Waldfriedhof Davos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eingang des Waldfriedhofs 1920
Reihengräber im Eingangsbereich
Grabsteine von Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling Kirchner

Der Waldfriedhof Davos (genau Waldfriedhof Wildboden) ist ein Friedhof in Davos im Bündner Landwassertal zwischen Davos Platz und Davos Frauenkirch. Er steht unter kantonalem und eidgenössischem Denkmalschutz und wird in der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Graubünden geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Waldfriedhof wurde im Jahr 1920 von dem Architekten Rudolf Gaberel zusammen mit Christian Issler errichtet. Der Bildhauer Erwin Friedrich Baumann zeichnete unter anderem verantwortlich für die Gestaltung des Portals mit Zyklopenmauerwerk. 1930 wurde ein jüdischer Friedhof angefügt.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof ist inmitten eines Lärchenwaldes angelegt und zeigt die Form einer Ellipse. Umfriedet ist er – wie es sonst kaum von Friedhofsanlagen im deutschsprachigen Teil Graubündens bekannt ist – von Trockenmauerwerk.

Die Gräber sind als Reihengräber angelegt. Einzelne Privatgräber sind in individueller Lage in den Hain eingefügt, den man in natürlicher Unebenheit belassen hat.

Prominentengräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beerdigt wurden auf dem Davoser Waldfriedhof auch prägende Davoser Persönlichkeiten, die auf verschiedenste Weise besonders mit dem Ort verbunden waren, wie beispielsweise Alexander Spengler, Willem Jan Holsboer, Ernst Ludwig Kirchner und Ernst Haefliger.

Eine Vielzahl der Grabsteine der ersten Generation stammt von dem Bildhauer Wilhelm Schwerzmann.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waldfriedhof Davos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 46° 46′ 20,6″ N, 9° 48′ 20″ O; CH1903: 780757 / 182862