Waldfischbach-Burgalben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben
Waldfischbach-Burgalben
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben hervorgehoben
Koordinaten: 49° 17′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Höhe: 257 m ü. NHN
Fläche: 17,6 km2
Einwohner: 4786 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 272 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67714
Vorwahl: 06333
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 054
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedhofstraße 3
67714 Waldfischbach-Burgalben
Webpräsenz: www.waldfischbach-burgalben.de
Ortsbürgermeisterin: Anna Silvia Henne (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Buntsandsteinfelsen im Umkreis der Heidelsburg

Waldfischbach-Burgalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört, und die größte Kommune des Landkreises Südwestpfalz, die kein Stadtrecht besitzt. Waldfischbach-Burgalben ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldfischbach-Burgalben liegt im Pfälzerwald, einer Teilregion der Pfalz, zwischen den Städten Kaiserslautern und Pirmasens. Durch Waldfischbach-Burgalben fließen die beiden Bäche Schwarzbach und Moosalb.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Clausen, Donsieders, Geiselberg, Heltersberg, Hermersberg, Höheinöd, und Steinalben.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldfischbach, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1182.
  • Burgalben, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1152.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldfischbach-Burgalben wurde am 7. Juni 1969 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Burgalben mit seinerzeit 2019 Einwohnern und Waldfischbach mit 4336 Einwohnern neu gebildet.[3]

Waldfischbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldfischbach wird 1182 als Vispach erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war es ausgestorben und später ein unbedeutender Bauernort. Es teilte die Geschichte des Holzlandes.

Nach dem Anschluss der Pfalz an Frankreich infolge des Übergreifens der Französischen Revolution wurde Waldfischbach Sitz eines Kantons mit 21 Gemeinden. Auch unter der anschließenden bayerischen Verwaltung blieb der Status als Kantonshauptort zunächst erhalten und Waldfischbach entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Unterzentrum. Bei der Verwaltungsreform 1972 wurde dieser Status bestätigt, indem Waldfischbach-Burgalben Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung wurde.

Burgalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1152 wurde Burgalba erwähnt. Es gehörte zeitweise mit Pirmasens zu Hessen-Darmstadt. Nach dem Tod von Landgraf Ludwig im Jahr 1790 verlor Burgalben viele Einwohner infolge der Auflösung der darmstädtischen Garnison. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Burgalben zu einem Ort von Bilderhändlern, die mit Heiligenbildern und anderer naiver Kunst durch Deutschland zogen. Als dies nichts mehr einbrachte, blühte die Korbmacherei auf, sodass sogar auswärtige Korbmacher ihren Wohnsitz nach Burgalben verlegten.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 42,2 Prozent der Einwohner evangelisch und 41,0 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Waldfischbach-Burgalben bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 760
1835 1.217
1871 1.468
1905 2.188
1939 4.535
1950 5.123
Jahr Einwohner
1961 6.026
1970 6.197
1987 5.295
1997 5.383
2005 5.144
2015 4.786

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Waldfischbach-Burgalben besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat 22 Ratsmitglieder an.[5]

Die Wahlen zum Gemeinderat erbrachten seit der Bildung der Gemeinde im Jahre 1969 folgende Ergebnisse:

Wahl SPD CDU FWG BWB Gesamt
2014 6 7 3 4 20 Sitze
2009 7 9 4 2 22 Sitze
2004 6 9 4 3 22 Sitze
1999 8 9 5 22 Sitze
1994 9 9 4 22 Sitze
1989 8 10 6 22 Sitze
1984 7 12 3 22 Sitze
1979 9 10 3 22 Sitze
1974 8 9 5 22 Sitze
1969 7 7 8 22 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Waldfischbach-Burgalben e.V.
  • BWB = Bürger für Waldfischbach-Burgalben e.V.

Bürgermeister von Waldfischbach-Burgalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1969–1972: Emil Dietrich (WGR)
  • 1972–1979: Kurt Däuber (SPD)
  • 1979–1992: Erich Rutz (CDU)
  • 1992–2004: Fritz Sopp (CDU)
  • 2004–2009: Andreas Peiser (SPD)
  • 2009–2014: Sigrun Klotz-Bischoff (CDU)
  • 2014: Anna Silvia Henne (SPD)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Gold gespalten, rechts ein linksgewendeter aufgerichteter silberner Fisch, links ein rotbewehrter und -bezungter roter Löwe“.

Es wurde 1980 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und zeigt den Löwen der Grafschaft Zweibrücken aus dem alten Wappen von Burgalben und den redenden Fisch aus dem ehemaligen Wappen von Waldfischbach.[6]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit der französischen Stadt Carentan im Département Manche in der Normandie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische (evangelische) Kirche Burgalben
Ursprüngliche Wallfahrtskapelle Maria Rosenberg (im Kern romanisch)
Burgalben:Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges
  • Historische Kirche Burgalben – Eine Kirche in Burgalben wurde 1197 erstmals genannt. Die (heute evangelische) Kirche hat noch einen massiv gemauerten Turm mit angebrachter Sonnenuhr, der von dem romanischen, dem Hl. Adelfus geweihten Bau stammt. Das Langhaus datiert von 1740.
  • Kirchen in Waldfischbach – Die beiden Kirchen von Waldfischbach stammen aus jüngerer Zeit. Die evangelische Kirche ist ein neoromanischer Saalbau von 1849–1854. Die katholische Pfarrkirche St. Joseph ist eine dreischiffige Basilika mit Doppelturmfassade und Chorrotunde. Sie wurde von Wilhelm Schulte II. in neoromanischen Formen gestaltet.
  • Maria Rosenberg – Die Gnadenkapelle Maria Rosenberg in Burgalben geht in ihrem Kern auf das 12. Jahrhundert zurück. Der ursprüngliche romanische Bau ist durch einen Chor aus dem 13. Jahrhundert und zwei zusätzliche Langhausachsen aus dem 15. Jahrhundert erweitert. Eine neue Wallfahrtskirche mit Stifterhaus wurde in den Jahren 1901–1912 errichtet.
  • Heimatmuseum – Das Heimatmuseum zeigt seit 1987 typische ländliche Arbeitsgeräte des Pfälzer Waldes (zum Beispiel Krautschnitter und Krauthobel), eine Küche, ein Schlaf- und ein Wohnzimmer sowie eine komplette Dorfapotheke. Ein weiteres Thema ist die Schuhproduktion in den Jahren 1920 bis 1960. Im so genannten Heidelsburgzimmer sind Fundstücke von der zerstörten spätrömischen Heidelsburg ausgestellt.
  • Heidelsburg – Die Heidelsburg wurde gemäß Münzfunden vor Ort mutmaßlich vor 350 n. Chr. als Verteidigungsanlage errichtet; möglicherweise geht eine ältere keltische Anlage voraus. Nach verschiedenen Funden (Inschrift und Grabplatte) handelt es sich um das älteste Indiz für Forstadministration in der Spätantike auf germanischem Boden. Von der weitgehend zerstörten Anlage sind nur noch Reste der Ringmauer und des Torbaus aus großen Sandsteinquadern übrig.

Siehe auch:

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markierte Wanderwege à 10–15 km binden die Wälder, Täler, Buntsandstein-Felsgruppen und andere Naturdenkmäler rund um Waldfischbach-Burgalben sowie ehemalige Mühlen und Nachbargemeinden ein. Sie führen beispielsweise ins Schwarzbachtal, zum Galgenberg (Aussichtspunkt mit Felsenweg) und zur Heidelsburg, ins Klappertal und zur Moschelmühle, zur Hundsweihersägemühle und zum Clausensee, nach Biebermühle, zum Steinenschloss und Spitzfels, zum Geiselberg und Naturdenkmal Luitpoldlinde.
  • Ein 18-Loch-Golfplatz befindet sich am nördlichen Rand des Ortes.[7]
  • Der Clausensee ist ein Badesee, an dem auch Angeln möglich ist.
  • Tennis- und Reitanlagen sowie ein Hallenbad sind vorhanden.
  • Waldfischbach-Burgalben ist der Startpunkt zur Tour 2 (48 km, 833 Höhenmeter) vom Mountainbikepark Pfälzerwald.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldfischbach-Burgalben ist über die Bundesstraße 270 (KaiserslauternPirmasens) an das überregionale Straßennetz angebunden. Die Biebermühlbahn (KaiserslauternPirmasens) schließt den Ort an das Schienennetz an.

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde beherbergt Waldfischbach-Burgalben deren Verwaltung.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel-Theysohn IGS Waldfischbach-Burgalben
  • Volkshochschule Waldfischbach-Burgalben
  • Grundschule Waldfischbach-Burgalben
  • Jakob-Reeb-Schule: Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Zapf (1870–1940), deutscher Politiker und Industrieller, Mitglied des Reichstages und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Südzucker AG
  • Friedrich Wenner (1876–1955), Verwaltungsjurist
  • Albert Zwick (1890–1958), deutscher Statistiker und Staatswissenschaftler
  • Hermann Zwecker (1905–1987), Arzt und Standesfunktionär
  • Gerd Hornberger (1910–1988), Leichtathlet

Persönlichkeiten die in der Gemeinde wirkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Foltz (1865–1961) war Prälat und langjähriger kath. Ortspfarrer. Er stiftete und erbaute die Pfarrkirche St. Joseph; nach ihm ist die „Prälat-Foltz-Straße“ benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 800 Jahre Waldfischbach. 1182–1982. Heimatbuch zur 800-Jahrfeier. (Hrsg.: Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben durch den Arbeitskreis Festschrift), Waldfischbach-Burgalben 1982, 632 S. m. zahlr. Abb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldfischbach-Burgalben – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 199 (PDF; 2,6 MB)
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  7. Golfclub, Stand: 20. August 2010