Waldbronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldbronn
Waldbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldbronn hervorgehoben

Koordinaten: 48° 56′ N, 8° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 11,35 km2
Einwohner: 13.151 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76337
Vorwahl: 07243
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 110
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 7
76337 Waldbronn
Website: www.waldbronn.de
Bürgermeister: Franz Masino (SPD)
Lage der Gemeinde Waldbronn im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-NeuthardMalsch (Landkreis Karlsruhe)Malsch (Landkreis Karlsruhe)BrettenBruchsalBruchsalEttlingenForst (Baden)GondelsheimHambrückenKronauKürnbachMarxzellOberderdingenÖstringenPhilippsburgSulzfeld (Baden)Ubstadt-WeiherWalzbachtalWeingarten (Baden)ZaisenhausenKarlsbad (Baden)KraichtalGraben-NeudorfBad SchönbornPfinztalEggenstein-LeopoldshafenLinkenheim-HochstettenWaghäuselOberhausen-RheinhausenRheinstettenStutenseeWaldbronnDettenheimKarte
Über dieses Bild

Waldbronn ist eine Gemeinde im Albtal im nördlichen Schwarzwald und gehört zum Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn liegt am Rande des Alb-Pfinz-Plateaus im Tal der Alb, etwa 10 km südöstlich von Karlsruhe und an der Schwarzwald-Bäderstraße.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Busenbach (5883)
  • Etzenrot mit Neurod (2184)
  • Reichenbach (5512)

In Klammern Einwohnerzahlen Stand 31. Juli 2019[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle drei Ortsteile wurden 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Juli 1971 Etzenrot und am 1. Januar 1972 Busenbach nach Reichenbach eingemeindet.[3] Die Gemeinde Reichenbach wurde am 19. November 1974 in Waldbronn umbenannt.[4]

Im Januar 1994 wurde der Gemeinde Waldbronn für die Ortsteile Busenbach und Reichenbach das Prädikat „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ verliehen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn ist von jeher überwiegend römisch-katholisch geprägt. Auch heute noch gibt es in jedem der drei Ortsteile eine katholische Kirche. Die bisherigen drei katholischen Pfarreien in Waldbronn sind heute Bestandteil der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad. Seit 1973 gibt es auch eine selbständige evangelische Gemeinde in Waldbronn, welche ihr Gemeindezentrum im Ortsteil Reichenbach hat.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im alten Reichenbacher Rathaus ist heute die Polizei Albtal untergebracht.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt.

  • bis 1980: Alfred Ohl (CDU)
  • 1980–1987: Albrecht Glaser (CDU)
  • 1988–2001: Martin Altenbach (SPD)
  • Mai 2001 – April 2009: Harald Ehrler (CDU)
  • seit Mai 2009: Franz Masino (SPD)

Bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2009 setzte sich Franz Masino (SPD) mit 56,67 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 67,86 Prozent im ersten Wahlgang gegen seinen Mitbewerber und Amtsinhaber Harald Ehrler (CDU) durch.[5] Er trat sein Amt am 1. Mai 2009 an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 18 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.

Die Kommunalwahl 2019 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014):[6]

Gemeinderat 2019
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 25,8 % (−13,4) 5 (−2)
Grüne 21,1 % (+7,0) 4 (+1)
Aktive Bürger * 17,8 % (+17,8) 3 (+3)
Freie Wähler 16,8 % (+0,7) 3 (±0)
SPD * 14,2 % (+14,2) 3 (+3)
Wahlbeteiligung: 67,0 % (+10,5)

* Bei der Kommunalwahl 2014 waren SPD und Aktive Bürger in gemeinsamer Liste angetreten („SPD/Bürgerliste“) und hatten 5 Mandate erreicht (Stimmanteil: 30,6 %).[7]

Jugendgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2014 wurde der zehnte Waldbronner Jugendgemeinderat gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein schrägrechter silberner Wellenbalken, begleitet oben von einer gestürzten goldenen Pflugschar, unten von einem abnehmenden, gesichteten goldenen Mond.“

Erklärung: Das Blau mit Silberbalken erinnert an die ehemaligen Reichenbacher Ortsherren von Schmalenstein, die Pflugschar und der Mond sind den Siegeln und Wappen von Busenbach und Etzenrot entnommen.[8]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn pflegt Partnerschaften zu Esternay, Saint-Gervais-les-Bains am Mont-Blanc-Massiv (beide Frankreich), Monmouth (Wales), Reda (Polen) und Stadtilm (Thüringen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn bezeichnet sich als „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ und ist Hauptsitz von Agilent Technologies Deutschland.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Albtalbahn (Stadtbahnlinie S1) beziehungsweise die in Waldbronn von ihr abzweigende Bahnstrecke Busenbach–Ittersbach (Stadtbahnlinie S11) ist Waldbronn an das Karlsruher Stadtbahnnetz angeschlossen. Im Ortsteil Busenbach zweigt von Karlsruhe kommend südlich des Bahnhofs ein Ast nach Ittersbach von der geradeaus führenden Strecke nach Bad Herrenalb ab. Der Ast nach Ittersbach wird von der Linie S11 befahren, die auch den Waldbronner Ortsteil Reichenbach und dessen Kurpark bedient. Die Linie S1 bedient den Ortsteil Etzenrot auf der Strecke nach Bad Herrenalb.

Innerhalb und zwischen den Ortsteilen verkehren Linienbusse sowie Schulbusse ins benachbarte Karlsbad. Außerdem wird das Waldbronner Gewerbegebiet "Ermlisgrund" von der Karlsruher Buslinie 47 angefahren.

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldbronn hat mit der Autobahn-Anschlussstelle Karlsbad eine schnelle Verbindung zur Autobahn A 8. Auch die A 5 ist über das Autobahndreieck Karlsruhe schnell zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortsteilen Reichenbach, Busenbach und Etzenrot stehen in Sachen Bildung jeweils reine Grundschulen zur Verfügung. Dies ist in Reichenbach die Albert-Schweitzer-Schule, in Busenbach die Anne-Frank-Schule und in Etzenrot die Waldschule. In den Schulen findet neben dem eigentlichen Schulbetrieb vormittags und nachmittags regelmäßig die Kernzeit- und Hortbetreuung statt. Die ehemals als Grund-, Haupt- und Werkrealschulen ausgewiesene Albert-Schweitzer-Schule in Reichenbach sowie die Anne-Frank-Schule in Busenbach bieten fortan keine weiterführende Bildung mehr an. Diese wurde auf das Bildungszentrum in der Gemeinde Karlsbad ausgelagert.

Außerdem gibt es noch vier römisch-katholische und zwei gemeindeeigene Kindergärten.

Neben den allgemeinbildenden Schulen befindet sich im Ortskern von Reichenbach eine Musikschule. Das Angebot erstreckt sich von der musikalischen Früherziehung über Blockflöte, Klavier, Keyboard, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Querflöte, Oboe, Fagott, Saxophon, Trompete, Akkordeon, Orgel, Horn und Klarinette bis hin zu Gesangsunterricht. Des Weiteren ist die Teilnahme an einer Rockband sowie einem Gitarren-, Blockflöten- oder Blechblasensemble möglich. Große Erfolge feiert das Kammerorchester der Musikschule mit seinen Konzerten unter der Leitung von Toni Reichl.

Auch die Volkshochschule Waldbronn im Ortsteil Reichenbach bietet ein breites Angebot an Kursen an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnen in Reichenbach
Katholische Kirche Reichenbach
Waldbronner Albgau bei Busenbach

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatstuben
  • Radiomuseum
  • Kuckucksuhrenmuseum

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfolgreichster Verein im Gemeindegebiet ist der TV Busenbach, dessen Damenmannschaft in der Tischtennis-Bundesliga spielt und 2005 deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zur Mannschaft gehörte unter anderem bis Sommer 2009 die deutsche Nationalspielerin Elke Schall.
  • Seit Oktober 2003 hat Waldbronn wieder eine Eishockeymannschaft, die Waldbronn Huskies.
  • Die 1. Mannschaft des TSV Reichenbach spielt, ebenso wie die Damenmannschaft in der Landesliga (2019/2020).
  • Der FC Busenbach spielt seit dem Sommer 2018 in der Kreisliga Karlsruhe
  • Der TSV Etzenrot spielt in der Kreisklasse C
  • Der Schachclub Waldbronn spielt seit der Saison 2009/2010 in der Landesliga.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Ohl (1926–2004)[10]
  • Julius Schmieger[11]
  • Helmut Völkle[12] (1937–2016)[13]
  • Hans Vollmer
  • Pfarrer Meinrad Josef Lehmann (1925–2011), seit 1957 Pfarrkurat und ab 1969 bis 1991 Pfarrer in Herz-Jesu Etzenrot
  • Martin Altenbach (1933–2013), Bürgermeister von Waldbronn 1988 bis 2001 (SPD)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Träger 1989
  • Erwin A. Schinzel (* 1919), Prof., Bildhauer, lebt seit 1991 in Waldbronn
  • Ernst Träger (1926–2015), Verfassungsrichter; lebte zuletzt in Waldbronn
  • Markus Schroth (* 1975), Fußballer; er begann seine Laufbahn beim TSV Reichenbach
  • Simon Pierro (* 1978), Zauberkünstler; er wuchs in Waldbronn auf
  • Norman Bücher (* 1978), Extremsportler und Vortragsredner; lebt in Waldbronn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Amtsblatt Waldbronn - Nr. 35. 29. August 2019, abgerufen am 6. September 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 476.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 482.
  5. Staatsanzeiger Nr. 9 vom 13. März 2009, Seite 12
  6. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Gemeinderatswahlen 2019, Waldbronn; Gemeinde Waldbronn: Gemeinderatswahl 2019 und Gemeinderatswahl 2014; abgerufen 13. Juli 2019.
  7. vgl. zur Auflösung der Listenverbindung: Aktive Bürger: Wer wir sind, SPD: In eigener Sache; abgerufen 13. Juli 2019.
  8. leo-bw
  9. Geschichte der Kapelle auf der offiziellen Homepage von Waldbronn@1@2Vorlage:Toter Link/www.waldbronn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Ehrenbürger Alfred Ohl
  11. Etzenrots Ehrenbürger Julius Schmieger@1@2Vorlage:Toter Link/www.waldbronn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Helmut Völkle wurde Ehrenbürger@1@2Vorlage:Toter Link/www.waldbronn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. Heidi Schulte-Walter: Trauer um Helmut Völkle – Waldbronns Ehrenbürger ist tot (Badische Neueste Nachrichten Online vom 18. Juli 2016, abgerufen am 24. Juli 2016)