig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Wildblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 957.
  2. Senecio sylvaticus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 8. Juni 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wald-Greiskraut – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien