Waldlaubersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Waldlaubersheim
Waldlaubersheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Waldlaubersheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Stromberg
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 8,05 km²
Einwohner: 786 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55444
Vorwahl: 06707
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 108
Adresse der Verbandsverwaltung: Warmsrother Grund 2
55442 Stromberg
Webpräsenz: www.waldlaubersheim.de
Ortsbürgermeister: Volker Müller-Späth
Lage der Ortsgemeinde Waldlaubersheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Waldlaubersheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Stromberg an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf der nordöstlichen Hochfläche des Hunsrücks der Nahe zu. Durch den Ort fließt der Hahnenbach, der in den Guldenbach fließt und mit ihm in die Nahe mündet. Die Quelle des Hahnenbachs liegt oberhalb Waldalgesheims. Im Norden befindet sich der Waldalgesheimer Ortsteil Genheim, im Osten Rümmelsheim, im Süden Windesheim und westlich liegt Schweppenhausen. Rund 2 km² sind bewaldet, ca. 4,3 km² entfallen auf landwirtschaftliche Flächen (Stand 2013).[2]

Zu Waldlaubersheim gehören auch die Wohnplätze Ackvas-Mühle, Lindenhof, Sonnenhof und Weincastell.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldlaubersheim wurde im Jahr 767 im Lorscher Codex erstmals erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken und dort zum Nahegau. Verschiedene Grafengeschlechter waren danach Herren über den Ort, so die von Bolanden (Lehensverzeichnis um 1190). Um 1190 wurde auch die Martinskirche als Wehrkirche errichtet. 1615/1625 bis 1719 waren es durch Erbschaft die Degenfelder bis 1785, dann die von Nassau-Weilburg.

Im Jahr 1575 wurden 65 Rauchstätten oder Hausgesessene gezählt, im Jahr 1639 lebten 56 Familien im Ort.[4]

Aufgrund der Besetzung des linksrheinischen Gebietes (1794) im Ersten Koalitionskrieg und der durch den Frieden von Campo Formio (1797) ausgelösten Inbesitznahme der Region gehörte Waldlaubersheim von 1798 an zur Französischen Republik und wurde dem Kanton Stromberg und dem Arrondissement Simmern im Rhein-Mosel-Departement unterstellt.[5] Nach dem Ende der französischen Herrschaft im linksrheinischen Gebiet (1814) wurde die Region auf den Wiener Kongress (1815) dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung gehörte die Gemeinde Waldlaubersheim zur Bürgermeisterei Windesheim im neu errichteten Kreis Kreuznach des Regierungsbezirks Koblenz,[6] der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Im Jahr 1817 lebten 562 Einwohner in Waldlaubersheim, zur Gemeinde gehörte die „Akvamühle“ (heute Ackvas-Mühle), 535 der Bewohner gehörten der lutherischen Konfession an, 22 dem jüdischen Glauben.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Waldlaubersheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Waldlaubersheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 562
1835 607
1871 603
1905 548
1939 485
1950 620
Jahr Einwohner
1961 578
1970 562
1987 743
1997 833
2005 809
2015 786

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Waldlaubersheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD WG 1 WG 2 Gesamt
2014 4 3 5 12 Sitze
2009 5 3 4 12 Sitze
2004 5 4 3 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen verweist auf ehemalige Herrschaften. Das Herzschild mit goldenen Glevenrad erinnert an die Herren von Schönenburg, das silberne Rad an die Ritter von Bolanden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldlaubersheim gehört zum Weinbaubereich Nahetal im Anbaugebiet Nahe. Etwa 74 % des angebauten Weines sind Weißweinrebsorten (Stand 2010). Im Jahre 1979 waren noch 25 Betriebe tätig, die Rebfläche hat sich seitdem von 53 ha auf 106 ha verdoppelt.[2] Aktuell (05/2016) sind noch vier[8] Winzerbetriebe aktiv.

Im Südwesten verläuft die A 61. Große wirtschaftliche Bedeutung hat der südlich der A 61 gelegene Gewerbepark (ca. 85 ha), in welchem von ca. 20 Betrieben mittlerweile rund 540 Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen wurden (Stand 01/2014). Neben namhaften Logistikunternehmen haben sich hier verschiedene Handwerksbetriebe, eine Tank- und Rastanlage, eine Großbäckerei, ein Zulieferbetrieb für die Flugzeugindustrie sowie Deutschlands größter Hersteller von Turmdrehkranen angesiedelt. An der Autobahn-Tank- und Rastanlage Waldlaubersheim wurde am 26. März 2015 die erste TESLA-Stromtankstelle für Kfz in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldlaubersheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 18 (PDF; 2,4 MB)
  4. Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung, Behrendt, Bonn 1914, S. 102 (dilibri Rheinland-Pfalz)
  5. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement für das Jahr 1809, Prefektur-Buchdruckerey, Koblenz 1809, S 156 (dilibri Rheinland-Pfalz)
  6. a b Der Regierungs-Bezirk Coblenz nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung, Pauli, Coblenz 1817, S. 22 ff. (dilibri Rheinland-Pfalz)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Zählung der Ortsgemeinde, Informationsbeilage im Mai 2016