Waldeck (Stadt)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldeck
Waldeck (Stadt)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldeck hervorgehoben
Koordinaten: 51° 12′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 404 m ü. NHN
Fläche: 115,73 km²
Einwohner: 6877 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 34513,
34516 (Fürstental)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 05623 (Stadtteil Waldeck), 05634 (Alraft, Freienhagen, Netze, Nieder-Werbe, Ober-Werbe, Selbach, Sachsenhausen), 05695 (Dehringhausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KB, FKB, WA
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 021
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 1
34513 Waldeck
Webpräsenz: www.waldeck-stadt.de
Bürgermeister: Jörg Feldmann (parteilos)
Lage der Stadt Waldeck im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Waldeck ist eine Kleinstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen (Deutschland). Die Kernstadt ist anerkannter Luftkurort[2].

Überregional bekannt ist Waldeck durch seine Lage am Edersee bzw. im Einzugsbereich des Naturpark Kellerwald-Edersee, der den Nationalpark Kellerwald-Edersee einschließt, durch das Schloss Waldeck, das Wahrzeichen des Stadtteils Waldeck, und durch die bei Nieder-Werbe gelegene Halbinsel „Scheid“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Waldeck erstreckt sich in Nordhessen etwa 30 km west-südwestlich von Kassel nördlich des von der an der Eder durchflossenen Edersees, dem flächenmäßig zweit- und volumenmäßig drittgrößten Stausee Deutschlands. Es erstreckt sich in überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzter Mittelgebirgslandschaft.

Das Stadtgebiet befindet sich im Nordteil des Naturparks Kellerwald-Edersee sowie knapp außerhalb von dessen Nordgrenze und zieht sich von den Ufern des Edersees in nördlichen Richtungen bis in den Langen Wald hinein. Südlich des Stausees liegt der innerhalb des Naturparks Kellerwald-Edersee gelegene Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Teil des Kellerwalds ist.

Durch das Waldecker Stadtgebiet bzw. entlang dessen Grenzen verlaufen Abschnitte mehrerer Fließgewässer, wozu im Fulda-Einzugsgebiet die Eder, deren Zuflüsse Netze und Werbe sowie im Diemel-Einzugsgebiet die Twiste-Zuflüsse Watter und Wilde gehören.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldeck grenzt im Norden an die Gemeinde Twistetal, im Nordosten an die Stadt Bad Arolsen (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Osten an die Städte Wolfhagen und Naumburg (beide im Landkreis Kassel), im Süden an die Gemeinde Edertal sowie im Westen an die Gemeinde Vöhl und die Stadt Korbach (alle drei im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Waldeck besteht aus zehn Stadtteilen: Alraft, Dehringhausen, Freienhagen, Höringhausen, Netze, Nieder-Werbe, Ober-Werbe, Selbach, Sachsenhausen und Waldeck. Geschichtlich und historisch haben diese Ortschaften zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter Ruinen und historische Bauten, zu bieten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Ort auf den Edersee

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich am 1. Oktober 1971 die ehemals selbständigen Gemeinden Alraft, Höringhausen, Netze und Nieder-Werbe sowie die beiden Städte Sachsenhausen (1246*) und Waldeck (1266*) zur neuen Stadt Waldeck zusammen (* Stadtrechte in Klammern).[3]

Als Namen für die neu entstandene Stadt wählte man den historisch bedeutsamen Namen „Waldeck“, der zunächst die Burg in der heutigen Kernstadt bezeichnet hatte und nach der sich ab 1180 das dortige Grafengeschlecht benannte. Die Grafschaft Waldeck, das spätere Fürstentum Waldeck-Pyrmont, der ehemalige Freistaat Waldeck (ab 1918) und der spätere Landkreis Waldeck (ab 1942), heute Landkreis Waldeck-Frankenberg, trugen ebenfalls diesen Namen.

Am 1. Januar 1974 kamen die Gemeinden Dehringhausen und Ober-Werbe (mit der am 31. Dezember 1970 eingegliederten damaligen Gemeinde Oberwerba) sowie die ehemalige Stadt Freienhagen (1231*) hinzu.[3] Damit erreichte die Stadt ihre heutige Größe.(* Stadtrecht in Klammern).

Verwaltung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungssitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Verwaltungssitz der 1972 entstandenen Stadt Waldeck wurde der von Graf Adolf I. von Waldeck und Schwalenberg gegründete, einwohnermäßig größere Stadtteil Sachsenhausen gewählt.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2016
 %
40
30
20
10
0
25,3 %
31,9 %
20,8 %
11,5 %
10,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,7 %p
+0,5 %p
+3,3 %p
-0,1 %p
+3,9 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25,3 8 33,0 10 37,5 12 40,7 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,9 10 31,4 10 31,8 10 31,1 10
FWG Freie Wählergemeinschaft 20,8 6 17,5 5 18,0 6 14,8 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,5 4 11,6 4 4,8 1 3,9 1
FDP Freie Demokratische Partei 10,4 3 6,5 2 7,9 2 4,9 1
REP Die Republikaner 4,6 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 54,9 54,5 57,6 61,6

Magistrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Magistrat besteht aus dem Bürgermeister und 6 Stadträten. Davon entfallen 2 Sitze auf die SPD, 2 Sitze auf die CDU und je ein Sitz auf die FWG und die FDP.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2012[5] Jörg Feldmann 64,1
Marko Haselböck SPD 35,9
Wahlbeteiligung in % 62,4
2006[6] Jörg Feldmann 72,7
Walter Voigt 27,3
Wahlbeteiligung in % 65,3
2000[7] Peter Brandenburg SPD 80,9
Wahlbeteiligung in % 41,3
1994[8] Peter Brandenburg SPD 75,8
Dieter Wirtz CDU 24,2
Wahlbeteiligung in % 66,2

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen, Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Waldeck führt Wappen, Flagge und Dienstsiegel.

Wappenbeschreibung
„In Gold ein sechsstrahliger schwarzer Stern, aufgelegt eine weiße Lilie“[9]

Unter Berücksichtigung der besonderen historischen Gegebenheiten der neugegründeten Stadt wählte man als Grundlage das Waldecker Wappen. Auch das Sachsenhäuserwappen enthielt diesen Stern, hieraus übernahm man die Lilie. Der sechsstrahlige Stern und die Lilie stehen für die ehem. selbstständigen Gemeinden und Städte, die sich 1971 zur Stadt Waldeck zusammenschlossen.

Flaggenbeschreibung
„Die Flagge der Stadt Waldeck zeigt auf zwei gleichbreiten Bahnen von schwarz und gold in der oberen Hälfte das Wappen der Stadt.“[9]

Die Flagge wurde am 13. Mai 1976 durch den Hessischen Minister des Innern genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Edertalsperre (August 2011)

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlossmuseum im Schloss Waldeck[10]
  • Heimatmuseum in Höringhausen
  • Dorfstube in Nieder-Werbe

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uferpromenade Waldeck-West (direkt am Edersee)
  • Mauergarten unterhalb des Schloss Waldeck, Kernstadt Waldeck

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportstätten bzw. -veranstaltungen Waldecks sind:

  • Freibad im Stadtteil Freienhagen; Strandbad Waldeck (Waldeck-West) am Edersee[11]
  • Golfplatz im Stadtteil Waldeck
  • Edersee-Triathlon: Jährlich im Juli – größte Sportveranstaltung der Großgemeinde
  • Pfingstreitturnier: In geraden Jahren in Waldeck, in ungeraden in Sachsenhausen; mit Spring- und Dressurwettbewerben bis zu Klasse S

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kernstadt ist staatlich anerkannter Luftkurort, der Stadtteil Niederwerbe ist anerkannter Erholungsort

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der Stadt Waldeck sind über die Bundesstraßen 485 und 251 zu erreichen.

Der Eisenbahnbetrieb auf der Ederseebahn im Abschnitt von Bad Wildungen nach Korbach, an der die Stadtteile Waldeck, Netze, Selbach, Sachsenhausen und Höringhausen liegen, wurde am 27. Mai 1995 eingestellt. Auf der alten Trasse befindet sich heute der Radweg (Korbach–Waldeck–Buhlen).

Die Waldecker Bergbahn verbindet als Kleinkabinenbahn das Ederseeufer mit dem Schlossberg. Die 650 Meter lange Gondelbahn überwindet eine Höhendifferenz von 120 Metern.

In Waldeck-West befindet sich die Hauptanlegestelle der Personenschifffahrt Edersee, welche mit zwei modernen Fahrgastschiffen einen Rundfahrtverkehr zwischen den Anlegestellen Waldeck-West, Edertal-Sperrmauer, Halbinsel Scheid, Bringhausen, Asel und Herzhausen anbietet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtverwaltung und Stadtbücherei im Stadtteil Sachsenhausen
  • Bürger- und Tourismusbüro der Stadt Waldeck in der Kernstadt Waldeck
  • Kindergärten (Freienhagen, Höringhausen, Netze, Sachsenhausen, Waldeck)[12]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 Grundschulen (Freienhagen, Höringhausen, Sachsenhausen, Waldeck)
  • Mittelpunktschule Sachsenhausen mit Förderstufe und Realschulzweig

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung: 81. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 13. Oktober 2015. Staatsanzeiger für das Land Hessen 7/2016 Seite 218
  3. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408, 409.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Bürgermeisterwahl in Waldeck, St.. Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 19. April 2013.
  6. Bürgermeisterwahl in Waldeck, St.. Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 19. April 2013.
  7. Bürgermeisterwahl in Waldeck, St.. Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 19. April 2013.
  8. Bürgermeisterwahl in Waldeck, St.. Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 19. April 2013.
  9. a b § 1 der Hauptsatzung der Stadt Waldeck im Landkreis Waldeck-Frankenberg
  10. Schloss Waldeck auf www.burgen-und-schloesser.net
  11. Freibäder der Stadt Waldeck
  12. Kindergärten der Stadt Waldeck

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]