Wald-Schachtelhalm

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Wald-Schachtelhalm
Equisetum sylvaticum 180607.jpg

Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)

Systematik
Farne
Klasse: Equisetopsida
Ordnung: Schachtelhalmartige (Equisetales)
Familie: Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Gattung: Schachtelhalme (Equisetum)
Art: Wald-Schachtelhalm
Wissenschaftlicher Name
Equisetum sylvaticum
L.

Der Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schachtelhalme (Equisetum). Er ist auf der Nordhalbkugel im warmgemäßigten bis kühlen Eurasien und Nordamerika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Sporenähre auf anfänglich bleichen und unverzweigten Spross

Der Wald-Schachtelhalm ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie bildet unterirdische Ausläufer aus. An den ährenlosen Stängeln befinden sich mehrfach verzweigte Äste. Sie sind sehr fein und dünn, waagrecht abstehend, in einer Ebene liegend und am Ende leicht bogenförmig überhängend und ergeben insgesamt einen deutlich stockwerkartigen Aufbau. Die Internodien des Stängels sind 2,5 bis 6,5 Zentimeter lang und meist ziemlich gleich lang. Die 5 bis 18 Scheidenzähne sind gruppenweise zu drei bis vier, selten bis zu sechs stumpfen Lappen verwachsen.

Die Sporenreife erfolgt von April bis Juni.[1] Beim Wald-Schachtelhalm befindet sich die Sporenähre auf anfänglich bleichen und astlosen Sprossen. Nach der Sporenreife fällt die Sporenähre meist ab, die bleichen Sprosse ergrünen und verzweigen sich, ebenso wie die unfruchtbaren Sprosse.[1]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 216.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Wald-Schachtelhalm ist auf der Nordhalbkugel im warmgemäßigten bis kühlen Eurasien und Nordamerika weitverbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht nach Norden in der Arktis bis Island, Nowaja Zemlja und Grönland, in Europa südlich bis ins nördliche Spanien und nördliche Griechenland.

Der Wald-Schachtelhalm gedeiht in feuchten Wäldern, auf Bergwiesen und auf Bergäckern. Er steigt in den Alpen bis in Höhenlagen von 1850 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil zwischen Hahnenkamm und Schneidspitze bis zu 1700 m Meereshöhe auf.[2]

Der Wald-Schachtelhalm zeigt Versauerung und Vernässung an. Er ist kalkmeidend und eine Schatten- bis Halbschattenpflanze. Der Wald-Schachtelhalm ist Kennart des Alno-Ulmion-Verbands, kommt auch in feuchten Vaccinio-Piceion-Gesellschaften und in Galio-Abietenion-Beständen vor.

Nutzung[Bearbeiten]

Der Wald-Schachtelhalm wird selten als Zierpflanze in feuchten Gehölzgruppen genutzt.

Belege[Bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Josef Dostál: Equisetaceae. In: G. Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band 1, Teil I. 3. Aufl., Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg, 1984. ISBN 3-489-50020-2.
  • Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas Florae Europaeae. Band 1, Pteridophyta. Helsinki 1972.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Unsere Moos- und Farnpflanzen. 10. Auflage, Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH, Stuttgart 1993, ISBN 3-440-06700-9.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien