Waldhausen im Strudengau

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Marktgemeinde
Waldhausen im Strudengau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waldhausen im Strudengau
Waldhausen im Strudengau (Österreich)
Waldhausen im Strudengau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Perg
Kfz-Kennzeichen: PE
Fläche: 46,85 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 14° 57′ OKoordinaten: 48° 16′ 39″ N, 14° 57′ 0″ O
Höhe: 470 m ü. A.
Einwohner: 2.844 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4391
Vorwahl: 07260
Gemeindekennziffer: 4 11 25
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Markt 14
4391 Waldhausen im Strudengau
Website: www.waldhausen.at
Politik
Bürgermeister: Franz Gassner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(25 Mitglieder)
15
7
3
15 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Waldhausen im Strudengau im Bezirk Perg
Allerheiligen im MühlkreisArbingBad KreuzenBaumgartenbergDimbachGreinKatsdorfKlamLangensteinLuftenberg an der DonauMauthausenMitterkirchen im MachlandMünzbachNaarn im MachlandePabneukirchenPergRechbergRied in der RiedmarkSt. Georgen am WaldeSt. Georgen an der GusenSt. Nikola an der DonauSt. Thomas am BlasensteinSaxenSchwertbergWaldhausen im StrudengauWindhaag bei PergOberösterreichLage der Gemeinde Waldhausen im Strudengau im Bezirk Perg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Heimkehrerkreuz auf Waldhausen
Blick vom Heimkehrerkreuz auf Waldhausen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Waldhausen im Strudengau ist eine Marktgemeinde im Bezirk Perg im Unteren Mühlviertel in Oberösterreich mit 2844 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Das zuständige Bezirksgericht der seit 2003 zum Gerichtsbezirk Perg (zuvor zum ehemaligen Gerichtsbezirk Grein) zählenden Gemeinde befindet sich in Perg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badesee Waldhausen

Waldhausen im Strudengau, die östlichste Gemeinde Oberösterreichs, an der Grenze zum niederösterreichischen Waldviertel, liegt auf 470 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 11,9 km, von West nach Ost 8,3 km. Die Gesamtfläche beträgt rund 47 Quadratkilometer. Fast sechzig Prozent der Fläche sind bewaldet, rund ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt.[1] 1973 wurde der Sarmingbach oberhalb des Stiftes Waldhausen aufgestaut und der etwa 3,5 bis 4,5 Hektar große Badesee Waldhausen geschaffen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasste bis 2020 folgende acht Ortschaften: Dendlreith, Dörfl, Ettenberg, Gloxwald, Handberg, Sattlgai, Schloßberg, Waldhausen im Strudengau. Seit 2020 besteht die Gemeinde nur noch aus einer Ortschaft.

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Waldhausen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dimbach Dorfstetten
(, Bez. Melk)
Bad Kreuzen Nachbargemeinden Sankt Oswald
(, Bez. Melk)
Sankt Nikola an der Donau Nöchling
(, Bez. Melk)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waldhausen im Strudengau
Stift und Stiftskirche Waldhausen im Strudengau
  • ehemaliges Stift Waldhausen: 1147 errichtet, 1792 durch Leopold II. aufgehoben.
  • Stiftskirche Waldhausen: 1647–1680 in frühbarockem Stil unter Baumeister Carlo Canevale erbaut, beeindruckender, mit Stuck und Fresken ausgestatteter, heller, durch Seitenfenster lichtdurchfluteter Kirchenraum; aus 1669 besteht ein 19 m hoher Hochaltar in Schwarz und Gold von dem Tischlermeister Paul Deniffl aus Passau. Die Kirche beherbergt die so genannten Waldhausener Mumien, die nicht öffentlich zugänglich sind.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Orgelkonzert Musik zur Weihnacht findet jährlich am 8. Dezember in der Stiftskirche Waldhausen statt.
  • Waldhausener Advent: der Waldhausener Advent ist ein Adventmarkt, der jährlich zum 8. Dezember stattfindet (zuletzt vom 6.–8. Dez. 2019).[2]
  • Seefestspiele Silva Waldhausen, selbsternannte kleinste Seefestspiele Österreichs (seit 2005).
  • die Strudengauer Messe findet jährlich am Wochenende nach dem 15. August statt.[3]
  • das „Lake on Fire“ Festival.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 138 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden rund die Hälfte im Haupt- und im Nebenerwerb geführt. Der größte Arbeitgeber im Produktionssektor ist die Bauwirtschaft mit über achtzig Beschäftigten. Im Dienstleistungssektor führen die öffentlichen und sozialen Dienste mit über 100 Erwerbstätigen vor dem Handel.[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 138 165 174 113
Produktion 20 18 116 140
Dienstleistung 78 62 294 310

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Waldhausen wohnen rund 1500 Erwerbstätige. Davon arbeitet ein Drittel in der Gemeinde, zwei Drittel pendeln aus. Etwas über hundert Menschen kommen aus der Umgebung zur Arbeit nach Waldhausen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Öffentlicher Verkehr: Von Waldhausen gibt es Busverbindungen zu den Bahnhöfen Grein-Bad Kreuzen und Amstetten.[8]
  • Straße: An der Westgrenze der Gemeinde verläuft die Greiner Straße B119.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Seit der Gemeinderatswahl 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Gassner von der ÖVP.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Schwarz auf grünem Dreiberg ein silbernes, kapellenartiges Haus mit zwei schwarz geöffneten Fenstern auf der Längsseite, und einer ebensolchen Rundbogenpforte und einem kleinen Fenster auf der Vorderseite, rot bedacht und auf den beiden Giebeln mit je einem goldenen Kreuz besteckt; rechts und links flankiert von je einem grünen Nadelbaum. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Rot.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad von Waldhausen (um 1320/1325–1369), Prediger des Spätmittelalters, Vorläufer der Hussiten
  • Josef Hader (* 1962 in Waldhausen im Strudengau), Kabarettist, Schauspieler und Autor
  • Robert Holzer (* 1963 in Waldhausen im Strudengau), Sänger (Bass)
  • Susanna Ridler (* 1968 in Waldhausen im Strudengau), Komponistin und Sängerin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waldhausen im Strudengau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Waldhausen im Strudengau, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  2. Waldhausener Advent
  3. Strudengauer Messe
  4. „Lake on Fire“ Festival
  5. Ein Blick auf die Gemeinde e Waldhausen im Strudengau, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde e Waldhausen im Strudengau, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde e Waldhausen im Strudengau, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  8. Fahrplanauskunft. ÖBB, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  9. Gemeinderatswahl 2015 Oberösterreich. (PDF) Amt der Oö. Landesregierung, S. 23, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  10. Waldhausen im Strudengau. Abgerufen am 16. Dezember 2020 (österreichisches Deutsch).
  11. Land Oberösterreich - Gemeinden. Abgerufen am 16. Dezember 2020.