Wald ZH

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Waldf zu vermeiden.
Wald
Wappen von Wald
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Hinwilw
BFS-Nr.: 0120i1f3f4
Postleitzahl: 8636 Wald ZH
8637 Laupen ZH
8639 Faltigberg
UN/LOCODE: CH WLD
Koordinaten: 711663 / 237123Koordinaten: 47° 16′ 32″ N, 8° 54′ 52″ O; CH1903: 711663 / 237123
Höhe: 619 m ü. M.
Fläche: 25,28 km²
Einwohner: 9815 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 388 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
25,7 % (31. Dezember 2016)[2]
Website: www.wald-zh.ch
Blick von Vorderwald nach Osten in Richtung Ortskern (im Hintergrund der Zürichsee und der Albis)

Blick von Vorderwald nach Osten in Richtung Ortskern (im Hintergrund der Zürichsee und der Albis)

Karte
PfäffikerseeGreifenseeUfenauLützelauZürichseeKanton SchwyzKanton St. GallenKanton ThurgauBezirk HorgenBezirk MeilenBezirk PfäffikonBezirk UsterBezirk WinterthurBäretswilBubikonDürntenFischenthalGossau ZHGrüningen ZHHinwilRüti ZHSeegräbenWald ZHWetzikonKarte von Wald
Über dieses Bild
w

Wald ist eine politische Gemeinde im Bezirk Hinwil des Schweizer Kantons Zürich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wald (früher auch Wald an der Jona oder Wald an der Jonen) liegt im Zürcher Oberland, im oberen Tal der Jona, dem Einschnitt zwischen Scheidegg, Batzberg und Bachtel. Nachbargemeinden von Wald sind Fischenthal im Norden, Hinwil, Dürnten und Rüti im Westen sowie Eschenbach (Kanton St. Gallen) im Osten und Süden.

Von der Gesamtfläche von 25,28 km2 sind 51,5 % Landwirtschaftsfläche, 29,4 % Wald, 13,3 % Siedlungsfläche, 4,1 % Verkehrsfläche und 1,1 % Gewässerfläche.[3]

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich bei der Brandegg auf 1246 m ü. M., der tiefste beim Grundtal auf 565 m ü. M.[4] Die Wasserscheide zwischen Töss- und Jonatal einige Meter nördlich der Gemeindegrenze, in Gibswil (Fischenthal), auf 757 m ü. M.. Im Gemeindegebiet von Wald überwindet die Jona ein Gefälle von 180 m, bevor sie ab Tüfentobel die Gemeindegrenze zu Rüti ZH bildet. Ganz im Nordosten beinhaltet das Gemeindegebiet von Wald auch einen Teil des Oberlaufs der Töss (Vordertöss, bis Tössscheidi).

Anhöhen innerhalb des Gemeindegebiets sind: Brandegg/Überzütt (1246 m ü. M.) mit Dürrspitz (1202 m ü. M.), Oberegg (1107 m ü. M.) und Josenberg (1085 m ü. M.); Bachtelhörnli (968 m ü. M.); Chrattenholz (934 m ü. M.) und Förbüül (857 m ü. M., mit vermuteter Burgstelle); Haltberg (807 m ü. M.). Auf der Gemeindegrenze liegen die Gipfel von Hüttchopf (1231 m ü. M.), Tössstock (1153 m ü. M.) und Auenberg (1050 m ü. M.). Die Gipfel des Bachtel (Hinwil) und Batzberg (Rüti) liegen knapp ausserhalb der Gemeindegrenzen.

Aussenwachten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst die Dörfer Wald und Laupen, sowie gegen 125 Weiler und Einzelhöfe. Der Begriff Aussenwacht (Ussewacht) ist ein spezifisch im Zürcher Oberland gebräuchlicher Ausdruck für Weiler, die (im Gegensatz zu Zivilgemeinden) keine Autonomie besitzen und administrativ einer Muttergemeinde zugeordnet sind.[5]

Im 18. und 19. Jahrhundert war die Gemeinde in sechs Wachtbezirke (später auch Schulgemeinden) eingeteilt, neben Wald und Laupen noch Güntisberg, Ried, Hübli und Hittenberg.[6]

Laupen gilt historisch nicht als Aussenwacht Walds, sondern als eigenständiges Dorf. Im 19. Jahrhundert bildete es eine eigene Zivilgemeinde.

Ried, die nördlichste Wacht, liegt auf einer Endmoräne der letzten Vergletscherung, welche die Wasserscheide zwischen Töss und Jona bildet. Ried war schon früh dicht besiedelt, da der Pilgerweg nach Einsiedeln dort vorbeiführt.[7]

Hittenberg, eine Geländestrasse in rund 900 Metern Höhe, ist einwohnermässig die kleinste Walder Wacht. Hier befindet sich die Zürcher Höhenklinik Wald (seit 2015 Zürcher RehaZentrum), das einstige Sanatorium für Lungenkranke.[7]

Güntisberg-Mettlen liegt auf dem Batzberg, der Wald nach Südwesten abgrenzt. Hier befinden sich viele stattliche Bauernbetriebe, welche die topographischen und klimatischen Verhältnisse nutzen.[7]

Hüebli thront über dem Sagenraintobel. Der Weiler umfasst viele Gehöfte, die zwischen Hischwil und Fälmis am steilen Abhang der Scheidegg angesiedelt sind.[7]

Blattenbach, das keine eigene Schule hat, ist historisch bedeutungsvoll mit dem Hof Rickenbach (erste Erwähnung um 820) und der Pilgerherberge zum roten Schwert (1530 erbaut).[7]

Die folgenden Liste der Aussenwachten, Höfe und Ortsteile Walds ist geordnet nach den sechs historischen Wachtbezirken:[6]

Wald: Bartstock, Blatten, Brüglen, Elba, Grütacker, Haltberg, Haselstaud, Hefern, Kühweid, Langboden, Lindenhof, Mettlen, Mählenrüti, Neuholz, Oberwies, Oberhaltberg, Riedtwies, Sagenrain, Spittel, Schlipf, Steig, Steigewid, Strickenberg, Stuck, Tobel, Tonacker, Unterbund, Borderwaid, Windegg, Blattenbach, Bachtel, Boden, Binzholz, Dieterswil, Dändler, Feld, Finsterbach, Ferracker, Grund, Haberrüti, Halden, Hinterdändler, Hirschlen, Oberfeld, Rickenbach, Scheuerli, Stockenmatt, Vorhalden, Weissgass.
Laupen: Altweid, Au, am Bach, Bär, Bebikon, Diezikon, Hinternord, Hubwies, Kefa, Morgen, Narren, Neuhaus, Oberdienberg, Oberlaupen, Töbeli, Windlen, Winkel.
Güntisberg: Batzenberg, Dachsegg, Gart, Hagenacher, Hiltisberg (Hilisberg), Mettlen, Schäbe (Schebi), Weyen (Grossweiher), Wiederriet (Widenriet).
Ried: Aatal, Amseln, Beizi, Breiten, Bühl, Ebnat, Grosswies, Hinterberg, Hubhausen, Kloster, Loch, Nasen, Oberbühl, Oberegg, Raad, Rüti, Scheuerli, Sennenberg, Tanneck, Überzütt, Vorderberg.
Hüebli: Aa, Boden, Fälmis (Felmis), Gheist, Haltbergholz, Hessen, Hintererli (Ehrlen), Hinterwald, Hirschacker, Hischwil, Hundsruggen (Hundrücken), Luget, Scheidegg, Steingass, Steinweid, Tiefe, Vordererli (Vorder-Ehrlen), Zelg.
Hittenberg: Chrinnen (Krinnen), Niederholz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Pilgerherberge Zum roten Schwert in Blattenbach (erbaut 1621, KGS-Nr.: 7724)

Das noch nicht oder kaum besiedelte Gebiet lag ab dem 8. Jahrhundert an der Grenze der Grafschaften Zürichgau und Thurgau. Die alte Strasse von Konstanz nach Einsiedeln folgte dem Tösstal und verlief dann rechts der Jona. Die alemannische Besiedlung des oberen Jonatals beginnt im 9. Jahrhundert als Streusiedlung von Einzelhöfen. Die früheste Erwähnung finden die Höfe Rickenbach (um 819/820: Richinbach) bei Blattenbach (710 m ü. M.).

Der Siedlungskern von Wald bildete sich links der Jona, am heute Schmittenbach genannten Zufluss. Die Pfarrkirche wird 1208 erstmals erwähnt, zusammen mit dem Herkunftsnamen de Walde (Corrado decano de Walde «Konrad, Diakon von Wald»).[8] Um 1200 entstanden einige kleine Höhenburgen oder Wohntürme, darunter die Burg Baliken bei Blattenbach, an der damaligen Hauptstrasse (Schwabenweg). Ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammten die Burg Windegg bei der Pfarrkirche von Wald (um 1709 überbaut durch den Herrensitz Windegg.[9]), die Burgen Strickenberg und Batzberg links der Jona, und die Burgen Dienberg und Fründsberg (heute im Gemeindegebiet von Eschenbach SG).[10]

Das Diakonat Wald wurde 1305 vom Pfarrer Störri gestiftet.[11] Die Johanniterkomturei Bubikon erwarb 1320 das Kirchenpatronat. Die Gerichtsbarkeit lag bei der Herrschaft Grüningen, und fiel mit dieser 1408 an die Stadt Zürich. Einzelhöfe des heutigen Gemeindegebiets unterstanden auch der Grundherrschaft des Klosters Schänis und des Klosters Rüti.

Die Abtrennung des Weilers Oberholz, der topographisch eigentlich nach Wald ausgerichtet liegt, von der Herrschaft Grüningen (und daher vom modernen Kanton Zürich) geschieht in den 1430er Jahren, als Teil der Konflikte die schliesslich in den Alten Zürichkrieg mündeten. Der Oberholzer (der Bauer in Oberholz) fühlte sich Uznach zugehörig und beschwor das Landrecht mit Schwyz und Glarus. Zürich verstand Oberholz als der Vogtei Grüningen untertänig und setzte den Oberholzer im Wellenberg gefangen. Die nachfolgende politische Auseinandersetzung eskalierte im Frühjahr 1439 (Gefecht am Etzel). Im Friedensschluss von 1450 musste Zürich schliesslich auf seine Gebietsansprüche, einschliesslich Oberholz, verzichten.[12]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des Dorfs Wald im 18. Jahrhundert, mit dem Herrensitz Windegg (1709) und der neuen Kirche (1756).

Der erste reformierte Pfarrer war Hans Stoller (1520), der erste Diakon Hans Lieb (1521). Hans Schinz war im 17. Jahrhundert fast vier Jahrzehnte lang Pfarrer, von 1631 bis 1670. Ein neues Pfarrhaus wurde 1610 erbaut.[11]

Im Jahr 1621 erhielt die Gemeinde das Marktrecht. Bereits in dieser Zeit war die Heimarbeit verbreitet (Spinnen von Leinengarn). Es wurde ein Wochenmarkt gehalten (am Dienstag) und zwei Jahrmärkte. Der Wochenmarkt war vorwiegend ein Viehmarkt, im 17. Jahrhundert vorübergehend auch Kornmarkt. Ein Zoll auf allen verkauften Produkten wurde von einem Vertreter der Landvogtei Grüningen eingezogen. Das älteste Walder Bevölkerungsverzeichnis stammt von 1634.[13] Die letzten «Gotteshausleute» (Hörige des Klosters Schänis) kauften sich 1651 frei.[11]

Die Einteilung in sechs Wachtbezirke (Blattenbach, Güntisberg, Hittenberg, Hübli, Ried, Wald) diente zunächst vor allem polizeilichen Zwecken, und überdauerte in das 19. Jahrhundert als sechs Schulgemeinden (Schulgenossenschaften). Ein eigenes Gericht für Wald tagte zweimal jährlich. Im Jahr 1754 wurde hier ein hartnäckiger Streit zwischen dem Pfarrer und der Gemeinde über den Kartoffelzehnten verhandelt,[11] von Gerold Meyer von Knonau (1846) als «Kartoffelkrieg» bezeichnet.[14]

Im 18. Jahrhundert verändert die frühe Industrialisierung Wald stark. Spinnereien wurden im 18. Jahrhundert mechanisiert, und die Heimarbeit konzentrierte sich nun auf Handweberei. Im Jahr 1787 war fast die Hälfte der Einwohner in der Baumwollspinnerei beschäftigt.

Die Pfarrgemeinde Wald umfasste um 1800 etwa 3000 Gläubige. Das Kirchenpatronat kam erst 1790 zusammen mit der Komturei Bubikon an die Zürcher Staatskirche (ab 1803 Landeskirche).

Der Atlas Suisse (Blatt 7, gedruckt 1802) verzeichnet Wald, Ried (Riedt), Büel (Bul), Dieterswil (Dietschwyl), Hittenberg (Hüttenberg), Laupen und Diemberg (Dienberg). Diemberg, heute Teil von Eschenbach im Kanton St. Gallen, ist hier noch als im Kanton Zürich gelegen eingezeichnet. In der Helvetischen Republik (1798–1803) bestand ein Distrikt Wald innerhalb des Bezirks Uster. Der Distrikt Wald umfasste die Pfarrgemeinden Wald, Bäretswil und Fischenthal. Im Zweiten Koalitionskrieg (Juni 1799) wurde Wald von österreichischen Truppen besetzt. Im Stecklikrieg (September 1802) unterstützten die Walder die helvetischen Truppen, die vom Zürichberg aus Zürich beschossen. Nach Erklärung des Waffenstillstands am 24. Oktober verweigerten die Walder den Befehl zur Kampfeinstellung, und Wald wurde von der provisorischen Regierung mit 400 Mann besetzt um den Waffenstillstand zu erzwingen.[11]

Moderne Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Wald entstand 1814, mit der Bildung des Bezirks Grüningen (seit 1830 Bezirk Hinwil). Um 1820 zählte das Dorf Wald (als Dorfschaft oder Marktflecken bezeichnet) um die 60 bis 70 Häuser, wenn nur die Häuser des Ortskerns gezählt wurden, ohne die Häuser des Wachtbezirks Wald mit eigenen Namen, etwa 20 Häuser.[11] Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert machte Wald zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Spinnereien und Webereien. Die Tösstalstrasse wurde 1836 gebaut, die Strasse nach Rüti folgte 1846. Vor dem Bau der Tösstalstrasse war das Jonatal nur schwer passierbar, besonders im Winter. Die Leute von Ried hatten um eine eigene Pfarrei gebeten, da im Winter der Weg zur Kirche oft nur unter Lebensgefahr begehbar war.[14] Bereits 1846 schildert Gerold Meyer von Knonau die touristische Attraktivität Walds: «Dieser Ort verschönert sich von Jahr zu Jahr [...] Die Umgegend bietet die freundlichsten Spaziergänge dar» (mit Erwähnung des Wasserfalls Wissengubel bei Ried).[14]

Als erste Zürcher Landgemeinde führte Wald 1851 Waffenübungen für Sekundarschüler ein.[6] Im Brauchtum überlebte diese Tradition in der Form von «Knabenumzügen» (Umezug) mit Vorderlader-Schiessen zur Fasnachtszeit.[15] Das Silvesterchlausen in Wald kann ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nachgewiesen werden und entstammt dem alemannischem Brauchtum. Der Silvesterchlaus mit einem Lichthut und einem Kranz aus Kuhglocken zeigt Verwandtschaft mit dem Appenzeller Brauch, die Gestalt des Schnappesels ist verwandt mit der Schnabelgeiss.[16] Um 1860 war der Brauch durch eine «Bettelplage» bedroht. Der Gemeinderat untersagte das Silvesterchlausen vorübergehend, 1914 wurde es am Silvestertag zwischen ein und sechs Uhr wieder gestattet.[17]

Durch Zuwanderung von Fabrikarbeitern bildete sich eine katholische Minderheit; diese lag um 1880 bei 11 %. Ab 1866 wurden im Gasthaus Pilgersteig katholische Messen gefeiert. Die katholische Kirche St. Margarethen wurde 1874 eingesegnet.

Der Anschluss an die Eisenbahn erfolgte 1876. Nach langem Streit wurde sowohl die Strecke nach Rüti (Vereinigte Schweizerbahnen) als auch die Strecke nach Bauma (Tösstalbahn) gebaut. Die Wald-Rüti-Bahn wurde allerdings bis 1902 als separate Gesellschaft betrieben.[18] Der Bahnhof kam an unattraktiver Stelle ausserhalb des Dorfes beim Nordholz zu stehen. Deshalb entschloss man sich zum Bau der Bahnhofstrasse in gerader Linie vom damaligen Dorfrand zum Bahnhof (Sanierung mit wechselseitige Parkierung 2004/5).

Wald, im Hintergrund der Bachtel, Luftbild von 1948

Während der Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts befanden sich 16 Fabrikunternehmen, die alle ihr Geld mit Textilien verdienten. Wald wurde in dieser Zeit auch als das «Manchester des Kanton Zürich» bezeichnet. Die Fabrikantenfamilie Oberholzer förderte in de 1860er Jahren die soziale Wohlfahrt durch die Begründung von Arbeiterwohnungen und Kinderhorten. Dieselbe Familie war auch unter den Gründern der Freikirche «Freie Gemeinschaft Wald», für die sie 1874 eine Kapelle bauten.[19]

Hartmann Utzinger gründet 1860 das Schweizerische Volksblatt vom Bachtel. Utzinger vertrat einen antizentralistischen, gegen die Stadt Zürich gerichteten Standpunkt. Utzinger wandte sich auch gegen die Heranbildung eines Klassenbewusstseins unter den Walder Fabrikarbeitern und befürwortete die Integration der Arbeiterschaft in eine klassenlose Mittelstandsgesellschaft.[20] Das Volksblatt wurde nach Utzingers Tod 1874 von dessen Sohn weitergeführt, und von 1885 bis 1913 von Heinrich Hess.[21] Das Volksblatt fusionierte 1960 mit dem Zürcher Oberländer.

Die Höhenklinik Wald («Sanatorium Wald») wurde 1898 gegründet. Von 1899 bis 1927 bestand eine Pferdepostverbindung zwischen Wald und Goldingen.

Eine Dorfchronik wurde ab 1905 durch Pfarrer Baumann geführt, später durch Heinrich Krebser und schliesslich ab 1944 integriert in die Publikationen des neu eröffneten Heimatmuseums Wald.[22]

Industriegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den topografischen Gegebenheiten verdankte die mechanisierte Industrie ursprünglich ihre Entwicklung in den Pionierzeiten. Auf dem Gemeindegebiet fliessen wasserreiche Bäche und Flüsse, deren Wasserkraft ab der Mitte des 19. Jahrhunderts genutzt wurde: Entlang Walds Gewässern siedelten sich zuerst mechanische Spinnereien an. Mit der Errichtung von Stauweihern konnte bald Elektrizität produziert und genutzt werden. In grosser Zahl entstanden Webereien und machten Wald zur Textilmetropole des Zürcher Oberlandes. Wald ist in vieler Hinsicht ein Musterbeispiel für die Geschichte der Industrialisierung in der Schweiz.

Panorama Bleiche
Baumwolle für Wald ZH: Wie der exotische Rohstoff aus Nordamerika zu den Webstühlen der Bleiche Wald kam. Gespräch mit Jakob Kunz, ehemaliger Webereileiter der Bleiche, Wald

Die Weberei Bleiche wurde zum grössten Textilareal von Wald und zeitweise einem der grössten der Schweiz. Das Bleicheareal ist ein Ort, an dem in den letzten 200 Jahren Tücher gebleicht und gewoben, Fabriken gegründet und Streiks gebrochen wurden. Der Name «Bleiche» stammt aus der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als in der Nähe des heutigen Fabrikstandortes Baumwolltücher an der Sonne gebleicht wurden. Gegründet wurde es nach einem Brand der Fabrik der Brüder Kaspar und Johannes Honegger 1860. Nach dem Brand gingen sie getrennte Wege, und so gilt dieses Datum als Beginn der Firma Otto & Johannes Honegger. 1873 baute Johannes Honegger[23] die Fabrik «Bleiche», die lange Zeit grösste Weberei der Schweiz. Die von Johannes Honegger auch errichteten Gebäude – die wuchtigen Fabriken, die behäbigen Fabrikantenvillen und die turmförmigen Kosthäuser für die Arbeiterfamilien – prägen bis heute das architektonische Bild und die räumliche Aufteilung des Bleicheareals. Das Bleicheareal und die umliegenden Gebäude sind teil der Otto & Joh. Honegger AG.[24] Spezialisiert war diese auf die Produktion von Kunstseiden- und feinen Baumwollgeweben. In der Weberei Bleiche waren nicht nur diverse Websäle, sondern auch fast alle Vorwerke des gesamten Betriebes untergebracht, jene Abteilungen also, in welchen die Garne umgespult, auf die Zettel gebracht, geschlichtet und für die Webstühle vorbereitet wurden. Die Textilproduktion wurde 1988 eingestellt, daraufhin wurden die Fabrikgebäude zu Wohn- und Gewerberäumen umgenutzt.[25]

Bei der Weberei Hueb handelt es sich vermutlich um das Gründerhaus der Industriellendynastie Honegger. Die Anlage ist in mehreren Etappen entstanden. 1813 befand sich an dieser Stelle eine Wassersäge – ein 13 Fuss hohes Wasserrad mit eisernem Kolben und einem Schwungrad aus Holz. 1853 richtete Caspar Honegger[23] hier eine Nagelschmitte ein. Vier Jahre später fügte er dem bestehenden Bau ein neues Webereigebäude an und nahm die Textilproduktion auf. Die kleine Fabrik gedieh, und als sie 1860 niederbrannte, baute der Industriepionier sie sogleich – grösser als zuvor – wieder auf. Dabei erhielt sie ihre heutige monolithische Form. Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Hueb hangseits mit einem markanten Anbau unter einem Quergiebel vollendet. Während der Wirtschaftskrise von 1929 bis 1935 wurden in der honeggerschen Weberei Streikposten aufgezogen und die Fabrik drei Monate lang bestreikt. Im Jahr 1939, als die Gegend ein katastrophales Unwetter erlebte, schwoll der Huebbach zu einem Sturzbach an, riss Bäume und Felsbrocken mit, die sich an den Brücken bei der Fabrik derart stauten, dass der Bach durch die unteren Geschosse der Fabrik schoss und diese mannshoch mit Geröll und Geschiebe eindeckte. Weil zu dieser Zeit die wehrfähigen Männer mobilisiert wurden und an den Landesgrenzen standen, lag es an Frauen, die Schäden des Unwetters zu beheben und die Fabrik wieder in Gang zu bringen. Später verlegte man den Bach mit grossem Aufwand in ein gemauertes Bachbett, wo er auch bei Jahrhundertunwettern keinen Schaden mehr anrichten kann. Die Baumwollweberei, nun mit modernen mechanischen Webstühlen ausgerüstet, war bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1988 in Betrieb.[26] 2008 kaufte der Architekt Hannes Strebel die Weberei Hueb und baut sie zu einem Wohn- und Gewerbe-Ensemble aus. Der Landschaftsarchitekt Jürg Altherr gestaltet die Umgebung. Teil dieser Landschaftsgestaltung sollte ein 18 Meter hoher Turm werden, der eine kontroverse Diskussion auslöste.[27]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberes Jona- und Tösstal in der Murerkarte von 1566, mit den Wappen von Hischwil, Fründsberg, Hittenberg, Windegg, Laupen, Batzberg und Tobel.

Das Gemeindewappen ist redend (Blasonierung: In Silber auf grünem Boden drei grüne Tannen mit roten Stämmen); es findet seit 1814 als Gemeindewappen Verwendung und wurde am 29. Dezember 1926 vom Gemeinderat als offizielles Gemeindewappen eingeführt, allerdings mit «schwebendem Rasen»; die Änderung des offiziellen Wappens zur heute gültigen Form mit grünem Rasenboden datiert vom 7. Oktober 1940.[28] Das Walder Gemeindewappen gleicht dem älteren, mindestens seit dem 17. Jahrhundert geführten Wappen von Olten. Bei letzterem stehen die drei Tannen allerdings auf einem grünen Dreiberg.[29]

Die Karte von Jos Murer (1566) zeigt Wappen für Hischwil (Huszwil), Hittenberg (Hitenberg), Windegg, Tobel (Tüfenhof bzw. Burgstelle Strickenberg), die Burg Batzberg (Batzenberg), die Burg Fründsberg sowie für Laupen (Loupenheim), nicht aber für das als Kirchdorf eingezeichnete Wald. Das Wappen von Laupen ist ein Turm mit drei Zinnen, mit einem Baum auf jeder Zinne. In der Ämterscheibe der Herrschaft Grüningen aus dem Jahr 1587 wird das alte Wappen von Laupen für Wald verwendet. Dieses Wappen ist offenbar die Grundlage für das Wappen der politischen Gemeinde Wald mit drei Tannen (aber ohne Turm) seit der Restaurationszeit.[28] Die Kantonskarte von Hans Conrad Gyger (1667) führt einige der genannten Wappen mit Tingierung auf: Laupen: In Gold eine graue Burg, auf deren drei Zinnen drei grüne Tannen. Fründsberg: In Silber ein goldener sechsstrahliger Stern über einem grünen Sechsberg. Hittenberg (Hüttenberg): In Silber ein schwarzer Löwe. Windegg: In Blau eine goldene Doppellilie (bei Murer noch ein doppelter Lilienstab, bzw. ein Glevenstab mit zwei Enden). Tobel: (Tobel, Strickenberg): In Gold ein roter Pfahl mit drei goldenen sechsstrahligen Sternen. Batzenberg: Von Silber und Schwarz geschacht, im schwarzen Schildhaupt ein silberner Balken.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ende 2018 zählte Wald 9'926 Einwohner (Bevölkerungsdichte 393 Einw./km2) in insgesamt ca. 4'700 Haushalten. Der Ausländeranteil lag bei 26,4 %.[30] Leichte Bevölkerungsabnahme war in den 1970er Jahren (Stand 1980: 7'540) und in den 1990er Jahren (Stand 1999: 8'263) zu verzeichnen. Seit den 2000er Jahren wuchs die Bevölkerung stetig (durchschnittliches Wachstum in der Periode 2000–2018 von jährlich 1,0 %).[3]

Jahr[31] 1634 1670 1739 1800 1850 1900 1950 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner   574 1'200 2'124 3'083 3'808 6'677 7'163 8'185 7'540 8'251 8'421 8'961

30,6 % der Bevölkerung gehören der evangelisch-reformierten Kirche und 29,8 % der römisch-katholischen Kirche an (Stand 31. Dezember 2018).[32] In Wald sind auch die evangelische Freikirche Chrischona[33] und die evangelisch-methodistische Kirche[34] vertreten.

Der Durchschnitt des steuerbaren Einkommens natürlicher Personen lag 2015 bei CHF 50'200 (Kanton: CHF 66'500), der Median bei CHF 43'000 (Kanton: 50'400). Wald ist damit finanzieller etwas schlechter gestellt als der kantonale Durchschnitt und profitiert vom kantonalen Finanzausgleich mit etwa CHF 22 Mio pro Jahr (CHF 2'300 pro Jahr und Einwohner).[35] Die Sozialhilfequote lag bei 2,1 % (Kanton: 3,1 %), die Arbeitslosenquote bei 3,0 % (Kanton: 2,9 %).[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Nationalratswahlen 2015 (Wahlbeteiligung 41,1 %) erzielte die SVP 38,3 % der Wählerstimmen (Durchschnitt Kanton Zürich: 30,7 %), die SP 18,1 % (ZH: 21,4 %), die FDP 11,1 % (ZH: 15,3 %), die Grünen 8,9 % (ZH: 6,9 %), die GLP 6,3 % (ZH: 8,2 %), die CVP 4,5 % (ZH: 4,2 %), die BDP 3,6 % (ZH: 3,6 %), die EDU 3,2 % (ZH: 2,1 %), und die EVP 2,8 % (ZH: 3,1 %).[3] Gemeindepräsident ist seit 2014 Ernst Kocher von der SVP.

Mitglieder des Walder Gemeinderats (2018–2022)[36]
Name Amtsantritt Funktion Partei
Ernst Kocher 2002 / 2014 Gemeindepräsident SVP
Albert Hess-Wittwer 2006 Infrastruktur SVP
Rico Croci-Geiger 2006 Raumentwicklung und Bau Grüne
Rosaria Peter 2014 Sicherheit und Gesundheit FDP
Urs Cathrein 2014 Finanzen FDP
Andreas Odermatt 2015 Soziales SVP

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der einstigen Vielzahl der Fabriken sind heute nur noch wenige mit der Textilverarbeitung beschäftigt. Der rasanten technologischen Entwicklung und dem weltweiten Konkurrenzdruck versuchen diese mit Kreativität, Qualitätsdenken, Innovation und Spezialisierung zu begegnen. Andere Fabrikanten haben auf die Produktion von Lebensmitteln umgestellt, Gebäulichkeiten veräussert oder vermieten als Immobilienfirmen ihre Räumlichkeiten. In den Gebäuden haben sich neue, zukunftsorientierte Firmen niedergelassen: Metall- und Kunststoffverarbeitungsbetriebe, Hersteller von Apparaten für die Nahrungsmittel- und Pharma-Industrie, Verkaufsgeschäfte und verschiedene kleinere Betriebe. Ebenso vermietet oder verkauft sind die markanten «Kosthäuser» (Mehrfamilienhäuser für seinerzeitige Fabrikarbeiter).[37] Aktuell sind etwa 480 Unternehmen in den verschiedensten Grössen in der Gemeinde Wald tätig, über Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen bis zum Detailhandel.

Grösste Arbeitgeberin der Gemeinde ist die Höhenklinik Wald (425 Beschäftigte im Jahr 2017).[38]

Auf dem Gemeindegebiet sind 25 Restaurants und 2 Hotels (56 Hotelbetten).[3]

Auf dem Gemeindegebiet waren im Jahr 2017 auf einer Landwirtschaftsfläche von 1426 ha insgesamt 77 Landwirtschaftsbetriebe mit 181 Beschäftigten aktiv, davon 49 hauptberuflich geführte Betriebe. Der Rindviehbestand war 2506, davon 1027 Kühe, daneben 942 Schweine und 380 Schafe.[3] Auf der Alp Scheidegg weiden im Sommer rund 150 Rinder auf 38 ha.[39]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wald liegt an der Hauptstrasse 15 RapperswilSchaffhausen (Rütistrasse; Tösstalstrasse). Die nächsten Autobahnanschlüsse sind in Rüti, Dürnten und Eschenbach (Oberlandautobahn A53).

Auf dem Schienennetz wird es von der S 26 WinterthurBaumaRüti ZH der S-Bahn Zürich bedient. Im Weiteren existieren folgende Buslinien, die durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient werden:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • reformierte Kirche (1756)
  • katholische Kirche St. Margarethen (1926/27)
  • ehemalige Pilgerherberge zum Roten Schwert (16. Jahrhundert)
  • Herrensitz Windegg (1709)
  • mehrere Fabrikantenvillen (19. Jahrhundert)
  • mehrere ehemalige Fabrikgebäude (19./20. Jahrhundert)
  • Ruine Oberes Baliken

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 20. September 2017.
  3. a b c d e f statistik.zh.ch (Gemeindeporträts)
  4. map.geo.admin.ch (abgerufen am 28. März 2016)
  5. Schweizerisches Idiotikon, Band XV, Spalte 382 f., Artikel Ussenwacht.
  6. a b c F. Schulthess, Memorabilia Tigurina; oder, Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 (1870), S. 684.
  7. a b c d e Vgl. Zingg, Urs-Peter: Wald im Zürcher Oberland 1994, S. 6
  8. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 949.
  9. «Der majestätische Riegelbau wurde 1709 vom Gerber Hans Krauer und seiner Frau Maria Brändli erbaut. In seiner Stattlichkeit ist es einer der wenigen Zeugen eines gesteigerten Selbstbewusstseins des Landpatriziats im sonst eher bescheidenen Zürcher Oberland. Im Erdgeschoss befindet sich seit 1937 ein historisches Zimmer, das als Teil des Heimatmuseums unverändert zugänglich ist.» wald360.ch (abgerufen 16. Februar 2019).
  10. "Das Dorf Wald im Zürcher Oberland war einst von einer ganzen Reihe kleiner Rodungsherrschaften umgeben. Ihre Zentren bildeten Burgen bescheidener Grösse, von denen die meisten schon früh wieder aufgegeben wurden. Gleich vier solcher Anlagen standen beim Zugang nach Wald durch das Tal der Jona. Auf der Südseite die Burgen Strickenberg und Batzberg, auf der Nordseite die Burgen Unteres und Oberes Baliken. Letztere ist die Einzige, von der heute noch bauliche Resten zu sehen sind." (Oberes Baliken (burgenwelt.org)). "Fründsberg war einst eine jener vielen kleinen Rodungsburgen, wie sie in der Umgebung des Dorfes Wald gehäuft auftreten." (Fründsberg (burgenwelt.org)).
  11. a b c d e f Friedrich Vogel, Die alten Chroniken: oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 (1845), 799–801.
  12. Thomas Fassbind, Von der Sempacher Schlacht bis und mit dem Frieden vom Jahre 1450 (1833), Kapitel 45, S. 181ff.
  13. Heinrich Krebser, Das erste Bevölkerungsverzeichnis der Gemeinde Wald aus dem Jahre 1634. Ergänzt durch eine Untersuchung über die ersten Siedlungen unserer Gemeinde, die im Verzeichnis genannten Geschlechter und die handwerkliche Betätigung ihrer Bewohner bis ca. 1700 (1952).
  14. a b c Gerold Meyer von Knonau: Der Canton Zürich, historisch-geographisch-statistisch geschildert von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Ein Hand- und Hausbuch für Jedermann (= Historisch-geographisch-statistisches Gemälde der Schweiz. Band I). Huber, St. Gallen / Bern 1846, S. 520 (Digitalisat).
  15. wald-zh.ch (Brauchtum)
  16. Schnabelgeissen sind bekannt aus dem Brauchtum von Mettmenstetten und Ottenbach und ebenfalls vom Hasler Ubersitz. Siehe Paul Geiger: Atlas der schweizerischen Volkskunde (1950), S. 262; Eduard Hoffmann-Krayer, Hans Bächtold-Stäubli (Hrsg.): Tierverkleidung, in: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (1941).
  17. August Itel: Silvesterchlausen in Wald, in: Rolf Thalmann (Hrsg.): Das Jahr der Schweiz in Fest und Brauch (1981), S. 48; Heinrich Krebser: Klausbräuche im Zürcher Oberland, in: Schweizer Volkskunde 30 (1940), 92–97; Heinrich Krebser: Alte Bräuche der Walder Landschaft, in: Wald im Zürcher Oberland, Heimatkundliche Bilder aus drei Jahrhunderten (1951), 50–53; Heinrich Krebser: De Chlaus chunnt!, in: Us eusere Walder Heimet 89 (Dezember 1965). Seit den 1980er Jahren wird der Brauch von der Heimatmuseumskommission organisiert, die Chläuse und Schnappesel ziehen nachmittags durch die Aussenwachten und treffen sich um 18.30 Uhr zu einem Umzug vom Bahnhof zum Schwertplatz (heimatmuseum-wald.ch): «[Beim Silvesterchlausen werden wieder] bis zu sieben Paare (Schnappesel und Chläuse) […] am letzten Tag des Jahres in die Aussenwachten und im Dorf die Runde [machen ].» (Us eusere Walder Heimet, November 1989), zitiert nach Schweizerisches Idiotikon, Bd XV 382 f.
  18. 125 Jahre Tösstalbahn, Zug-Nummer 7.13, IG Tösstallinie (Sommer 2001).
  19. Helmut Meyer, Bernhard Schneider: Mission und Diakonie: die Geschichte der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich. Chronos, Zürich 2011, S. 85. Patrick Zehnder: Jakob Oberholzer. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2011.
  20. Barbara Weinmann, Eine andere Bürgergesellschaft: klassischer Republikanismus und Kommunalismus im Kanton Zürich im späten 18. und 19. Jahrhundert (2002), S. 286.
  21. Markus Bürgi: Heinrich Hess. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2007.
  22. Chronik (heimatmuseum-wald.ch)
  23. a b Martin Illi: Johannes Honegger. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2006.
  24. Otto & Joh. Honegger AG
  25. http://www.bleiche.ch/location/history/geschichte.asp
  26. Hannes Strebel: Weberei Hueb - Wohnen in luftiger Höhe. 2009.
  27. Ein Turm geht auf Reisen. In: Tages-Anzeiger.
  28. a b Peter Ziegler: Die Gemeindewappen des Kantons Zürich (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Band 49). Berichthaus, Zürich 1977, S. 103.
  29. Hugo Dietschi, Miscellen : Das Wappen von Olten, Jahrbuch für solothurnische Geschichte 12 (1939).
  30. https://www.wald-zh.ch/waldzhinzahlen (abgerufen am 16. Februar 2019)
  31. vor 1814: Pfarrgemeinde bzw. Munizipalität Wald, nicht exakt deckungsgleich mit der politischen Gemeinde ab 1814.
  32. statistik.zh.ch (Konfession) (abgerufen am 16. Februar 2019).
  33. Historisch die «Freie Gemeinschaft Wald», die sich später dem Schweizer Chrischona-Verband anschloss. chrischona-wald.ch.
  34. emk-wald.ch «Unsere Gemeinde in Wald geht auf die frühen 1880er Jahre zurück und ist seit 1908 in der Kapelle an der Gartenstrasse 6 zu Hause.»
  35. Finanzausgleich (statistik.zh.ch): 2015: CHF 21'873'524 (CHF 2348 pro Einw.); 2018: CHF 22'317'870 (CHF 2327 pro Einw.).
  36. Erneuerungswahl des Gemeinderates Amtsdauer 2018–2022, Protokoll der Wahlergebnisse 22. April 2018
  37. Vgl. Urs-Peter Zingg: Wald im Zürcher Oberland. 1994, S. 11.
  38. Stefan Hotz, "Sanatorium Wald bleibt erhalten", NZZ 19. Dezember 2014.
  39. Wald (Broschüre) Gemeinde Wald ZH. 2. Auflage (Januar 2018).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Illi: Wald (ZH). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2014.
  • Toby Matthiesen: Die Bleiche der Zeit : ein Zürcher Oberländer Textilareal im Wandel. Chronos, Zürich 2010, ISBN 978-3-0340-1035-1.
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wald ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg «Schwabenweg»

← Vorhergehender Ort: Fischenthal | Wald ZH | Nächster Ort: Rüti ZH →