Waldweber

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Waldweber
Waldweber (Ploceus bicolor), Männchen in Südafrika

Waldweber (Ploceus bicolor), Männchen in Südafrika

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Unterfamilie: Ploceinae
Gattung: Ploceus
Art: Waldweber
Wissenschaftlicher Name
Ploceus bicolor
Vieillot, 1819

Der Waldweber (Ploceus bicolor) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).[1]

Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch bicolor ‚zweifarbig‘.[2]

Der Vogel kommt in Subsahara-Afrika vor in Angola, Bioko, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Kenia, Malawi, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sansibar, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Südsudan, Tansania und Uganda.

Das Verbreitungsgebiet umfasst baumbestandene Lebensräume bis 2400 m Höhe.[3]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art ist 14 bis 15 cm groß und wiegt zwischen 28 und 47 g. Das Männchen hat auf Stirn, Scheitel und Nacken bis zum Rücken dunkles Purpurbraun, der Rumpf einschließlich Schwanz ist dunkelbraun mit gelben Spitzen einiger Schwingen. Charakterisiert ist der Waldweber durch den dunklen Kopf mit roter bis rotbrauner Iris und weißem Schnabel. Die Unterseite ist leuchtend gelb. Jungvögel sind blasser gefärbt.[3][4]

Geografische Variation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[3][5]

  • P. b. tephronotus (Reichenow, 1892) – Südosten Nigerias (Obudu-Plateau), Kamerun, Bioko, Gabun und Westkongo
  • P. b. amaurocephalus (Cabanis, 1880) – Angola und Süden der Demokratischen Republik Kongo
  • P. b. mentalis (Hartlaub, 1891) – Süden des Südsudans, Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Westkenia
  • P. b. kigomaensis (C. H. B. Grant & Mackworth-Praed, 1956) – Westruanda, Burundi, Demokratischen Republik Kongo, Sambia und äußerster Südwesten Tanzanias
  • P. b. kersteni (Hartlaub & Finsch, 1870) – Südsomalia, Küste Kenias, Ostansani und Sanzibar
  • P. b. stictifrons (G. A. Fischer & Reichenow, 1885) – Küste Tansanias, Süden Malawis, Osten Simbabwe und Mosambik bis Südafrika (KwaZulu-Natal)
  • P. b. bicolor Vieillot, 1819, Nominatform – Südmosambik bis Südafrika (Ostkap)

Stimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesang beider Geschlechter ist aus mehreren musikalischen Tönen zusammengesetzt, auch glockenartiges „wi-wi-wi-chuk wi-chuk“.[3][4]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gliederfüßern.

Die Brutzeit liegt zwischen November und Dez in Bioko, zwischen Dezember und Januar in Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo, zwischen August und September in Somalia, zwischen April und August in Kenia, zwischen September und Dezember in Sambia und Mosambik, zwischen Oktober und März in Malawi und Südafrika.

Waldweber sind monogam mit Paarbindung über mehrere Jahre, brüten einzeln.[3][4]

Gefährdungssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. P. Vieillot: Le Tisserin Bicolor In: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. 1819, Bd. 34, S. 127 Biodiversity Library

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waldweber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waldweber, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank
  2. J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
  3. a b c d e Handbook of the Birds of the World
  4. a b c T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
  5. Old World sparrows, snowfinches, weavers
  6. Redlist