Waldkatzenbach

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Waldkatzenbach
Wappen von Waldkatzenbach
Koordinaten: 49° 27′ 58″ N, 9° 3′ 28″ O
Höhe: 485 m
Fläche: 6,1 km²
Einwohner: 1033 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 69429
Vorwahl: 06274
Blick von der Kirche Waldkatzenbach zum Katzenbuckel
Blick von der Kirche Waldkatzenbach zum Katzenbuckel

Waldkatzenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Waldbrunn im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldkatzenbach liegt im südöstlichen Teil des Odenwalds in dessen Buntsandstein-Gebiet auf dem Winterhauch, einer langgezogenen Hochfläche, die in dem höchsten Berg des Odenwalds gipfelt, dem Katzenbuckel (626 m). Dieser Berg liegt im Westen der Gemarkung Waldkatzenbach und die Ortlage befindet sich am Fuß seines Südosthanges, der sich über den Winterhauch erhebt. Nach Norden fällt die Gemarkung in einem Kerbtal steil ab zum Weiler Unterhöllgrund. Und im Süden liegt das Feriendorf Waldbrunn. Die Gemarkung umfasst 610 Hektar, von denen 286 Hektar bewaldet sind.

Blick in südliche Richtung über Waldkatzenbach

Strümpfelbrunn, der Hauptort der Gemeinde Waldbrunn, liegt eineinhalb Kilometer östlich von Waldkatzenbach. Gleich hinter dem Feriendorf schließt sich der südliche Nachbarort Oberdielbach an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen von Katzenbach lässt sich bis 1370 urkundlich zurückverfolgen als Gründung der Herren von Zwingenberg. 1746 kam der Ort mit der gesamten Herrschaft Zwingenberg an die Kurpfalz. 1747/48 wurde die evangelische Kirche erbaut.

Der Name Waldkatzenbach bürgerte sich seit dem 19. Jahrhundert zur Unterscheidung von dem damals gleichnamigen und nicht weit entfernten Neckarkatzenbach ein.

Der Katzenbuckel prägte die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes mit. In einem Steinbruch wurde Basalt abgebaut und zu Straßenschotter verarbeitet. Dann wurde er zu einem Magnet für den Fremdenverkehr und Ausgangspunkt für die Wandlung zum Kurort.

Am 1. Januar 1973 bildete Waldkatzenbach mit vier weiteren Gemeinden die neue Gemeinde Waldbrunn.[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Waldkatzenbach führt die Kreisstraße K 3926 als Schleife, die den Ort nach Süden und Osten mit der Landesstraße L 524 von Eberbach nach Mudau verbindet. In der Ortsmitte zweigt von der K 3926 die K 3925 in Richtung Unterhöllgrund nach Norden ab. Jenseits der Kreisgrenze zum Rhein-Neckar-Kreis erreicht diese Straße als K 4113 an der Gaimühle den Talgrund der Itter.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorflinde ist ein Naturdenkmal und wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg gepflanzt. Nach mündlichen Überlieferungen überlebten nur sieben Familien den Dreißigjährigen Krieg und pflanzten zum Dank sieben zusammengebundene Lindenschößlinge oberhalb des Dorfbrunnens.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1833 bis 1848 wohnte Karl Freiherr von Drais in Waldkatzenbach. Nach dem Erfinder der Laufmaschine, die als Vorläufer des Fahrrads gilt, ist eine Straße benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 478.
  2. VHS-Arbeitskreis „Heimatgeschichte“ beim Bürgermeisteramt Waldbrunn (Hrsg.): Waldbrunn mit seinen Ortsteilen, Geiger Verlag, Horb am Neckar 1996. ISBN 3-89570-220-X. S. 10, 18.