Waldbronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldbronn
Waldbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldbronn hervorgehoben
Koordinaten: 48° 56′ N, 8° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 11,35 km²
Einwohner: 12.251 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1079 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76337
Vorwahl: 07243
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 110
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 7
76337 Waldbronn
Webpräsenz: www.waldbronn.de
Bürgermeister: Franz Masino (SPD)
Lage der Gemeinde Waldbronn im Landkreis Karlsruhe
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Über dieses Bild

Waldbronn ist eine Gemeinde im Albtal im nördlichen Schwarzwald. Sie gehört zum Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn liegt am Rande des Alb-Pfinz-Plateaus im Tal der Alb, etwa 10 km südöstlich von Karlsruhe.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Busenbach (5.409)
  • Etzenrot mit Neurod (1.862)
  • Reichenbach (5.188)

In Klammern Einwohnerzahlen Stand 30. Juni 2012

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle drei Ortsteile wurden 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Juli 1971 Etzenrot und am 1. Januar 1972 Busenbach nach Reichenbach eingemeindet. Die Gemeinde Reichenbach wurde am 19. November 1974 zu Waldbronn umbenannt.

Im Januar 1994 wurde der Gemeinde Waldbronn für die Ortsteile Busenbach und Reichenbach das Prädikat „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ verliehen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn ist von jeher überwiegend römisch-katholisch geprägt. Auch heute noch gibt es in jedem der drei Ortsteile eine katholische Kirche. Die bisherigen drei katholischen Pfarreien in Waldbronn sind heute Bestandteil der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad. Inzwischen gibt es auch eine evangelische Gemeinde in Waldbronn, welche sich im Ortsteil Reichenbach befindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im alten Reichenbacher Rathaus ist heute die Polizei Albtal untergebracht.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt.

  • bis 1980: Alfred Ohl (CDU)
  • 1980–1987: Albrecht Glaser (CDU)
  • 1988–2001: Martin Altenbach (SPD)
  • Mai 2001 – April 2009: Harald Ehrler (CDU)
  • seit Mai 2009: Franz Masino (SPD)

Bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2009 setzte sich Franz Masino (SPD) mit 56,67 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 67,86 Prozent im ersten Wahlgang gegen seinen Mitbewerber und Amtsinhaber Harald Ehrler (CDU) durch.[2] Er trat sein Amt am 1. Mai 2009 an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hatte folgendes Ergebnis:[3]

Partei / Liste Sitze G/V Stimmenanteil G/V %p
CDU 7 − 1 39,2 % − 2,7
SPD / Freie Bürgerliste* 5 ± 0 30,6 % + 1,1
Grüne 3 + 1 14,1 % + 3,4
Freie Wähler 3 ± 0 16,1 % − 1,8

* 2009: nur SPD

Die Wahlbeteiligung lag bei 56,5 %.

Jugendgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2014 wurde der zehnte Waldbronner Jugendgemeinderat gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein schrägrechter silberner Wellenbalken, begleitet oben von einer gestürzten goldenen Pflugschar, unten von einem abnehmenden, gesichteten goldenen Mond.“

Erklärung: Das Blau mit Silberbalken erinnert an die ehemaligen Reichenbacher Ortsherren von Schmalenstein, die Pflugschar und der Mond sind den Siegeln und Wappen von Busenbach und Etzenrot entnommen.[4]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn pflegt Partnerschaften zu Esternay, Saint-Gervais Mont-Blanc (beide Frankreich), Monmouth (Wales), Reda (Polen) und Stadtilm (Thüringen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn ist Hauptsitz von Agilent Technologies Deutschland.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Albtalbahn (Stadtbahnlinie S1) beziehungsweise die in Waldbronn von ihr abzweigende Bahnstrecke Busenbach–Ittersbach (Stadtbahnlinie S11) ist Waldbronn an das Karlsruher Stadtbahnnetz angeschlossen. Im Ortsteil Busenbach zweigt von Karlsruhe kommend südlich des Bahnhofs ein Ast nach Ittersbach von der geradeaus führenden Strecke nach Bad Herrenalb ab. Der Ast nach Ittersbach wird von der Linie S11 befahren, die auch den Waldbronner Ortsteil Reichenbach und dessen Kurpark bedient. Die Linie S1 bedient den Ortsteil Etzenrot auf der Strecke nach Bad Herrenalb.

Innerhalb und zwischen den Ortsteilen verkehren Linienbusse sowie Schulbusse ins benachbarte Karlsbad.

Waldbronn verfügt über eine Anschlussstelle zur Autobahn A 8. Auch die A 5 ist über das Autobahndreieck Karlsruhe schnell zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Albert-Schweitzer-Schule gibt es im Ortsteil Reichenbach eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Die Anne-Frank-Schule in Busenbach ist eine Grund- und Hauptschule und in Etzenrot gibt es mit der Waldschule eine reine Grundschule.

Außerdem gibt es noch vier römisch-katholische und zwei gemeindeeigene Kindergärten.

Neben den allgemeinbildenden Schulen befindet sich im Ortskern von Reichenbach eine Musikschule. Das Angebot erstreckt sich von der musikalischen Früherziehung über Blockflöte, Klavier, Keyboard, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Querflöte, Oboe, Fagott, Saxophon, Trompete, Akkordeon, Orgel, Horn und Klarinette bis hin zu Gesangsunterricht. Des Weiteren ist die Teilnahme an einer Rockband sowie einem Gitarren-, Blockflöten- oder Blechblasensemble möglich. Große Erfolge feiert das Kammerorchester der Musikschule mit seinen Konzerten unter der Leitung von Toni Reichl.

Auch die Volkshochschule Waldbronn im Ortsteil Reichenbach bietet ein breites Angebot an Kursen an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen in Reichenbach
Katholische Kirche Reichenbach

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatstuben
  • Radiomuseum
  • Kuckucksuhrenmuseum

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfolgreichster Verein im Gemeindegebiet ist der TV Busenbach, dessen Damenmannschaft in der Tischtennis-Bundesliga spielt und 2005 deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zur Mannschaft gehörte unter anderem bis Sommer 2009 die deutsche Nationalspielerin Elke Schall.
  • Seit Oktober 2003 hat Waldbronn wieder eine Eishockeymannschaft, die Waldbronn Huskies.
  • Die 1. Mannschaft des TSV Reichenbach spielt, ebenso wie die Damenmannschaft und die B1-Junioren (seit 2015/2016), in der Verbandsliga.
  • Der FC Busenbach spielt in der Kreisklasse A.
  • Der TSV Etzenrot spielt in der Kreisklasse B (seit der Saison 2015/2016 in der Kreisklasse C).
  • Der Schachclub Waldbronn spielt seit der Saison 2009/2010 in der Landesliga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Ohl (1926–2004)[6]
  • Julius Schmieger[7]
  • Helmut Völkle[8] (1937–2016)[9]
  • Hans Vollmer
  • Pfarrer Meinrad Josef Lehmann (1925–2011), seit 1957 Pfarrkurat und ab 1969 bis 1991 Pfarrer in Herz-Jesu Etzenrot
  • Martin Altenbach (1933–2013), Bürgermeister von Waldbronn 1988 bis 2001 (SPD)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin A. Schinzel (* 1919), Prof., Bildhauer, lebt seit 1991 in Waldbronn
  • Ernst Träger (1926–2015), Verfassungsrichter; lebte zuletzt in Waldbronn
  • Markus Schroth (* 1975), Fußballer; er begann seine Laufbahn beim TSV Reichenbach
  • Simon Pierro (* 1978), Zauberkünstler; er wuchs in Waldbronn auf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Staatsanzeiger Nr. 9 vom 13. März 2009, Seite 12
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014, Waldbronn
  4. leo-bw
  5. Geschichte der Kapelle auf der offiziellen Homepage von Waldbronn
  6. Ehrenbürger Alfred Ohl
  7. Etzenrots Ehrenbürger Julius Schmieger
  8. Helmut Völkle wurde Ehrenbürger
  9. Heidi Schulte-Walter: Trauer um Helmut Völkle – Waldbronns Ehrenbürger ist tot (Badische Neueste Nachrichten Online vom 18. Juli 2016, abgerufen am 24 Juli 2016)